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Hein Cooper – Interview mit dem surfenden Musiker

Hein Cooper. Hein? Ja, schon. Spricht sich mit der typischen Lässigkeit seiner australischen Heimat allerdings ‚Heyn‘.  Dort wird er bereits heiß gehandelt und seine Songs laufen auf Triple J hoch und runter.  Aber auch das ferne Europa ist ihm nicht fremd. So tourte er mit Kim Churchill bereits durch Deutschland, spielte auf dem Reeperbahnfestival gefeierte Konzerte oder begleitet Sophie Hunger durch Frankreich.

„Rusty“ ist die erste Single aus dem am 15.04.2016 erscheinenden Debütalbum „The Art Of Escape“, die er zusammen mit Marcus Paquin (Arcade Fire, The National) in Montreal aufgenommen hat. „Ich mochte die Idee einen fröhlichen Song mit einem nicht ganz so fröhlichen Text zusammen zu bringen.“, sagt Hein über die Entstehung des Songs. „Für mich steht der Song für den Kampf zwischen mir und der Welt und ihrer Besessenheit immer glücklich zu sein.“ Eine mehr als gelungene Mischung.

Im April kommt er dann auch zu uns auf Tour – mit Sunset Sons. 2016 wird also noch ein aufregendes Jahr für Hein, der neben dem Musikmachen auch noch leidenschaftlicher Surfer ist – natürlich. Und genau dieses Aussie-Feeling spiegelt sich auch in seiner Musik wieder.
Wir haben ihn kürzlich zu einem kleinen Interview getroffen:

Hallo Hein, schön Dich kennenzulernen. Wahrscheinlich kommt diese Frage häufiger, aber ist “Hein” ein klassischer australischer Name, oder ist das der Spitzname für “Heiner”?
HC: Hallo erstmal nach Deutschland! Ja das mit meinem Namen ist eine gute Frage. Meine Mutter ist aus Holland und dort ist es wohl ein relativ verbreiteter Name. Die Aussprache ist dort auch etwas anders. Bei euch wird es wohl wie ein “I” ausgesprochen und in Holland mehr als “A”, aber ich habe mich schon an alle Varianten gewöhnt.

Um ehrlich zu sein, haben wir von Dir noch nie was gehört. Könntest Du Dich kurz vorstellen?
HC: Ja logo. Ich bin Sänger und Songwriter aus Australien. Ich schreibe Pop Songs mit einer gewissen Indie-Alternate Note. Es ist eine Mischung aus Folk/Soul/Punk und Indie mit elektronischen Vibes. Der Kleber dazwischen ist dann mein Gesang;) Ich schreibe gerne etwas poetische Lieder, mit denen ich mich ausdrücke. Es ist meine Art mit unserer verrückten Welt umzugehen.

Australische Musik ist hier in Europa und vor allem in Deutschland sehr beliebt. Xavier Rudd, John Butler und viele mehr kommen regelmässig nach Deutschland und spielen in ausverkauften Hallen. Warst Du schon mal hier?
HC:
Ich war letztes Jahr mit dem australischen Musiker “Kim Churchill” auf Deutschland Tour! Es war einfach unglaublich die Begeisterung der Fans zu sehen. Ich wollte sofort wiederkommen. Ich glaube meine Musik passt auch sehr gut nach Deutschland, da sich viele kleinere Bands hier angesiedelt haben und sehr offen für neue Musik sind. Meine Musik wird hier wirklich gut angenommen und somit freue ich mich schon riesig.

_MG_0528Als Surf Mag müssen wir Dir natürlich die Frage stellen: Bist Du ein Surfer? 
HC: Ja klar. Ich habe schon als kleines Kind mit dem Surfen angefangen. Ich bin in einem kleinen Dorf 3,5 Stunden südlich von Sydney aufgewachsen. Das Dorf heisst Ulladulla und ist bekannt for seine guten Wellen. Wir haben perfekte Pointbreaks, Slabs und eine Vielzahl an spaßigen Beachbreaks.

Wir haben eine recht lebendige Surfszene, obwohl unsere Wellen nicht zu den besten gehören. Gerade das Thema Riversurfen ist mittlerweile wirklich groß geworden. Wirst Du bei Deinem Besuch in München mal ins Wasser springen?
HC: Ich war bei meinem letzten Besuch in München bei der Welle. Das sah wirklich spaßig aus. Die meisten Surfer haben wohl die hintere Finne entfernt, damit sie etwas “looser” surfen können. Ich bin nicht ins Wasser gegangen, denn es sah aus, als gäbe es ein wenig “Localism” und da halte ich mich lieber raus.  PEACE MAN

Das tut uns leid, aber es kommt wohl häufiger vor am Eisbach…Surfen ist in Australien ja ein richtiger Massensport, oder?
HC: Ja klar, wenn Du am Meer aufwächst, dann wirst Du einfach Surfer. Ich bin damit aufgewachsen und meine Freunde in der Schule waren auch alle Surfer.

Ist dieser Lifestyle auch prägend für Deine Musik?
HC: Ja klar. Surfen und die Natur haben mich schon immer geprägt. Viel meine Lieder sind vom Meer, Bergen, Wald usw inspiriert worden. Wellenreiten hat für mich den “Flow” in die Musik gebracht. Die Energie der Wellen ist sehr ähnlich zu der Energie in der Musik. Ich “reite” die Emotionen und Gefühle während ich Musik mache. Gerade in meinen Anfängen, hat es mir sehr geholfen die richtige Musikrichtung für mich zu finden.

Einige Deiner Leider klingen sehr melancholisch und traurig, wie kommt das?
HC: Ich habe die Lieder in vielen unterschiedlichen Situationen in meinem Leben geschrieben. Ich bin durch gute und schlechte Zeiten gegangen und das spiegelt sich sicher auch in den Songs wieder. Aber ich bin kein Kind von Traurigkeit….

Die Welt dreht gerade ziemlich durch. Wie ist denn die Stimmung in Australien? Ihr seid ja ziemlich isoliert und haltet Euch aus vielem heraus.
HC: Ja das stimmt. Wir sind da ein wenig isolierter. Es ist sehr relaxt hier und ich glaube viele Leute sind ziemlich ignorant was im Rest der Welt passiert. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und mich lässt das ganze Chaos nicht so unberührt wie viel andere Australier. Wir sollten uns alle mit den Schwierigkeiten in der Welt beschäftigen und Lösungen finden!

Ok, genau des Trübsals. Wir freuen uns auf Deinen Besuch und wünschen Dir viel Erfolg und Spaß. Lass uns wissen, wenn Du Lust auf eine Welle hast.
HC: Klingt toll. Ich glaube im Norden habt ihr ein paar surfbare Wellen. Ich bring mal meinen Wetsuit mit.

https://www.youtube.com/watch?v=3p3C4kZ9bsU&feature=youtu.be

Hier die Konzerttermine von Hein Cooper. Er wird mit den Sunset Sons zusammen “on Tour” gehen.
18.04. Zürich – Härterei Club
19.04. Bern – Bierhübeli
20.04. Stuttgart – Longhorn
27.04. Hamburg – Uebel & Gefährlich
28.04. Berlin – PBHFCLUB
29.04. Köln – Die Kantine
30.04. München – Technikum

Mehr Infos auch hier:
heincooper.com

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