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INTERVIEW: Marlon Lipke und seine Rückkehr zur Surf DM 2019

Hallo Marlon, Gratulation zum Sieg bei der Surf DM 2019! Wie lange ist Deine letzte Teilnahme her?

Vielen Dank:) Ehrlich gesagt, weiss ich das gar nicht mehr so richtig. Vielleicht so 17 Jahre?! Schon irgendwie komisch wie schnell die Zeit vergeht.

Erinnerst Du Dich noch ein Deine spannendsten Heats damals?

Ich kann mich erinnern, dass ich die besten Matchups gegen Thomas Lange und Quirin Rohleder hatte und es immer sehr knapp war. Man vergisst manchmal wie gut die beiden eigentlich waren.
Man könnte doch auch mal so ein “Bring back the legends” Heat bei der Deutschen Meisterschaft machen, damit die jungen Kids ein bisschen German Surf History bekommen 🙂

Gute Idee. Wir geben das mal an den DWV weiter. Wie hat es sich nach dieser langen Auszeit angefühlt wieder bei der DM anzutreten und wie kam es zu Deiner Teilnahme?

Die Idee entstand nach ein oder zwei Bier in der Bar meines Bruders. Wir haben dann kurzerhand einen Camper gemietet und wollten ein bisschen alte Zeiten schnuppern. Leider war alles ein bisschen schnell vorbei und das ist jetzt keine Kritik, aber ich finde die Sponsoren könnten ein bisschen mehr Rahmenprogramm machen, um Stimmung reinzubringen. Es wäre schön, wenn man die Leute auch mal am Abend zusammen bringen würde. Da war vor 17 Jahren ein bisschen mehr los und das haben wir tatsächlich ein bisschen vermisst.

Foto: Annette Flavia Matt / DWV

Du hast der Konkurrenz keine Chance gelassen! Bist Du jetzt “on fire” und sehen wir Dich wieder öfter bei Contests?

Ich würde gerne noch Contests surfen, aber dafür braucht man auch finanzielle Unterstützung. Mal sehen wie das nächstes Jahr läuft, aber ich werde auf jeden Fall hier und da ein paar Contests surfen und weiterhin Surftrips machen.

Die letzten Jahre warst Du auch als Unternehmer sehr aktiv. Erzähl mal kurz was Du so treibst?

Ich habe mit meinem guten Freund Gony Zubizarreta eine Surf Accessory Marke gemacht (Jam Traction). Wir sind jetzt im fünften Jahr und mittlerweile schon in ganz Europa und auch in Australien und Südafrika vertreten.
Mehr oder weniger nebenbei habe ich ein Cafe in Lissabon aufgemacht “Comoba Lisboa“, in dem wir nur lokale Produkte benutzen, kein Plastik haben und fast alles hausgemacht ist.

Foto: Annette Flavia Matt / DWV

Klingt spannend. Dein Bruder Melvin hat ja auch eine Bar an der Algarve. Geht ihr noch öfter zusammen surfen?

Wir versuchen wieder mehr zusammen surfen zu gehen. Er war bei der DM noch nicht 100% fit und hat im Heat bei den Senioren keine Wellen gefunden, sonst hätte er sicher gewonnen. Ich glaube auch, dass er es in der Open Class gut ins Finale geschafft hätte. Er hatte schon immer mehr Talent als ich.

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag im Leben des Marlon vorstellen?

Ich stehe heutzutage viel früher auf. Um 6 Uhr morgens gibt es einen kleinen Kaffee und dann geh ich laufen oder surfen. Wenn die Wellen gut sind, gehe ich in Ericeira auf Spotsuche und wenn nicht, dann muss ich meistens zu Meetings nach Lissabon. Wenn ich an der Algarve in Lagos bin, dann gehe ich meistens nur surfen und bearbeite meine E-mails, lecker Essen und mit meinen Eltern Zeit verbringen. Meine Freundin nehme ich auch immer mit, wenn sie Zeit hat.

Sehen wir Dich demnächst mal wieder in Deutschland?

Ja, ich werde am 14. November ein Jam Traction Event in München machen. Zusammen mit Santo Loco und Lapointe Camps wollen wie die Surf Community ein bisschen zusammenbringen. Wir werden auch coole Giveaways haben und als Highlight einen Surf Urlaub nach Bali/Portugal oder Sri Lanka verlosen. Das gleiche Event gibt es dann nochmal am 12. Dezember in Hamburg, zusammen mit dem Wellenreiter Surfshop.

Super. Das notieren wir gleich in unserem Kalender. Was steht als nächstes bei Dir an?

Leider habe ich es nicht zum Quik Pro nach Frankreich geschafft. Ich muss mir mittlerweile meine Zeit gut einteilen. Portugal hat gerade mega gute Wellen, also werde ich das jetzt erstmal ausnutzen und dann in Kalifornien das Deutsche Junioren Team coachen. Da sind echt mega Talente am Start.

Dann sind wir gespannt, was die Zukunft so bringt. Es wäre demnächst mal an der Zeit, dass es ein/e Deutsche/r in die WCT schafft;) Danke für das Gespräch und alles Gute.

Foto: Alex Sarantopoulos / DWV

 

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