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Karlee Mackie

Sie lebt ein Leben, wie wir es uns alle wünschen. Die in der Nähe von Sydney lebende 25-jährige Karlee Mackie ist von der Natur gesegnet. Sie ist Model, eine ausserordentlich gute Surferin und Künstlerin. So viel Glück nimmt sie aber nicht für selbstverständlich.

Surfers: Karlee, in Down Under kennen dich die Leute als sehr gute Surferin, begnadete Künstlerin und Umweltaktivistin. Hier in Deutschland kennen dich sicher noch nicht so viele, daher beschreib dich doch mal kurz selbst.
Karlee: Ich bin ein rastloser, neugieriger Quälgeist, der alles hinterfragt und alles wissen will. [lacht]

Was weisst du über uns Deutsche? Warst du schon mal hier?
Nein, leider noch nicht. Aber meine Kusinen haben deutsches Blut und der Mann meiner besten Freundin auch, die sind alle cool! [lacht] Die waren auch alle schon mal in Deutschland und liebten es!

Inzwischen surfen hierzulande immer mehr Mädels. Wie, denkst du, sieht das Frauen-Surfen in zehn Jahren aus?
Wow, zehn Jahre, das ist eine lange Zeit, schwer zu sagen. Wenn ich auf die letzten zehn Jahre schaue, hat sich das Frauen-Surfen so ungemein stark entwickelt und die neue Generation junger Mädchen sind eine ganz andere Liga. Ihre Einstellung, ihre Technik und ihr Style sind unglaublich kraftvoll und positiv! Daher bin ich sehr gespannt, was da in der Zukunft kommen wird.

Auf welche deiner Leidenschaften konzentrierst du dich im Alltag am meisten: auf das Surfen oder das Malen?
Das schwankt täglich, beides hat seine guten und seine schlechten Tage. Ich versuche, jeden Tag surfen bzw. im Ozean schwimmen zu gehen, aber wenn die Wellen nicht so gut sind oder ich müde bin, gehe ich in der Regel runter zum Rusty- Office. Dort habe ich ein kleines Studio, wo ich malen oder an meinem Buch arbeiten kann, das ich bald veröffentlichen will. Es gibt immer kleine Projekte, die mich busy und motiviert halten.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Kunst?
So genau weiss ich das gar nicht. Manchmal aus Magazinen, aber meistens nehme ich einfach einen Pinsel in die Hand und lege los, ohne mir gross vorher Gedanken zu machen.

Kannst du deinen Lebensunterhalt mit der Kunst verdienen?
Ich verkaufe zwar auch einige Bilder hier und dort, aber die meisten verschenke ich an meine Freunde. Ich könnte vom Verkauf allein nicht wirklich gut leben, aber das war auch nie mein Ansporn. Dieses Jahr sieht es aber etwas besser aus. Ich bin gerade dabei, ein Café in Sydney zu gestalten und zu bemalen. Ausserdem hat mich das „Yen Magazin“, ein Kunstmagazin für Frauen, unter ihre besten 120 Künstlerinnen aufgenommen, was mir viel bedeutet. Die gezeigte Kunst wird später in einen grossen Bildband mit aufgenommen. Ich bin echt gespannt, wie sich das entwickelt!

Als Profi-Surferin bist du ständig in der Weltgeschichte unterwegs. Bist du auf deinen Reisen jemals in Schwierigkeiten gekommen, in die du als Mann wahrscheinlich nicht geraten wärst?
Nein, ich könnte mich jetzt nicht daran erinnern, je in eine solche Situation geraten zu sein. Es läuft zwar nicht immer alles glatt auf Reisen, aber ich hatte auch immer viel Glück. Zum Beispiel, als ich David Rastovich zu einer Protestaktion nach Japan gefolgt bin. Wir wollten ein Zeichen setzen gegen das Abschlachten von Delfinen, was dort immer noch geschieht. Der Trip begann damit, dass ich am Flughafen ankam, aber da ich schlecht im Organisieren bin, hatte ich vergessen, mir Namen und Telefonnummer meines Hotels aufzuschreiben. Ich hatte auch kein Geld und kam nachts um elf Uhr an. Keine gute Ausgangsposition, kann ich euch sagen… Das Einzige, was auf Englisch ausgeschildert war, war Osaka North und Osaka South. Glücklicherweise sah ich nach 40 Minuten des ratlosen Umherirrens einen Trupp junger Leute mit Surfbrettern. Ich fragte sie sofort, ob sie auch wegen Rastas Delfinkampagne dort wären, und sie waren es. Ich hatte so ein Schwein! Ich bin dann einfach mit zu ihnen ins Hotel. Man muss nur fest genug daran glauben, dass alles immer gut ausgeht, dann passiert das auch!

Du setzt dich gerne für die Umwelt ein. Was genau machst du?
Ich bin so erzogen worden, grossen Respekt vor der Natur zu haben, und beteilige mich halt an solchen Rastovich-Aktionen. Aber es geht bei mir jetzt nicht so weit, dass ich zum Beispiel rausgehen und die Antarktis auf Umweltveränderungen erforschen würde – obwohl ich darauf Lust hätte. In erster Linie tue ich Dinge, die wir alle können. Ich versuche, meinen Müll so gering wie möglich zu halten. Ich recycle, schmeisse keinen Müll in die Umwelt und hebe Müll auf, wenn irgendwer ihn am Strand liegen gelassen hat. Ausserdem kaufe ich nicht bei Firmen, die Massentierhaltung unterstützen. Also alles eigentlich ganz einfache und selbstverständliche Dinge, die viel bezwecken können, wenn wir uns alle daran halten.

Wenn du auf dieser Erde eine Sache ändern könntest, aber wirklich nur eine, was wäre das?
Dann würde ich diesen übermässigen und überflüssigen Konsum stoppen. Ich glaube, dass der die Gesellschaft vom Glücklichsein fern hält.

Durch deinen Lifestyle bist du ein Vorbild für viele Mädchen da draussen. Um die Welt besser zu machen, was würdest du ihnen mit auf den Weg geben wollen?
Finde heraus, wer du wirklich bist, und folge mit deinem neuen Selbstbewusstsein deinem Herzen und deinen Träumen. Lebe dein Leben bewusst und denke nicht zu egoistisch. Das Leben ist nicht immer nur Sonnenschein; wenn es dir also mal schlecht geht, denk immer daran, dass es auch wieder bergauf geht, und bleib optimistisch. Du hast immer die Wahl und dein Glück meist selbst in der Hand!


»Wenn ich auf die letzten zehn Jahre schaue, hat sich das Frauen-Surfen so ungemein stark entwickelt und die neue Generation ju
»Wenn ich auf die letzten zehn Jahre schaue, hat sich das Frauen-Surfen so ungemein stark entwickelt und die neue Generation ju

Wenn du ein Tier wärst, welches wäre es?
Eine schwimmende Katze.

Und wenn du eine Pflanze wärst?
Aloe Vera, das ist so schön entspannend.

Welches Essen wärst du?
Na ja, einige Leute sagen, ich wäre ’ne Nuss, also wäre ich gerne eine Cashewnuss.

Und wenn du ein Politiker wärst?
Auf jeden Fall Barack Obama! Yes we can!

Welches Buch wärst du?
Mein eigenes, wenn es fertig ist.

Wenn du ein Gemälde wärst?
Eins, das mein Vater gemalt hat.

Und wenn du ein Film wärst?
Der Film „The Notebook“. Ich bin verrückt nach Liebesfilmen!

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