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Rapid Surfing

RSL Qualifier L&T Hasewelle PRO/AM – Anika Weizel und Marius Gerlach gewinnen in Osnabrück

Fotos: Matze Ried

Dass die Hasewelle in Osnabrück seit inzwischen 4 Jahren Ziel für Rapid Surfer im Norden der Republik ist, dürfte bekannt sein.

Dass sich darüber hinaus an der Welle eine veritable Szene entwickelt hat, die mit Ihrem eigenen Style der deutschen Szene ein weiteres Kapitel gibt – spätestens seit diesem Wochenende ist auch das klar. Hier oben im Westen geht was. Und die Leute haben Bock auf Rapid Surfing und RSL Comps. Teilnehmer aus Osnabrück, Langenfeld, München, Ludwigshafen, Berlin und der Schweiz hatten das Starterfeld zum Event im November 2021 4 Stunden nach Freigabe gefüllt – 12 Damen und 16 Herren gingen Samstagmittag in Osnabrück ins Rennen.

Gesurft wurde im RSL Qualifier Format Cut Only. 4 Wellen à 30 Sekunden für jeden Heatteilnehmer, die besten beiden Resultate werden gewertet und damit diese auch stabil und gerecht sind, wurden die anwesenden Judges von RSL Headjudge Tao Schirrmacher himself im Training noch auf die Hasewelle beordert, um Geläuf und Gegebenheiten auf Herz und Nieren zu testen. Das Fazit – super spannende Rapid, Druck in der Mitte aber tricky in den Pockets, am besten aus einer stabilen Grundposition zu surfen und nur mit viel Können und perfekter Linie auch wirklich zu pushen. Dementsprechend wurden nicht nur auf Manöverschwierigkeiten wie Reverses und Air Reverses geachtet, sondern auch wie viel Wasser die Surfer in unterschiedlichen Linien und Roundhouse Kombos aus dem Pool ins Publikum befördern würden.

Die Welle verlangt gerade schwereren Surfern alles ab – wenn aus den Lines die gesurft werden entsprechend Spray fliegt, dann sagt das echt was über die Qualität der Surfer aus.”

– Tao Schirrmacher, RSL Headjudge

In den Finals fanden sich dementsprechend auch genau die Surfer wieder, die in Ihren Runs technischen Schwierigkeiten mit klassischem, vom Surfen am Meer inspirierten Lines, verbinden konnten. Bei den Herren tat sich dabei auf dem Rail vor allem Ron Köller (24, GER) hervor, der als L&T Local trotz seiner 1,90 in der als Verbindung von Backside Reverses und Frontside Air Reverse extrem tiefe Gräben in die Hasewelle zog und die Judges so überzeugte. Auf der anderen Seite des Spektrums stand im Finale exemplarisch Maximilian Lex (12, GER), der mit seinem geringen Gewicht fast von selbst über die Welle flog, jetzt schon sehr versiert technische Manöver wie Reverses, Air Reverses und Shuvits zeigt – aber dem eben auch noch altersbedingt ein paar Kilo fehlen um auf dem Rail richtig zu attackieren. Antonin Meier (15, GER) ist da schon ein paar Jahre weiter und fängt inzwischen an, seine technisch extrem vielseitiges und versiertes Repertoire mit soliden Carves und Snaps zu ergänzen.

Marius Gerlach (22, GER) brachte von allen männlichen Teilnehmern den vielleicht ausgewogensten Mix an Railgame und technischen Schwierigkeiten mit ins Finale – und konnte das dann durch Commitment und strategisch gute Entscheidungen nach Führungswechsel nach Run 3 gewinnen. Unter Druck noch einmal in eine komplett neue Linie zu gehen, mit einem Early Frontside Air Reverse in den Run zu starten und danach Backside Air Reverse, Backside Shuvit und diverse heavy Turns ins Ziel zu bringen – dem zollten die Judges Tribut und der anschließende Score brachte Marius am Ende knapp aber verdient vor Toni, Ron und Max ins Ziel.

“Ich hab’ mich seit dem 1. Januar nur noch auf den Comp hier fokussiert. Dass das jetzt so aufgeht – ich bin sprachlos und mega happy!”

– Anika Weizel, Gewinnerin L&T Hasewelle PRO/AM

Im Finale der Damen lag das Feld von den Grundvoraussetzungen her noch enger beieinander – und dementsprechend noch mehr “Nailbiter” war der letzte Heat des Tages. Maya Sauer aus München hatte den ganzen Tag über extrem smoothes Surfen auf die Welle gebracht und einem sehr vielseitigen Mix an Turn und Carve Combos immer wieder auf Reverses als Finisher angehängt. Jana Wessels aus der Schweiz war nach einem noch vergleichsweise verhaltenen Einstieg im Viertelfinale im Halbfinale auf einmal auf Touren gekommen und von da an mit Risikobereitschaft, tiefen Carves, Reverses und Frontside Airs bei den Judges vorstellig geworden. Sophie Wilckens schaffte es mit einer sehr soliden Basis auf dem Rail ins Finale – allerdings musste sie alle sich am Ende Anika Weizels Power auf dem Rail und Ihren kompromisslos gesurften technischen Manövern geschlagen geben.

Um das Ganze fürs Publikum so spannend wie möglich zu machen, ließ Anika sich dabei zwar Zeit bis in den finalen vierten Run – umso mehr waren Ihre Crew, die Zuschauer und die L&T Weekend Crowd aus dem Häuschen, als Sie 2 endlose Minuten nach Ihrem letzten Run von den Judges die Gewissheit bekam: Heavy Snaps, Roundhouses, Backside Reverse und Frontside Snap to Reverse – I am the f*** girl today! Sektkorken flogen, im Exit der Welle wurde gefeiert und das Damenfinale wurde zum großartigen Abschluss eines tollen Tages auf der Haswelle, bei dem am Ende Anika Weizel auf 1., Maya Sauer auf der 2, Jana Wessels auf der 3 und Sophie Wilckens auf der 4 die Topspots klar machten.

Rein sportlich gesehen ist Rapid Surfing ein eigener Teil von Surfing – aber was die Leute, den Flair und den Drive angeht, sind wir hier genauso Teil der Surfing Family wie am Meer. Meine Gratulationen an die Gewinner und alle Teilnehmer eines großartigen Events!

– Michael Zirlewagen, Vizepräsident Deutscher Wellenreitverband

Damit waren die Wildcards für den ersten RSL Pro Event 2022 an Anika Weizel und Marius Gerlach vergeben, ein Wahnsinstag ready, um eine lange Partynacht folgen zu lassen und alle Teilnehmer des ersten L&T Hasewelle PRO/AM RSL Qualifiers voll auf Ihre Kosten gekommen. Wie diese Nacht dann im Detail verlief, darüber schweigen wir uns an dieser Stelle aus. Mehr als ein “sportlich”, wollen wir nicht verraten. Aber das Drumherum und Get-together Charakter der RSL Events, war natürlich auch in Osnabrück zu spüren. Tagsüber auf der Welle, den Rängen und abends dann im Bulldog und der Innenstadt. Kann man gut machen!

Das Event hat ordentlich Schwung ins Haus gebracht. Der Sturm war nicht nur draußen, sondern auch in der Begeisterung unserer Kunden und Zuschauer wahrnehmbar. Wir freuen uns auf eine Wiederholung im kommenden Jahr, dann hoffentlich größer und easy

– ohne Pandemie-Beschränkungen. – Mark Rauschen (geschäftsführender Gesellschafter von L&T)

Es hat uns absolut Spaß gemacht Austragungsort des ersten RSL Qualifiers überhaupt zu sein. Das gebotene Spektakel und die Spannung und Stimmung am Lichthof über dem Herzstück Hasewelle war gigantisch. Für uns hätte es nicht besser laufen können. Mit der Siegerin Anika und dem drittplatzierten Ron, brauchen wir uns als noch recht junger Rapid Surfspot nicht mehr zu verstecken.

– Daniel Kater (Leiter Hasewelle)

Vielen Dank an L&T in Osnabrück, die mit Ihrer Welle nicht nur eine weitere tolle Rapid Surfing Location in Deutschland geschaffen, sondern eben auch eine Szene und Crew auf den Weg gebracht hat, die spätestens seit diesem Wochenende Teil der deutschen Surfszene ist. Das Potenzial, Commitment und die Freude dabei, die jeder einzelne Teilnehmer in Osnabrück gezeigt und mitgebracht hat, waren die Basis für einen tollen ersten Event in Osnabrück bei L&T. Wir freuen uns auf mehr davon!

Starterliste:
Open Men
Open Women

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