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Erin Brooks und Seth Moniz gewinnen den Tahiti Pro 2026

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Erin Brooks und Seth Moniz gewinnen Tahiti Pro 2026

Teahupo’o liefert zum Finale perfekte Barrels, zwei besondere Premierensiege und einen emotionalen Triumph für Seth Moniz

Der Outerknown Tahiti Pro 2026 ist entschieden. Bei sauberen, hohlen Barrels in der Range von vier bis sechs Fuß sicherten sich Erin Brooks und Seth Moniz die Siege beim siebten Stopp der WSL Championship Tour. Für beide war Teahupo’o ein besonderer Meilenstein. Brooks feierte ihren ersten Sieg als festes Mitglied der Championship Tour, während Moniz nach sieben Saisons endlich seinen ersten CT Event gewinnen konnte.

Dabei hätte der Zeitpunkt für beide kaum wichtiger sein können. Brooks war nach einer schwierigen Saison unter Druck geraten. Moniz befand sich sogar am unteren Ende des Rankings. Nach Tahiti sieht die Situation für beide plötzlich ganz anders aus.

Erin Brooks
Erin Brooks / Photo by Matt Dunbar/World Surf League

Für Erin Brooks kommt der Sieg in Teahupo’o genau zum richtigen Zeitpunkt. Die 19-jährige Kanadierin hatte zwar bereits 2024 als Wildcard den Fiji Pro gewonnen, auf ihren ersten Erfolg als festes Mitglied der Championship Tour musste sie bislang allerdings warten. Nach einer schwierigen Saison 2026, in der Brooks bei den bisherigen Events nie bis in die entscheidenden Runden vordringen konnte, gelang ihr ausgerechnet an einem der anspruchsvollsten Spots der Tour der Befreiungsschlag.

Bei perfekten Barrel Bedingungen zeigte Brooks über das gesamte Event, warum sie seit Jahren als eines der größten Talente im internationalen Surfing gilt. Im Finale traf sie auf Anat Lelior, die ihrerseits mit dem ersten CT Finaleinzug einer israelischen Surferin Geschichte schrieb. Brooks geriet zunächst deutlich unter Druck, konnte das Finale aber noch drehen und sicherte sich mit 17,20 von möglichen 20 Punkten den Sieg. Damit lieferte sie gleichzeitig den höchsten Heat Total des gesamten Frauen Events.

Erin Brooks
Photo by Hannah Anderson/World Surf League

Für Brooks dürfte der Erfolg weit mehr sein als nur ein weiterer Pokal. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der ersten Saisonhälfte sprach sie selbst davon, bereits an sich gezweifelt zu haben. Der Sieg in Tahiti bringt entsprechend nicht nur neues Selbstvertrauen, sondern verändert auch ihre Situation im Ranking deutlich. Brooks macht sieben Plätze gut und springt auf Rang elf. Damit ist sie vor den verbleibenden Events wieder in einer wesentlich besseren Ausgangslage.

Seth Moniz gelingt nach sieben Jahren endlich der erste CT Sieg

Noch emotionaler dürfte der Erfolg für Seth Moniz gewesen sein. Der 28-jährige Hawaiianer gehört seit Jahren zur Championship Tour, ein Event Sieg fehlte in seinem Palmarès bislang jedoch. Sein bestes Resultat war der zweite Platz bei Pipeline 2022 gewesen, als er sich im Finale ausgerechnet Kelly Slater geschlagen geben musste. Nun hat Moniz in seiner siebten Saison auf der Tour endlich den ersten großen Sieg eingefahren.

Griffin Colapinto / Photo by Hannah Anderson/World Surf League

Und Teahupo’o hätte dafür kaum die passendere Bühne bieten können. Moniz gilt seit Jahren als hervorragender Barrel Surfer und erwischte in Tahiti eine Woche, in der scheinbar vieles zusammenpasste. Im Finale wartete mit Griffin Colapinto zudem einer seiner engsten und ältesten Freunde. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit, reisten bereits als Nachwuchssurfer gemeinsam zu Events und hatten sich über Jahre immer wieder ausgemalt, irgendwann gemeinsam in einem CT Finale zu stehen. In Teahupo’o wurde dieser Traum tatsächlich Realität.

Sportlich machte Moniz dabei keinerlei Geschenke. Mit zwei Scores jenseits der Neun Punkte setzte er sich gegen Colapinto durch und beendete das Finale laut offizieller Ergebnisübersicht mit 18,17 Punkten. Für Moniz war es nicht nur der erste CT Sieg, sondern eine der wichtigsten Leistungen seiner bisherigen Karriere.

Photo by Hannah Anderson/World Surf League

Auch im Hinblick auf die Saison könnte der Erfolg kaum wichtiger sein. Moniz war weit hinten im Ranking nach Tahiti gereist und verbessert sich durch den Sieg gleich um zwölf Positionen auf Rang 19. Dazu kommt die private Dimension: Moniz ist frisch verheiratet und erwartet ein Kind. Nach sieben Jahren auf der Tour, zahlreichen knappen Momenten und einer bislang schwierigen Saison 2026 fällt damit eine ziemlich große Last von seinen Schultern.

Die Finalergebnisse des Tahiti Pro 2026

Women

Erin Brooks, CAN: 17,20
Anat Lelior, ISR: 16,33

Men

Seth Moniz, HAW: 18,17
Griffin Colapinto, USA: 14,67

Von Teahupo’o geht es direkt weiter nach Fiji

Italo Ferreira / Photo by Hannah Anderson/World Surf League

Viel Zeit zum Feiern bleibt Brooks und Moniz nicht. Die Championship Tour zieht weiter in den Südpazifik.

Der nächste Stopp ist der Fiji Pro Presented by Corona Cero. Das Competition Window läuft vom 25. August bis 4. September 2026.

Nach Tahiti dürften dabei vor allem zwei Namen mit neuem Selbstvertrauen anreisen. Für Erin Brooks könnte der Sieg die Wende einer bislang schwierigen Saison bedeuten. Für Seth Moniz ist Teahupo’o schon jetzt ein Meilenstein seiner Karriere.

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