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credit: WSL / Keoki

International

Hawaiian Pro: Frederico Morais siegt, die Zuschauer verlieren

Der Finals Day des Hawaiian Pro wurde gehyped, die Vorhersage sah vielversprechend aus – doch dann kam alles anders...

Den Rahmen für den Finals Day beim Hawaiian Pro 2019 hätte man nicht besser gestalten können. Die Vorhersage für Haleiwa prognostizierte Wellen in der Zehn-Fuß-Range mit Offshore-Winden. Mit im Finals Day dabei: Kelly Slater! Ein perfekter Tag für die Finals des ersten Contests der Vans Triple Crown.

Oder etwa nicht?

Ethan Ewing credit: WSL / Heff
Ethan Ewing credit: WSL / Heff

Inkonsistente Bedingungen

Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich tagelang auf etwas freut und es dann die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen kann? Eine 0:3-Niederlage im Stadtderby oder – der Klassiker – die völlig misslungene Silvesterparty. Die meisten Heats des Finals Day haben genau dieses Gefühl in uns ausgelöst: Die vorhergesagten Zehn-Fuß-Bomben zeigten sich nur äußerst selten und die kleineren Setwellen waren ebenfalls rar und ein bisschen zu klein, um Haleiwa zum Scheinen zu bringen. Das Ergebnis daraus war wenig Action und viel Langeweile.

Die Surfer hatten meist nicht einmal die Möglichkeit, sich mit zwei soliden Wellen einen Score zu ersurfen. Und so war es auch in beiden Heats mit Kelly Slater. Sowohl das Quarter- als auch das Semi-Final mit dem GOAT waren extrem slow. Dabei hatt Kelly im Viertelfinale erst Glück, catchte die beste Welle des Heats und surfte sie in Slater-Manier. Im Semi-Final kam alles anders: Ehe er eine Welle mit Score-Potenzial fand, war der Heat schon zu Ende – Nervenkitzel geht anders.

Kelly Slater credit: WSL / Keoki
Kelly Slater credit: WSL / Keoki

Pechvogel Wade Carmichael

Obwohl die Vorhersage nicht richtig eintrat und große Setwellen eher rar waren, schaffte es der Australier Wade Carmichael zwei Boards in einem Heat zu zerstören. Sein Problem: Er hatte nur ein Backup-Board mit an den Strand genommen. Nachdem er also sein Backup-Board snappte, verbrachte er erst einmal gute acht Minuten seines Heats damit, ein neues Board zu organisieren. Um die Dinge zu beschleunigen war er schon fast mit dem Surfboard von seinem Landsman Connor O’Leary auf dem Weg ins Line-Up. Doch dann kam der neuseeändische Surfer Ricardo Christie noch mit einem weiteren Board von Wade um die Ecke und Connor musste sich keine Sorgen um sein Board machen. Die zwei zerstörten Boards kosteten Wade über zehn Minuten, also über ein Drittel seines Halbfinal-Heats. Die Zeit die ihm blieb reichte nicht aus, um den Einzug ins Finale zu schaffen. Irgendwie passend für diesen Tag.

Wade Carmichael credit: WSL / Keoki
Wade Carmichael credit: WSL / Keoki

Frederico Morais gewinnt Hawaiian Pro

Am Ende war es Frederico Morais, der den Hawaiian Pro Contest für sich entscheiden und sich gegen Ethan Ewing, Leo Fioravanti und Matthew McGillivray durchsetzen konnte. Der Portugiese konnte sich dank einer klugen Strategie und sicherem Surfen gegen die Konkurrenz durchsetzen. Er pushte sein Surfen nicht bis ans Limit, surfte pro Heat nicht mehr als nötig und nutze seine Priority klug, während die anderen Surfer entweder zu ungedulig oder zu aggressiv surften. Der Sieg beim Hawaiian Pro ist übrigens auch Kikas‘, wie der Portugiese auch genannt wird, Ticket zurück auf die Dream Tour im nächsten Jahr. Er hat sich sicher qualifiziert.

credit: WSL / Keoki
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Welcome Back on Tour!

Neben Frederico „Kikas“ Morais, konnten sich auch die Brasilianer Yago Dora und Caio Ibelli wieder für die Championship Tour im Jahr 2020 qualifizieren. Damit sind diese drei Surfer bereits sicher mit dabei, wenn die WCT nach über 20 Jahren wieder Halt in G-Land macht.

Frederico Morais credit: WSL / Heff
Frederico Morais credit: WSL / Heff

On to the next

Bereits heute Abend unserer Zeit sollte der Vans World Cup am Sunset Beach starten. Der zweite Stop der Vans Triple Crown of Surfing Contest Serie ist gleichzeitig das letzte große Event der Qualifying Series der WSL im Jahr 2019 und wird über die noch 7 offenen Plätze für die Championship Tour im nächsten Jahr entscheiden. Auch John John Florence hat seine Teilnahme für den Vans World Cup angekündigt und würde somit nach seiner Knieverletzung sein Comeback feiern. Aktuell steht er jedoch nicht auf der Startliste, es bleibt also spannend, ob John wirklich schon fit genug ist.

Falls das Event heute startet, findet ihr den Livestream wie immer auf der Homepage der WSL.

Frederico Morais credit: WSL / Heff
Frederico Morais credit: WSL / Heff
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