Der Auftakt zum Western Australia Margaret River Pro 2026 hätte kaum intensiver ausfallen können. Bei Stop Nummer zwei der diesjährigen Championship Tour legte die World Surf League einen historischen Opening Day hin. Insgesamt 28 Heats wurden durch das Overlapping-Format durchgezogen so viele wie noch nie an einem einzigen Wettkampftag.
Bei sechs bis acht Fuß hohen Wellen zeigte sich der Main Break von Margaret River von seiner druckvollen Seite und bot perfekte Open-Ocean-Bedingungen für die Weltelite. Das Ergebnis war ein Tag voller Highscores, Power-Surfen und spannender Duelle.

Robinson revanchiert sich im Olympia-Rematch
Eines der Highlights des Tages war das Wiedersehen zwischen Jack Robinson und Kauli Vaast. Die beiden standen sich bereits im olympischen Finale von Paris 2024 gegenüber damals mit dem besseren Ende für Vaast.
Diesmal drehte Robinson den Spieß um und holte sich den Heat-Sieg vor heimischem Publikum. In einem engen Duell mit mehreren Führungswechseln setzte sich der Westaustralier am Ende mit nur 0,37 Punkten Vorsprung durch. Für Robinson ein wichtiger Schritt nach einem enttäuschenden Start in Bells Beach.
In Runde drei wartet nun mit Gabriel Medina direkt die nächste Herausforderung.
Igarashi setzt das Ausrufezeichen des Tages
Für die beste Einzelwelle des Tages sorgte Kanoa Igarashi. Der Japaner sicherte sich eine starke 8,50 und zeigte flüssige, kraftvolle Turns auf den langen Wänden von Margaret River.
Nach einem verhaltenen Start fand Igarashi erst spät in den Rhythmus, konnte sich dann aber klar gegen Eli Hanneman durchsetzen. Seine Anpassungsfähigkeit im Heat unterstreicht einmal mehr seine Klasse auf der Tour.

Moore stark, Gilmore erneut raus
Bei den Frauen setzte Carissa Moore ihren positiven Trend fort. Die fünfmalige Weltmeisterin kehrte nach ihrer Pause mit solidem Surfing zurück und sicherte sich mit zwei Sechser-Wellen den Einzug in die nächste Runde.
Ganz anders verlief der Tag für Stephanie Gilmore. Die achtfache Weltmeisterin musste sich erneut früh verabschieden. In einem knappen Heat unterlag sie der jungen Kanadierin Erin Brooks, die sich mit einer taktischen Umstellung auf die linken Wellen den Sieg sicherte.

