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Hungrige Haie in West-Australien

Haie, Haie, Haie überall nur Haie! Der World Surf League Stop in Margaret River wird komplizierter. Nun sprechen die ersten Pros!

Dass es in West-Australien Haie gibt, ist wohl jedem Surfer klar. Seit dem Start des neuen Milleniums gab es bereits 13 Haiangriffe mit gravierenden Folgen, dazu kommen weitere Attacken, welche noch einmal gut ausgegangen sind. Bereits beim letztjährigen Margaret River Pro Contest wurde das Event für kurze Zeit on hold gesetzt, nachdem man einen Hai im Line-Up gespottet hatte. Doch so präsent wie dieses Jahr, war das Thema Haie in West-Australien, während des Margaret River Pros, noch nie. Bereits bevor die Pros zum Contest antraten, traf der 2x World Champion während eines Freesurfs mit seinen Kumpels auf zwei extrem große Great Whites, die ihnen das weitersurfen verwehrten. Der folgende Clip zeigt diese Haie in einigen Luftaufnahmen:

 

Ein Beitrag geteilt von John John Florence (@parallelsea) am

 

Als der Contest dann endlich offiziell startete kam es zum nächsten Aufreger, den vielleicht nur die wenigsten von euch mitbekommen haben. Denn als John John Florence seinen Round 1 Heat gegen Wade Carmichael und Mikey Wright surfte, steuerte eine Gestalt unter Wasser direkt auf den Pro Surfer aus Hawaii zu, der gerade in der Barrel stand. Ob dies nun ein Hai oder doch nur ein friedlicher Delfin, welcher Spaß in den Wellen haben wollte, war, sei dahingestellt, trotzdem eine scarry Situation!

Im Video kann man den Umriss noch einmal etwas deutlicher erkennen, dazu solltet ihr einfach auf 9:30 Minuten skippen und in der Zeitlupe den linken Bildrand beobachten:

Gestern erreichte dann das Thema Haie den Höhepunkt, nachdem in der nahen Umgebung von Margaret River gleich zwei Menschen innerhalb von 24 Stunden von Haien angegriffen wurden. Den einen Surfer erwischte es in Cobblestones, den anderen am Spot Lefthanders. Beide Spots sind nicht weit von Margaret River und den Breaks, an denen die Pros surfen, entfernt. Nach der ersten Haiattacke des Tages, welche schwerwiegende Folgen hatte, wurde der Contest ersteinmal on hold gesetzt, doch einige Zeit später wurde die Round 3 der Damen noch beendet. Kurz danach kam es zur zweiten Haiattacke des Tages, welche zum Glück ohne schwerwiegende Folgen ausging, denn der Hai verbiss sich in das Surfbrett des Mannes.

 

Gracetown shark attack. 14 years ago we were here when a bloke was killed by a shark hope it’s not the same out come #gracetown #sharkattack #shark #westernaustralia #australia #justanotherdayinwa

Ein Beitrag geteilt von Sam Roberts (@ohsnap_perth) am

Aufgrund diesen beiden Haiattacken (und den schlechten Wellen) hatte sich die World Surf League dazu entscheiden, am heutigen Tag keine weiteren Runden des Contests zu surfen und einen Lay Day einzulegen. Die Commissioners hoffen natürlich, dass sich dadurch die Situation etwas entspannt. Bereits nach dem ersten Angriff am gestrigen Tag, wurden für die restlichen Heats die Sicherheitsmaßnahmen erhöht: Es waren weitere Jetski Fahrer im Line-Up und auch Dronen am Himmel, die im Line-Up und in der näheren Umgebung nach unerwünschten Gästen Ausschau hielten.

Gestern Abend unserer Zeit meldete sich dann die World Surf League erneut zu Wort und erklärte in einem Instagram Post, dass sie diese schwierige Situation analysieren und über das weitere Vorgehen berichten. Bislang gab es aber keine neuen Informationen, wie es nun weitergeht.

 

WSL continues to assess the current situation at the Margaret River Pro where there have been two confirmed shark incidents near Gracetown in the last 24 hours. We have actioned our well established safety protocols and are gathering all the latest information to determine next steps. We will continue to liaise with all involved, most importantly the surfers, their safety remains paramount. Today’s competition (Tuesday in Western Australia) has already been called off and all surfers have been advised not to surf in the area. We are constantly evaluating the situation, and will update as soon as possible.

Ein Beitrag geteilt von World Surf League (@wsl) am

Auch die ersten Pros meldeten sich bereits zu Wort. Gabriel Medina und Italo Ferreira haben kein gutes Gefühl mehr, in West-Australien ins Wasser zu springen, das haben die beiden über ihr Instagram Profil kundgetan.

 

Hoje tiveram dois ataques de tubarão numa praia próxima a que estamos competindo. Eu não me sinto seguro treinando e competindo nesse tipo de lugar, qualquer hora pode acontecer alguma coisa com um de nós. Espero que não. Deixando minha opnião antes que seja tarde! ✌️

Ein Beitrag geteilt von G. Medina (@gabrielmedina) am

Gabs schreibt zu seinem Post: „Heute kam es zu zwei Haiangriffen an Spots in der Nähe. Ich fühle mich nicht mehr sicher, in dieser Umgebung zu trainieren und den Wettkampf zu bestreiten, denn es kann genauso gut einem von uns etwas passieren. Ich hoffe es nicht, aber lasst mich meine Meinung äußern, bevor es zu spät ist!

Italo Ferreira sieht das ganze ähnlich. Er schreibt zu den Vorfällen: „Zwei Haiangriffe in weniger als 24 Stunden hier in Australien, nur ein paar Kilometer von dem Ort entfernt, an dem die Veranstaltung stattfindet. Sehr gefährlich, oder? Trotzdem bestehen die Veranstalter darauf, Schritte zu gehen, bei denen das Risiko eines solchen Unfalls bei 90% liegt. Daher frage ich mich: Ist die Sicherheit von Sportlern nicht oberste Priorität? Wir hatten bereits mehrere Warnungen. Das Leben ist mehr wert als der Contest! Ich hoffe es passiert keinem von uns etwas. Ich fühle mich nicht wohl, an solchen Orten zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen!“

 

⚠ Dois ataques de tubarão em menos de 24h aqui na Austrália, detalhe, apenas alguns Km de onde está sendo realizado o evento. Muito perigoso não acham? mesmo assim, continuam insistindo em fazer etapas onde o risco de ter esse tipo de acidente é 90% aí eu pergunto: a segurança dos atletas não é prioridade? Já tivemos vários alertas. A vida vale mais ! Espero que não aconteça com nenhum de nós. Eu não me sinto confortável treinando e competindo em lugares assim!

Ein Beitrag geteilt von Italo Ferreira 🇧🇷 (@italoferreira) am

Abschließend stellt sich natürlich nun die Frage, wie die Veranstalter weiter vorgehen sollen? Sollte der Contest gecancelled werden? Ohne Frage sollte die Sicherheit der Sportler an erster Stelle stehen, doch gegen manche Naturereignisse ist man einfach machtlos. Die Profisportler gehen Tag täglich surfen und das nicht nur an Spots, die als safe gelten. Jeder Spot beherbergt seine ganz individuellen Risiken, in West-Australien oder auch in Südafrika sind es die Haie, in Teahupo’o ist es das seichte Riff. Kein Profi hat sich jemals darüber beschwert, dass das Riff zu seicht ist und dementsprechend die Surfer nicht sicher sind. Die Frage ist vielmehr, wo wird die Linie zwischen zu gefährlich und noch im Rahmen gezogen?

Carissa Moore Steph Gilmore credit: WSL / Cestari

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