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Jeremy Flores

Was? Ein Interview mit Jeremy? Haha, vergesst es, der ist mit dem Quiksilver Team in Australien unterwegs, den bekommt ihr nicht zu fassen!” Doch die Worte aus dem Quiksilver Europe Office waren uns egal, wir mussten ihn einfach interviewen! Immerhin ist Jeremy Flores mit seinen 18 Jahren nicht nur der jüngste Surfer, sondern auch der einzige Europäer auf der World Championship Tour (WCT) 2007. Lange Rede kurzer Sinn: Nach unzähligen Telefonaten haben wir Jeremy doch noch aufgespürt, in Snapper Rocks an der Gold Coast.

Hi Jeremy! Du bist nicht nur der der jüngste Surfer, sondern auch der einzige Europäer auf der WCT. Wie fühlt sich das an?
Ein paar Euro-Jungs mehr auf der World Championship Tour wären nicht schlecht, aber die kommen noch! Was mein Alter angeht: Ich war schon in der World Qualifying Series (WQS) einer der Jüngsten, ich habe mich also irgendwie daran gewöhnt.

Was wirst du von deiner Zeit in der WQS am meisten vermissen?
Ich glaube, den Spass, den ich mit all den Euro-Jungs in der WQS hatte. Auch die ganzen Contests in Brasilien werde ich vermissen: Obwohl die Wellen dort meist echt beschissen waren, hatten wir immer eine Menge Spass.

Wie sehen deine Pläne für deine erste WCT-Saison aus?
Ich habe absolut keine Pläne. In meinem ersten Jahr auf der Tour habe ich den Rookie-Bonus. Ich werde ihn nutzen, um mich zu verbessern und mir von den guten Jungs etwas abzuschauen, egal ob Old School oder New School.

Welcher Surfer auf der Tour ist für dich New School und welcher Old School?
New School ist für mich Taj Burrow, Old School ist Mark Occhilupo.

Elf Tourstopps stehen dir bevor. Wie entspannst du vom Touralltag?
Mit Mädchen! [lacht]

Das heisst, du hast keine Freundin, richtig?
Genau, ich bin Single. Habt ihr’s gehört..?

Gut, dann beschreib dich doch gleich mal in wenigen Worten selbst!
Einfach, freundlich, ab und zu etwas durchgeknallt.

Bei welchen Mädels drehst du auf?
Ich mag sowohl die braven als auch die bösen Ladys. Aber mit den bösen kannst du manchmal viel Spass haben…

Stehst du eher auf Blonde oder Brünette?
Äh… Brünette!

Welche Masche hast du, um sie zu erobern?
Mein portugiesisches Wörterbuch! Ich hab’ mir das gekauft, damit ich bei den Contests in Brasilien bessere Chancen bei den Mädels habe. [lacht]

Themenwechsel: Inwieweit hat deine Kindheit auf Réunion dein Surfen beeinflusst?
Auf Réunion hatten wir alle Arten von Wellen. Das war gut, denn jetzt kann ich in kleinen Wellen hart und radikal fahren, aber in grossen Wellen bleibe ich ruhig und entspannt. Ich glaube, das ist eine meiner besten Eigenschaften, dass ich mein Surfen den Wellen anpassen kann: In kleinen Wellen surfe ich wie ein Brasilianer, in grossen wie ein Style-Surfer.

Wer oder was ist ein Style-Surfer?
Tom Curren und Rob Machado auf jeden Fall. Die haben Style!

Rob Machado ist ein sehr guter Tuberider. Worin liegen deine Stärken im Surfen?
Ich denke, ich kann Reef Breaks ziemlich gut surfen, egal wie gross die Wellen sind. Und ich liebe Tuberiding, genau wie Rob!

Wie sieht der perfekte Surftag für dich aus?
An einem sonnigen Morgen aufwachen und dann stundenlang einen langen Reef Break surfen, ohne viele Leute im Line-up. Anschliessend gibt es ein deftiges Mittagessen am Strand. Danach noch mal surfen, bis die Sonne untergeht, gefolgt von einer halbe Stunde Joggen und anschliessendem BBQ mit meinen Freunden. Und zur Krönung des Tages gibt es eine fette Party!

Bist du dabei der Typ Entertainer im Mittelpunkt oder der Wandsteher im Abseits?
Sagen wir’s mal so: Je später der Abend, desto mehr will der Entertainer aus mir raus! [lacht]

Wie sind die Wellen in Snapper Rocks gerade?
Momentan sind sie ziemlich klein, zwei Fuss vielleicht.

Ist das zu klein für dich?
Früher nicht, aber jetzt liebe ich es, in grossen Wellen zu surfen.

Was meinst du mit “gross”?
Acht Fuss und mehr, das ist gross für mich.

Und wann ist gross zu gross für dich?
Keine Ahnung, das muss ich erst noch rausfinden.

In welchem Alter hast du mit dem Surfen angefangen?
Das war auf Réunion, wo ich auch geboren wurde. Ich glaube, ich war etwa vier Jahre alt. Spider Murphy, der Gründer von Safari Surfboards aus Südafrika, hat mir damals mein erstes Board geshapt. Aber ich durfte es nicht surfen, bis ich sechs war, weil mein Vater meinte, es wäre zu gefährlich für mich.

Mit wem hattest du deine bis dato beste Session?
Das war als Kind mit meinem Vater in Madagaskar. Da hatten wir wirklich gute Wellen!

Die haben wir in Deutschland auch: Hast du schon mal von der Flusswelle in München gehört?
Ja, habe ich – und ich würde die gerne mal surfen! Ausserdem mögt ihr Bier und habt leckere, wunderschöne Frauen mit blonden Haaren und blauen Augen! Wenn ich Zeit habe, will ich auf jeden Fall mal nach Deutschland kommen. Und nach Schweden und nach Russland auch, einfach um die Kulturen kennenzulernen.

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