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Laura Haustein: Eine Hommage an die Rapid Surf League

Text: Laura Haustein / Foto Header: Simon Fritz

Das zweite Jahr der Rapid Surf League ist „in the books“. Diesmal nicht verletzt und bei allen Stopps dabei, habe ich mir am Ende des Sommers und der Saison nun mein ganz eigenes Fazit gebildet.

 

Ein Rückblick der anderen Art:
Das erste Jahr der Rapid Surf League war ja schon mega cool, aber trotzdem gab es so eine Vorahnung, das dieses Jahr noch fetter werden wird. Drei Events standen auf dem Plan. Wann? Das war schnell klar. Wo? Da wurden wir relativ lange auf die Folter gespannt, aber irgendwann war es raus: München (Jochen Schweizer), Bratislava und Langenfeld.

Den Auftakt machte das Jochen Schweizer Event in München Anfang Juni. Ich wusste, dass das kein einfaches Event für mich werden würde. Auf solchen künstlichen Wellen bin ich im Vergleich zu den anderen Mädels kaum, aber ich hatte mega Lust. Noch mehr angespornt wurde ich, als sich Sophie im Call als Underdog im Heat vor mir irgendwie durchsetzte, denn damit hatte niemand gerechnet. Aber auch ich kam in meinem Heat in meinen allerersten Call und den damit verbundenen Stress. Ich war schlichtweg überfordert und ziemlich nervös. Taktische Calls waren das irgendwie nicht von mir, aber es hat gereicht um im Finale nochmal ein wenig mitzumischen. Bevor es bei uns weiter ging, haben die Jungs nochmal ihre beste Seite gezeigt und in diesem Moment wurde mir klar, wie geil das Cut2Call Format doch ist.

Foto: Christoph Sahner

Letztes Jahr war ich noch super skeptisch und wusste nicht wirklich was ich davon halten sollte. Aber vorallem seit Jochen Schweizer habe ich gemerkt, wie mega spannend und wie nahbar das für den Zuschauer doch ist. Aufregender als mancher Kinofilm war das. Selbst meine Eltern, die anfangs dachten, dass sich das Event in die Länge ziehen könnte und es ihnen spätestens ab der Hälfte der Zeit langweilig werden würde, waren mehr als positiv überrascht. Die Zeit wäre wie im Flug vergangen, weil es so spannend und daher kurzweilig war. „Tolles Format, das muss man denen lassen“, meinte mein Vater nachher zu mir. Und auch ich glaube, dass dies das Rapid Surfen in den nächsten Jahren wahnsinnig pushen wird. Aber auch sonst hat sich das Event von totaler Professionalität ausgezeichnet. Nico Zacmeier als Moderator war überragend und dank dem Bayrischen Rundfunk gab es uns Hübschen sogar im BRSport Livestream. Auch wenn es etwas irritierend war, wenn man direkt eine Kamera im Gesicht hatte, sobald einen die Welle hinten ausspuckte, denn Haare und Lycra waren nicht immer da wo sie hin sollten. Die Aufnahmen aber waren definitiv eine andere Klasse inkl. SloMo-Wiederholungen direkt auf der Leinwand. Und die mittlerweile fast 7000 Views können sich auf jeden Fall mehr als sehen lassen oder wie Quirin sagen würden: eine krasse Zahl. Respekt Jungs! Ein grandioser Auftakt mit erschreckender Professionalität, bei dem keine Minute Langeweile aufkam.

Foto: Axel Haustein

Und mit Platz 3 bei mir und Platz 4 bei Sophie, sicherten wir Underdogs uns beide das direkte Ticket für Bratislava, der Stopp der bei uns Surfern eher zwiespältig ist. Zum einen ist die Stimmung dort immer mega gut, zum anderen die Welle ein Board- und Selbstzerstörer. Lukas Brunner hat es letztes Jahr auf den Punkt gebracht, denn seine Aussage, dass die Rapid Surf League wie eine Klassenfahrt ist, unterstreicht genau dieses Event.

Foto: Matze Ried

Für Quirin und Christian ist Bratislava als Stopp auch super wichtig, denn sie wollen damit zeigen, dass es nicht so schwierig ist eine stehende Welle zu bauen und damit anderen Projekten wie zum Beispiel Wolfratshausen einen Schub geben. Am Ende des Tages hat die Welle nicht die Klasse eines Eisbachs oder einer Citywave, aber das Wochenende dort stimmt einfach von Anfang bis Ende. Coole Location, Klassenfahrt-Charakter dank der Bungalows und legendärem Lagerfeuer, ein bisschen Surfen zwischendurch, günstiges Essen und Bier, ausgiebige Dance-Moves und jeder einzelne hatte eigentlich Lust eine geile Zeit zu haben. Und die hatten wir gewiss.

Foto: Matze Ried

Die extreme Professionalität wie bei Jochen Schweizer gab es hier nicht, aber die hat es auch gar nicht gebraucht. Bratislava hat seinen ganz eigenen Flair und wenn man sich auf alles einfach mal einlässt, kann man ein grandioses Wochenende erleben und genau aus diesem Grund hat Bratislava eigentlich auch seinen Platz wieder in der Rapid Surf League 2020 verdient. Und so ganz nebenbei haben Sophie und ich auch noch abgeräumt. Ich hatte meinen ersten Sieg und Sophie einen richtig starken 2. Platz.

Foto: Matze Ried

Und dann stand Langenfeld als finaler Tourstopp auf dem Programm. Eine Top-Location für ein fetten Abschluss. Ich zu meinem Teil bin super gerne in Langenfeld, nicht nur weil ich dort mittlerweile sehr gute Freunde habe, sondern auch, weil mir die Welle, die Location und die Leute vor Ort einfach taugen. Ich habe dort jedes Mal brutal viel Spaß und genau darum sollte es ja hauptsächlich auch gehen. Und deswegen war es für mich eine Ehre genau dort erneut wieder mit einem 3. Platz auf dem Podium zu stehen und anschließend den Gesamtsieg der Tour mit nach Hause zu nehmen. Aber auch Sophie hat sich ein mega High-Five für ihren Overall 4. Platz verdient. Wir haben da oben als Underdogs ganz schön mitgemischt dieses Jahr.

Foto: Simon Fritz

Die Rapid Surf League war letztes Jahr plötzlich da und hat mich, die vom Contest Surfen absolut keine Ahnung hatte, mit eingepackt. Damals wusste glaub ich keiner so wirklich wo genau das alles hinführt und jetzt blicken wir im zweiten Jahr auf drei richtig fette Events zurück, die meiner Meinung nach kaum hätten besser sein können. Wir können gespannt sein, was sich Quirin und Christian für nächstes Jahr einfallen lassen. Mit so viel Herzblut, welches die beiden in die Rapid Surf League reinstecken, kann es nur wieder legendär werden, in diesem Sinne: Bussi Nacken!

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