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Da Dorad Michi über Haie und den Beifang

Servus ihr Neonässer,
Haie, Haie, Haie. In letzter Zeit geht’s hier auf der Seite immer um Könige der Meere, wie ich sie nenne. Und der Dorad Michi wär nicht der Dorad Michi, wenn er nicht auch so seine Erfahrungen mit diesen possierlichen Tierchen gemacht hätte.

Es war in Südaustralien am berühmten Cactus Beach. Nun ist dieser Strand nicht nur wegen seinen kraftvollen, hohlen Wellen berühmt, sondern vor allem dafür, dass hier die meisten Hai-Attacken, sorry, Hai-Biss-Vorfälle in Australien registriert werden. Mit einem dementsprechend mulmigen Gefühl paddelt man da auch raus. Aber es liegt in der Natur des Surfers bei guten Bedingungen so etwas Marginales wie tiergewordene Killermaschinen ganz schnell zu vergessen. Das war dann auch bei mir der Fall. Allerdings nur solange, bis auf einmal der komplette Line-Up panisch auf einen zugepaddelt kommt: die Augen weit aufgerissen und ständig irgendetwas brüllend, dass sich nur mit ganz viel Fantasie als „SharkSharkShark“ identifizieren lässt. Obwohl ich meine Eier als die größten und härtesten südlich der Donau bezeichnen darf, bin ich dann aber auch mit rein gepaddelt, nachdem ich noch eine schöne Setwelle abgewartet hatte. Musste man ja ausnutzen, dass keiner mehr draußen war. Jedenfalls standen dann da fünfzehn Surfer am Ufer und schauten angestrengt auf das Meer hinaus. Aber keine Rückenflosse weit und breit. Irgendwann musste ich dann doch fragen, wer diesen ominösen Hai denn als erstes gesehen habe. Es dauerte dann ein wenig, bis schließlich ein Local identifiziert werden konnte, der ganz eindeutig ein Meth-Head war. Ich hatte noch nie einen zuvor gesehen, aber das war auf alle Fälle einer. „Alles klar!“, dachte ich mir und paddelte wieder raus. Nach zwei weiteren Stunden dann wieder dasselbe. „SharkSharkShark“-Rufe und alles wieder an Land. Ich sah selber wieder keinen und dieses Mal blieb ich drinnen. Sollten sich die Locals wegen ihrer Paranoia ruhig den Swell des Jahres entgehen lassen. War mir gerade recht. Das Blöde war dann aber, dass ich zehn Minuten später wirklich einen Schatten nur fünf Meter von mir entfernt sah. Zum Glück kam genau in dem Moment eine Welle, die ich dann größtenteils liegend absurfte. Da ging mir aber die Poperze, meine Lieben. Die Session war dann für mich auch vorbei.

Auch wenn man sich bewusst macht, dass die Chance größer ist vom Blitz erschlagen zu werden, als von einem Hai gebissen zu werden, ist es ja doch so: in Gewässern zu surfen, die als sharky gelten, ist wie wenn man sich bei einem Gewitter mit einer Eisenstange in der Hand auf einen Berg stellt. Nur mal, um die Relationen gerade zu rücken. Jedenfalls braucht sich keiner zu wundern, wenn er schlechte Erfahrungen mit den Viechern macht, wenn er in ihrem natürlichen Habitat rumpaddelt. Aber da sind sich Surfer zum Glück eh größtenteils einig.

So, ich mach mir jetzt mein Haifischflossensüppchen noch mal warm. (Keine Angst, kein Hai ist extra dafür gestorben. Die Flossen stammen aus natürlichem Beifang).
Servus,
Euer Michi

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