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Da Dorad Michi: stellt sich Fragen

Hi ihr Leash-durch-den-Sand-Zieher,

Es gibt einen Aspekt beim Wellenreiten, der mich diesen Sport lieben und hassen lässt. Und zwar spreche ich von der Unberechenbarkeit der Bedingungen. Egal wie genau du alles checkst: Swellgröße, -richtung und -periode, Windstärke und -richtung, Tide, Reef-, Beach-, Pointbreak, Wetter, Crowds… alle diese Faktoren beeinflussen deine Session.

  • Wie oft bin ich schon über eine Düne gespurtet mit der festen Überzeugung perfekte Lines zu sehen und hab mich dann kurz danach gefragt wo ich jetzt ein Bier oder sieben herkriege?
  • Wie oft habe ich mich morgens aus dem Bett gequält, weil sich das daueroptimistische Arschloch in mir irgendeine Kombination der oben genannten Faktoren zurechtgelegt hat, die diese Selbstkasteiung rechtfertigt?
  • Wie oft hatte ich dann echt gute Bedingungen vor der Nase und trotzdem keine gute Session, weil die Arme von den miesen Sessions der Tage davor Spagetthi waren?

Antwort auf alle drei Fragen: zu oft, um an einen gerechten Gott zu glauben.

Aber dann wieder:

  • Wie oft saß ich schon am Strand, checkte ewig die abscheulichen Bedingungen und ging dann nur aus Ermangelung an Zeitvertreibsalternativen ins Wasser, nur um dann eine richtig spaßige Session zu haben?
  • Wie oft ließ ich mich schon von Surfbuddies zu einer Session bei Bedingungen breitschlagen, die theoretisch gar nicht gut sein konnten- dann aber doch waren?
  • Wie oft hatte ich perfekte Wellen vor der Nase, die allerdings zu überfüllt waren, um realistischerweise was zu erwischen, was aber dann doch geschah?

Antwort: zu oft, um es mit dieser Surferei einfach bleiben zu lassen.

Mir fällt wirklich keine Sportart ein die von den Bedingungen unberechenbarer ist als Wellenreiten. Die richtig guten Tage sind rar gesäht und vom Können jedes einzelnen abhängig. Und den perfekten Tag? Den gibt es nicht, weil es irgendwie immer noch besser geht. Vermutlich ist es der Fluch eines deutschen Surfers, der nur ganz selten irgendwo wirklich Local ist, sich mit all den Faktoren rumschlagen zu müssen, nur um dann doch oft enttäuscht zu werden. Kein Mensch kann nämlich wirklich zuverlässig Wellenbedingungen vorhersagen und wer von sich das Gegenteil behauptet ist entweder Nostradamus´ Ururenkel, ein Surfer mit einem Grad an Realitätsverlust, der ihn für diesen Sport eigentlich untauglich macht, oder Surfcampbesitzer.
Was würde also der kluge, dicke Buddha raten? Einfach nichts erwarten, ausschlafen, rippen was da ist und dafür dankbar sein. Der nächste deutsche Herbst kommt bestimmt.

Servus,
Euer Michi

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