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Special

Da Dorad Michi: die vierte schmeckt am besten

Servus Freunde des gepflegten Wellenritts,
Nachdem sich in der großen Welt des Surfens in der letzten Wochen nicht sooo viel getan hat, schreib ich mal über den Aspekt des Wellenreitens, den ich am besten kenne: den Eisbach.
Ich weiß nicht ob ihr wisst, dass ich ja der eigentliche Vater des Flußsurfens in Deutschland bin. Einerseits macht es mich schon ein wenig stolz diese spaßige Sportart aus ihrer Wiege gehoben zu haben, andererseits wird sie immer die kleine, picklige, pummelige, dumme Schwester vom Wellenreiten in den Ozeanen bleiben. Ein Freund von mir meinte einmal: „Für mich ist Eisbachsurfen wie wichsen. Es macht echt Spaß, ich mach es fast jeden Tag und ich würde nie wirklich darauf verzichten wollen. Aber wenn ich die Möglichkeit habe richtigen Sex zu haben (Surfen im Meer, Anm. d. Red.), würde ich diese Möglichkeit wahrnehmen, selbst wenn ich mir das ganze schön saufen muss.“ Es machte in dem Moment Sinn, was mir mein Freund und Thekenphilosoph da mit schwerer Zunge zu erklären versuchte. Allerdings war meine Zunge nicht viel leichter und in diesem Zustand machte für mich vieles Sinn: DSDS, Backflips von Mauern, die ich nicht mal nüchtern hinkriege, in Hecken springen, 3,80€ für ein 0,33l- Bier und (in meiner dunkelsten Stunde) sogar Bodyboarden. Nach ein paar Tage machte es jedoch immer noch Sinn. Und nicht weil ich immer noch/ wieder besoffen war.


Ich ging wie immer um 4 Uhr morgens an den Eisbach, allerdings war zu der Zeit recht warmes Wetter und so fand ich mich in einer Schlange mit 15 Leuten wieder (was immerhin noch besser war als die 40, die tagsüber anzutreffen waren). Meine Kaffeemaschine war kaputt und ich verzichtete ausnahmsweise darauf mich vor zu drängeln, weil ich noch zu müde war, um ein Arschloch zu sein. Ich hatte also viel Zeit um den Gedanken meines Spezls weiterzuspinnen. Wenn also Fluß- und Ozeansurfen sich verhielten wie Onanieren und Geschlechtsverkehr, was bedeutete das dann für all die Gestalten, die vor mir warteten? Wenn Surfvideos Pornos sind, ist dann Eisbachsurfern zuzusehen wie Chatroulette spielen, wo man bekanntlich ja mit sehr viel Eigenliebe konfrontiert wird? Und wenn Surfpros Pornostars sind, was sind dann gesponserte Eisbachsurfer? Samenspender? Nebendarsteller in Bukakke- Videos? Würde ich einer romantischen Privatsession in meiner Badewanne ein Abenteuer mit einer fetten Engländerin aus dem Hofbräuhaus vorziehen bzw. würde ich eine gediegene Eisbachsession mit einer Februarsession bei 0,4m Windchop in Schevenigen eintauschen? Wenn Pipeline Megan Fox ist, wer ist dann J-Bay?
Viele solcher Fragen marterten mein Hirn und das eben waren noch die harmlosesten. Beantworten muss sie jeder sexuell aktive Surfer für sich selber kam ich zum Schluss. Plötzlich war ich dann aber an der Reihe und ich muss sagen: ich fühlte mich beobachtet – auf eine ungewohnt unangenehme Weise.
Die Moral von der Geschicht? Thekenphilosophie verwirrt!!!
Ich geh jetzt noch ein wenig Eisbachsurfen. Ist ja schon Sonntag Abend um halb 12.

Euer Dorad Michi

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