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Special

Rip Curl Pro Search

Zwischen der letzten Ausgabe und dieser ist viel Wasser unter Marlon Lipke hindurchgeflossen. Was während dieser Zeit in seinem Leben alles passiert ist, erzählt er uns hier.

Hallo allerseits! Wünsche euch ein frohes neues und Surfers möchte ich natürlich ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren – auf weitere 15 Jahre! Nun haben wir uns ja eine Weile nicht mehr gesprochen und deswegen möchte ich wie von Lars befohlen ein bisschen weiter ausholen.

Viele fragen sich sicher, warum ich nicht Pipe gesurft bin. Nun ja, das liegt daran, dass ich mir in meinem Lauf gegen Bede Durbidge beim Rip Curl The Search in Peniche die Bänder im Knie überdehnt habe. Ausgerechnet bei meinem Signature-Turn und ausgerechnet, als ich das zweite Mal im Jahr eine Runde weitergekommen bin – und dann auch noch in Portugal, wo die Stimmung so gut und unheimlich viel Unterstützung am Strand war! Tiago Pires war schon in seinem ersten Lauf ausgeschieden und somit lagen die Hoffnungen der Portugiesen auf mir. Noch nie habe ich in den Straßen und am Strand so viel Zuspruch bekommen wie bei diesem Contest, ich war wirklich überrascht. In meinem ersten Lauf hatte ich bei Molhe de Leste Michel Bourez in relativ kleinen Rights geschlagen, was mich unheimlich motiviert hat, denn Michel ist in solchen Bedingungen nur sehr schwer zu schlagen.

Aber ich hatte mit Quirin eine Taktik besprochen, mich ein bisschen weiter unten auf einen Peak zu konzentrieren, die ich beibehielt, und es zahlte sich aus. Vielleicht wissen es manche unter euch, aber ich war seit Tahiti keine Runde weitergekommen. Dann war in der zweiten Runde Bede dran. Der Contest wurde für diese Runde etwas nördlich von Peniche abgehalten. Die Wellen waren gut, Left und Right Barrels, und ich fühlte mich so gut wie schon lange nicht mehr. Auf meiner ersten Welle ist es dann passiert. Bei einem meiner Carves hat es in meinem Knie Krach gemacht und das war es dann. Diagnose: Bänder im Knie überdehnt, erst mal einen Monat Reha. Ich war danach in Kalifornien bei einem tollen Arzt und habe mich Anfang Dezember trotzdem auf gut Glück nach Hawaii aufgemacht, denn ein kleines Fünkchen Hoffnung hatte ich schon noch. Aber leider war ich einfach nicht fit genug. Als Pipe losging, hatte ich immer noch Schmerzen und wollte einfach nichts riskieren. Auf Hawaii habe ich dann weiter trainiert. Über Neujahr bin ich mit Tiago und ein paar Freunden nach Bali, um in warmem Wasser und easy Wellen langsam wieder mit dem Surfen zu beginnen.

Am 10. Januar ging es von Bali nach Amsterdam. Nein, nicht wegen der Tulpen und Grachten, sondern weil ich einen neuen Vertrag unterschrieben habe. Mein neuer Hauptsponsor heißt Protest! Ich bin superglücklich, denn bei Protest habe ich endlich mal wieder das Gefühl, dass ein Hauptsponsor 100-prozentig hinter mir steht. Ich kann mich im Marketing mit einbringen und werde den Jungs auch helfen, ihr Team auszubauen, und ihnen bei Fragen, was das Surfen angeht, tatkräftig zur Seite stehen. Ich bin auch schon dabei, eine Boardshorts zu designen – super stoked!

Nach Amsterdam ging es erst mal wieder nach Hause. Quirin war auch bei mir unten und wir haben für Protest ein paar Fotos gemacht, die ihr hoffentlich bald in den Magazinen sehen werdet. An meinem Knie habe ich währenddessen immer weiter gearbeitet und mittlerweile bin ich wieder fit. Ich habe auch angefangen, Pilates zu machen – tut mir unheimlich gut.

Dass ich mich nicht wieder für die Dream Tour qualifizieren konnte, wisst ihr wahrscheinlich schon. Es war ein hartes Jahr, aber ich habe unheimlich viel dazugelernt. Ich weiß, dass ich es nur dann schaffen kann, wenn ich noch mehr an mir arbeite. Ich muss mein Surfen ausbauen. Power und Kraft sind wichtig, aber heutzutage geht es einfach nicht ohne Airs und Innovation. Die Punktrichter wollen auf einer Welle das gesamte Repertoire sehen.

Jetzt bin ich schon wieder auf dem Weg zu meinem ersten WQS Contest in Brasilien. Es geht auf die Insel Fernando de Noronha: warmes Wasser, Barrels… Ich freue mich schon sehr und bin unheimlich motiviert. Von Semente habe ich ein paar tolle Bretter bekommen, es kann also losgehen.

Ach ja, falls ihr Lust habt, ich habe jetzt eine offizielle Facebook-Fanpage (die mit dem Schwarz-Weiß-Porträt von mir – es gibt nämlich noch eine andere, aber die ist nicht von mir). Da könnt ihr ja mal vorbeischauen. Ich versuche, sie so gut wie jeden Tag upzudaten. So wisst ihr immer genau, was ich treibe.

Also, dann sage ich mal bis zur nächsten Ausgabe! Ciao, Marlon

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