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Sugar Hansi

Kaum einer aus der jüngeren Surfer-Generation hierzulande kennt Sugar-Hansi noch. Grund genug, euch den charismatischen Aussteiger vorzustellen, denn für uns ist der auf Fuerteventura lebende Surfer und Nonkomformist eine der schillerndsten Figuren, die der deutschsprachige Surf-Kosmos zu bieten hat. Sugar ist nicht nur ein begnadeter Surfer bis in die Spitzen seiner vom Salzwasser ausgebleichten Haare, sondern auch einer der angesehensten Locals im Süden Fuertes. Doch der Lebensinhalt des gebürtigen Müncheners reicht weit über die Nose seiner selbst geshapten Boards hinaus. Bereits zu Zeiten seiner Designertätigkeit für das Chiemsee Creation Team machte er als Gründer seines Klamotten-Labels Sugar mit berauschender Blättergrafik von sich reden. Zudem jagt der passionierte Weinbauer für sein Leben gern Tunfisch. Und wenn er dazwischen noch Zeit findet, hinterlässt er als Maler mit weichen Pinselstrichen prägnante Spuren auf grossen Leinwänden. “Hola Señor Sugar-Hansi”

Sugar ist ein schweigsamer Mensch,gross Worte zu machen ist nicht sein Ding. “Wenn ich gern reden würd’, wär’ ich Politiker geworden”, wird er mich später aufklären. Ich befinde mich auf dem Weg in den Süden Fuerteventuras in die Touristenhochburg Morro Jable. Dort bin ich mit Flo verabredet. Flo ist freier Fotograf und zusammen mit ihm werde ich versuchen, Sugar zum Reden zu bringen. Der Suchlauf des Autoradios bleibt bei einem deutschen Sender hängen. Nach ein paar Sekunden drehe ich das Ding genervt aus, kurbele das Fenster runter und lausche lieber dem heissen Fahrtwind als Schlagern made in Germany.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreiche ich Morro Jable und greife nach dem Handy, um Flo nach unserem Treffpunkt zu fragen. “Ich bin im Hafen an der grossen Lagerhalle, bei den Fischerkumpels von Sugar. Komm vorbei, ich warte hier.” Fünf Minuten später betrachte ich mit Flo die von der Hallendecke hängenden Fischernetze. Schwerer Geruch von Teer dringt an unsere Nasen. Im Halbdunkel der Halle zwischen am Boden stehenden blauen Plastiktonnen und orangefarbenen Bojen ist ein halbes Dutzend wettergegerbter Männer jeden Alters damit beschäftigt, ein grobmaschiges Netz zu flicken. “Die sind erst seit ein paar Stunden zurück vom Hochseefischen”, meint Flo. Einer der Männer sticht hervor: lange glatte Haare, schlanke Hände, kein Bart. Das muss Sugar sein. Ein paar Minuten später treten die Männer blinzelnd ins Freie, um sich unbeholfen für ein Gruppenfoto zu positionieren. Sugar überragt sie alle mit seinen schlanken 194 Zentimetern. Auch ist er der Einzige, der barfuss umherläuft. Unsicher über die richtige Reihenfolge stellen sie sich nebeneinander auf. Nachdem Hosen und Frisuren endlich sitzen, lassen Sugar und seine Freunde Emilio Marquez, Tinta Negra, Vicente und Miguel ihre Arme baumeln und schauen selbstsicher in Flos Kamera. Dabei erzählt uns Sugar, dass die Fischer Tinta Negra und Vicente beide ein Fischerboot haben, von dem sie leben, er aber nur mit zum Fischen rausfährt, wenn kein Swell ist.

Jetzt sitzt er auf unserer Rückbank und mampft genüsslich ein “bocadillo con queso” (Käsebrötchen), nicht ohne uns vorher etwas von seinem Frühstück abgeboten zu haben. “Nein danke! Aber ein dampfender Kaffee wäre jetzt nicht schlecht”, erwidern wir lachend. Pope hat zwar keinen Kaffee, grinst aber zustimmend. Auf unserer holprigen Fahrt über die Schotterpiste Richtung Secreto sehen wir von Sugar nach kurzer Zeit nur noch eine Staubwolke. Unser Renault ist halt kein Geländewagen. Zeit genug für Pope, einen gut gefüllten Joint zum Dessert zu rauchen. Natürlich ist er auch diesmal zuvorkommend. “No… ähm, gracias! Debemos trabacho con Sugar de Secreto!”, bröckelt es aus mir heraus. Will heissen, ich muss noch arbeiten. Pope lacht und nimmt einen tiefen Zug. Nachdem wir uns ein paar Mal verfahren haben, können wir trotz des verrauchten Wageninneren endlich Sugars Nissan entdecken. Er parkt ein paar hundert Meter entfernt von der Holperpiste über den Klippen von Secretos etwas abseits von ein paar anderen Autos.

Secreto ist ein Local Spot, um den Normalsterbliche besser einen Bogen machen. Doch wir sind keine Normalsterblichen, wir sind mit Sugar hier. Mit ihm kann uns nichts passieren… nur ohne ihn. Sugar ist unser Pate an Fuertes härtestem Local Spot, der mit perfekten Zwei- bis Dreifuss-Offshore-Rechtswellen aufwartet. Als wir mit dem Renault auf dem Plteau oberhalb der Klippen etwas abseits von Hansi zum Stehen kommen, werden wir in unserem offensichtlichen Leih-Renault aus den parkenden Pandas und Pick-ups heraus gemustert wie Frischfleisch im Knast. Und wenn schon, wir sind mit Hansi hier! Nur dass dieser etwa 50 Meter entfernt von uns parkt und gerade die Wellenbedingungen mit Emilio diskutiert. Um uns unmissverständlich klarzumachen, welche Regeln hier gelten, lauern die Locals nur auf ein auslösendes Moment. Lange lassen wir sie nicht warten.

Als wir aussteigen, ein grinsender Gran-Canaria-Local flankiert von einem Münchener Fotografen und einem Hamburger Journalisten, fliegen bei einem Panda die Türen auf und zwei bös dreinblickende Buben marschieren mit entschlossenem Gesichts- ausdruck auf uns zu. In diesem Moment betritt Hansi, der sich mittlerweile umgezogen hat, die Bildfläche. Mit ein paar beschwichtigenden Blicken und Handbewegungen bereinigt er die Situation im Nu. Die Lage entspannt sich und die Jungs wissen Bescheid: Wir gehören zu Hansi.

Auch Flo, dessen Kamera ich im Line-up erkenne, weiss, was kommt, als Sugar die grösste Welle des Sets anpaddelt und mit enormer Geschwindigkeit auf Flos Kamera zusurft. Ich stelle das Tele scharf und halte fest, was auch Flo festhält: Sugar verlässt seine hohe Linie am Wellen-Face, fährt einen Bottom Turn und das Face wieder hoch. Oben angekommen reisst er das Tail herum, um einen vor Energie strotzenden Layback Cutback in die Welle zu pressen. Der Turn ist so radikal und eng, dass Sugar seine Finnen nur Zentimeter an Flos Linse vorbeizieht. Da gibt es nur eine Konsequenz für Emilio und Pope: Noch härter rippen. Jeden Air stehen. Alle Wellen ausfahren. Ab jetzt nur noch am Limit surfen. In den folgenden zwei Stunden hauen sich Sugar, Emilio und Pope die Cutbacks, Backsnaps und Tuberides nur so um die Ohren. Hätte seine Mutter Hansi 1979 nicht zu einem Windsurf-Kurs genötigt (“Ich wollte gar nicht. Sie meinte, das wäre gut für mich. Ich wollte lieber fischen, schön Tunfisch fangen, das fand ich viel lustiger!”), hätte es diesen Surf Off heute nie gegeben, wäre Sugar nie bei Chiemsee gelandet. Dort war er in den 80ern zuständig für die Entwicklung der gesamten Masten, Gabelbäume, Trapeze und Segel. Er probierte aus und änderte die Produkte, wenn nötig. Das hat er gemacht bis 1986, dem Jahr, in dem er das letzte Mal windsurfte. Mittlerweile ist er ein von unter anderem Nissan, Da Kine, Oakley und Matador gesponsertes Ein-Mann-Unternehmen, das mit seinen Boards, den Klamotten und dem Wein made by Sugar genug Gewinn abwirft.

Surfer erkennen sofort, wenn jemand seine letzte Welle surft. So auch bei Hansi, der sich nach einem harten Roundhouse auf seinem 5’11” lang macht, die Boardspitze umklammert und mit dem Weisswasser zurück an den Strand gleitet. Dies ist das Zeichen, auf das alle auf der Klippe gewartet haben. Binnen weniger Sekunden öffnen sich die Türen sämtlicher Autos. Surfer springen von ihren Sitzen, schnappen sich ihre Bretter und eilen barfuss und hastigen Schrittes über den scharfen Fels die Klippen hinab. Die Mutigen zuerst, die Skeptischen folgen. Wenig später befindet sich knapp ein Dutzend Surfer im Wasser, obwohl die Bedingungen mittlerweile eher bescheiden sind. Egal, wie hungrige Hyänen fallen sie über die kleinen Wellen her, während Hansi, der bayrische Löwe, sich satt und zufrieden die Haare abtrocknet.

“Was, bitte schön, hat sich denn hier gerade abgespielt?!?”, frage ich ihn. “Wenn ich für Fotos fahre, wissen alle Bescheid”, sagt er mit Münchener Dialekt. “Dann geht keiner raus.” Einerseits bin ich beeindruckt, auf der anderen Seite finde ich es merkwürdig. Doch meine Neugier siegt und ich frage ihn, wie es mit Localism auf Fuerte aussieht. “Im Norden gibt es eigentlich keine Locals”, erklärt er. “Und was ist mit Jürgen Hönscheid? Er ist doch ein Fuerte-Local”, entgegne ich. “Auch wenn Jürgen schon seit 1983 auf der Insel ist, du bist ja kein Süd-Local, nur weil du auf Fuerteventura lebst. Du bist ein Local, weil du hier im Süden jeden Tag surfst. Wenn er runterkommt, muss er sich wie alle Nord-Locals hinten anstellen. Umgekehrt gilt Gleiches auch für die Süd-Locals im Norden.” Während sich Hansi aus seinem Neo zwängt, erzählt mir Flo, dass es hier im Süden ein 20er-Ranking der Locals gibt und Sugar auf Platz zwei ist. Während ich das Tele im Kofferraum verstaue, frage ich Sugar, wie man mich daran hindern würde, hier zu surfen. “Falls du es bis in den Line-up schaffst, werden sie versuchen, sich vorzudrängeln, um dir nicht eine Welle zu lassen. Wenn du dann noch immer nicht gehen willst, können schon mal Steine von der Klippe fliegen. Aber ich kann dich beruhigen, ich habe noch nie jemanden aus dem Wasser gejagt oder mit Steinen beworfen.” Na, da bin ich ja beruhigt. “Worüber definiert sich dein Status im Ranking?”, frage ich ihn. “Nichts Besonderes, hauptsächlich darüber, wie oft du surfst, wie gut du surfst, wie lange du auf der Insel lebst und wie angesehen deine Familie im Ort ist.” Ich setze mich zu ihm ins Auto und wir machen uns auf den Rückweg zu seinem Apartment. “Surft noch jemand in deiner Familie?” – “Nein, meine Schwester ist früher professionell Schlittenhunderennen gefahren, Weltmeisterschaften und all das. Als Kinder sind wir zudem oft Ski gefahren. Aber Surfen ist nicht ihr Ding, da bin ich der Einzige in der Familie.” Als wir durch die Geschäftsstrasse von Morro fahren, wird mir klar, was Hansi mit “Ansehen” meint: ein kurzer Schnack mit dem Ortspolizisten und Shakehands mit diversen Laden- und Restaurantbesitzern in der Hauptstrasse. Nicht zu vergessen die typisch südländischen Wortwechsel an roten Ampeln mit Fahrern nebenstehender Motorroller und Pick-ups. Als Sugar Ende der 60er-Jahre mit seinem Opa hierher kam, war Morro nur ein Fischerdorf, in dem es nichts gab: keine Hotels, keine Supermärkte – nur Fisch, Tomaten und Ziegenkäse. “Die Väter gingen mit ihren Söhnen fischen, und als die Hotels kamen, haben die Söhne dort angefangen. Es gab auch keine Drogen, weil es dafür einfach kein Geld gab. Jetzt sind viele Surfer hier auf Koks, Heroin und Pillen.” Kurz darauf biegen wir in eine Seitenstrasse und der mächtige Pick-up kommt nach ein paar Metern vor einem Apartmenthaus zum Stehen.

Dank der bayrischen Flagge, die über einer der Terrassen weht, ist Sugars Apartment leicht zu erkennen. Er geht vor, ich und Flo folgen ihm mit den Kamerataschen und dem restlichen Gepäck. Als er die Eingangstür aufschliesst, erzählt er, dass sein Opa das Apartment 1967 kaufte. “Wir hatten im Winter in Kitzbühel und im Sommer an der Côte d’Azur ein Haus. Mit der Zeit wurde es meinem Opa dort zu voll, woraufhin er beschloss, woanders etwas zu finden. Also haben wir die Häuser verkauft und sind 1967 dort weggezogen. 1968 war ich dann das erste Mal hier.” Eine schwarze Katze empfängt uns im Flur, der tapeziert ist mit vergilbten Zeitungsartikeln, selbst gemalten Bildern und unzähligen Fotos – gelebtes Leben eben. “Damals gab es nur dieses Apartmenthaus, nebenan das kleine Hotel mit 20 Zimmern und das Hochhaus da vorne, in dem jetzt der Robinson Club drin ist; aber das war damals auch noch im Bau. Sonst gab es hier nichts.” Während Sugar im Bad verschwindet und Flo am grossen Wohnzimmertisch seine Fotos sichtet, stehe ich mit der wartenden Katze noch immer im Flur und betrachte die Wände: der Hausherr mit Gerry Lopez und Darrick Doerner, mit schönen Frauen im Arm, seinem Kumpel Bjørn “Dunki” Dunkerbeck oder dem kürzlich verstorbenen Malik Joyeux. Als ich ihn auf Malik anspreche, erzählt er, dass Malik ihn regelmässig besuchte, ebenso Gerry und Darrick.

“Ich habe die Jungs über meine Arbeit bei Chiemsee kennengelernt. Gerry hat mich immer überallhin eingeladen, oft ging es dann nach G-Land oder ich wohnte in seinem Haus an Oahus North Shore.” Auf meinem Weg durch das helle Wohnzimmer schaue ich auf das rieisge, psychedelisch anmutende Ölgemälde an der Wand. “Ist das von dir?”, rufe ich ins Bad. “Ja, das Bild zeigt ,Hollow Trees’ auf den Mentawaiis. Wenn ich Zeit habe, dann male ich für mich, Freunde oder auch wohltätige Zwecke. Meistens fängt es mit Skizzen an, die ich auf meinen Reisen mache.” Mein Weg durchs Wohnzimmer mit aufgeräumter Küchenecke endet vor der gläsernen Schiebetür zur Terrasse. Ich gehe nach draussen. Von dort sieht man hinüber zu Dünen, Leuchtturm und Meer. Ein leichter Wind weht. “Die Dünen, vor denen wir windsurften, waren früher 25, 30 Meter hoch”, schallt es aus dem Bad herüber, “doch durch die Hotelbauten wurde der ganze Sand abgeblockt, so dass sie jetzt nur noch eine Grösse von zwei Metern haben.” Frisch geduscht kommt Sugar ins Wohnzimmer, trocknet erst sich ab, dann sein rotes 5’11er und stellt es zurück in die Wandhalterung zwischen all die anderen Bretter. Mit der schnurrenden Katze im Arm und einem Fernglas um den Hals tritt er neben mich auf die Terrasse. “Auch die ganzen Berge waren damals noch weiss vom Sand. Schau sie dir an, jetzt sind sie nur noch braun. Wenn das so weitergeht, wird’s hier in 20 Jahren keinen Strand mehr geben, denn der wird jedes Jahr sechs Meter kürzer.” Die Katze wird unruhig, er entlässt sie aus seinen braunen Armen, greift dafür nach dem Fernglas und wirft einen Blick auf die Wellen vom Roten Kreuz, dem Spot direkt gegenüber.

Ab März, wenn die starken Winde wehen und die Wellen verschwinden, verschwindet auch Sugar von hier. Dann ist er bis Oktober bei seiner Freundin auf Hierro, der abgeschiedensten Kanareninsel. Dort ist er Herr über vier Fincas (vor ein paar Jahren waren es noch acht) und viele Hektar Weinreben. “Wein anzubauen an sich ist nicht schwer; einen guten Wein zu machen, das ist die Kunst.” Sprach’s und entkorkt eine Flasche Rotwein, während Flo zufrieden die Bilder des Tages präsentiert. “Das ist mein Cabernet Sauvignon, hauptsächlich baue ich aber eher einheimische Rebsorten an wie Vijariego und Listan Negro.” Während wir riechen, schmecken, trinken und genussvoll die Gläser schwenken, erzählt er, dass er als Junge ständig unterzuckert war, ständig Schokoriegel futterte und seine Mitschüler ihn deshalb irgendwann einfach Sugar riefen. Gibt es für ihn Gemeinsamkeiten zwischen Surfen und Weinanbau? “Du hast deine Ruhe. Du kannst dein Ding machen, kannst überlegen, einfach deinen Gedanken nachhängen.” Hat er dieses Bedürfnis nach Ruhe und Einsamkeit von den Eltern? “Ja, das ist mir angeboren. Ich brauchte es nur noch zu perfektionieren”, antwortet er lächelnd und nimmt einen Schluck Wein. “Ich war schon in der Schule ein Einzelgänger und hab’ mein eigenes Ding gemacht.” Als Sugar fünf Jahre alt war, hat sich sein Vater von der Familie verabschiedet, für immer. Seine Mutter musste die Kinder alleine erziehen. “Sie hat mich mein Leben lang unterstützt, all die Jahre. Ich telefoniere einmal die Woche mit ihr.”

Die Flasche ist leer und wir machen uns auf den Weg zu einem Hafenrestaurant in der Altstadt von Morro. Natürlich kennt Hansi den Chef und duzt die Kellner. Es gibt Tunfisch, Zicklein und andere Leckereien, Weissbier zum Beispiel. “Als Kinder war ich mit meinen Grosseltern so oft es ging im Augustiner Biergarten. Ich liebte es dort, weil ich und meine Schwester stundenlang unter den Tischen spielen konnten, ohne dass uns einer bemerkte.” Der Ausklang des Tages führt uns in ein Internet-Café, Wellen checken für den nächsten Tag: 13 Knoten Wind aus Nordwest bei 2,4 Meter Welle lautet die Prognose. Grösser wäre auch nicht schlecht, Sugar liebt fette Wellen. “Ab sechs Meter macht es richtig Spass, glaub mir!”, sagt er lächelnd. Ich glaub’ ihm. Trotzdem frage ich ihn, wie er auf den Geschmack gekommen ist, grosse Wellen zu surfen. “Ich bin früher Ski-Abfahrtsrennen gefahren und hatte nie Schiss, irgendwo runterzudonnern.” Denkt er vor dem Drop über die Konsequenzen nach? Sugar wird ernst: “Als Malik in Pipeline gestorben ist, da habe ich schon ein bisschen nachgedacht. Ich glaube aber, dass gute Surfer nicht viel darüber nachdenken. Vielleicht ausserhalb des Wassers.” Und was wäre die ideale Welle? “Schön schnell und mit Tubes, am besten drei bis vier Meter hoch.” Doch morgen wird Sugar erst mal Salinas surfen. Natürlich wird er auch wieder fischen gehen, neue Bretter für seinen Freund Emilio shapen, schöne Bilder malen und duftigen Wein anbauen. Aber alles zu seiner Zeit. “Suerte, Sugar-Hansi”

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