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Special

Quik Pro – France

Adrian Buchan schlägt im Heat seines Kelly Slater im Finale des Quiksilver Pro France. Er verhindert dessen verfrühten WM Titel und gewinnt seinen ersten WCT Titel. Und nicht nur das! Er gewinnt auch unsere Freundschaft. Wir begleiteten ihn bei den beiden grossen Tourstopps durch Europa und baten ihn uns seine Eindrücke zu Papier zu bringen. Und da es immer gut ist Schreiberlinge auf seiner Seite zu haben, die fit genug sind dem Weltmeister auch mal ordentlich in den Arsch zu treten, angegierten wir Adrian gleich fest für 2009. Er wird ab jetzt für uns regelmässig Updates von der Tour schreiben und uns so einen noch exklusiveren Einblick in das Leben auf Tour geben! Daher überlassen wir hier Adrian das Wort um sich selbst vorzustellen.

Er wird ab jetzt für uns regelmässig Updates von der Tour schreiben und uns so einen noch exklusiveren Einblick in das Leben auf Tour geben! Daher überlassen wir hier Adrian das Wort um sich selbst vorzustellen.

Die Vorfreude

Der farbenfrohe Kontinent… ahhh. Das erste Mal kam ich im Frühling 2001 als 18 jähriger Grommet nach Europa. Es war ein Trip, von dem ich träumte, seit dem ich das surfen von meinem Dad an der Ostküste Australiens lernte. In OZ aufzuwachsen ist ein Privileg, das ich gegen nichts in der Welt eintauschen würde.

Der Lifestyle, die grossartigen Wellen, tägliche BBQs und,… ach ja, Vegemite! Aber wenn dein Traum ist Prosurfer zu werden, dann musst du deinen Local Spot verlassen und den Horizont überqueren. Auf Europa hatte ich mich dabei immer am meisten gefreut. Die Kultur, das Essen, die grossen Städte, die Geschichte, die selbstbewussten Frauen und natürlich… die Wellen. Inzwischen war ich schon einige Male hier und freute mich riesig auf den diesjährigen Quik Pro. Die ersten Runden gingen schnell und erfolgreich über die Bühne.

Der Finaltag

Die Contestarea während jeden Events ist voller Energie. Coaches, Freundinnen, Ehefrauen, Kinder, Manager und natürlich super konzentrierte Surfer, rennen durch die Gegend. Es ist eine komische Mischung, und wenn ich kann, versuche ich mich von dem ganzen zu distanzieren. Auch wenn man sich versucht auf sich zu konzentrieren, bekommt man von den herausragenden Surfern genug mit. So wie Dane Reynolds, der mit Abstand der beste Surfer an diesem Morgen war. Wenn er im Wasser ist, flippen die Zuschauer aus, und das zu recht. Ohne ihn wird was auf der Tour fehlen. Der Tahitianer Michel Bourez sorgte kurz danach für den höchsten Heat Score des Events in einem spektakulären Heat gegen Bede Durbidge in Runde drei. Auch Adriano de Souza bewies erneut seine Stärken und konnte erst von Kelly im Halbfinale gestoppt werden. Die Surfer, die bis ins Viertelfinale kamen, waren alle ernsthafte Bedrohungen. Im Grunde waren wir aber alle nur Statisten, denn alle schauten, was Kelly machte und ob er sich seinen neunten WM-Titel seiner Karriere bereits hier holen würde. Auch davon versuchte ich mich nicht zu beeinflussen. Meine Boards fühlten sich gut an, daher versuchte ich in meinen Heats nicht all zu viel nachzudenken und locker zu bleiben. Ich hatte einen super Heat gegen Dane im Viertelfinale und noch mal einen Guten im Halbfinale gegen Damien Hobgood. Und bevor ich es realisierte, stand ich tatsächlich im Finale gegen Kelly und war somit im wichtigsten Heat des Jahres.

Natürlich wusste ich, gegen wen ich da surfte und um was es hier ging und das es mein erstes Finale auf der CT war, dennoch war für mich in dem Moment Kelly nur irgendein Typ in einem roten Lycra. Ich fühlte mich entspannt und ready to surf. Ich hatte genug Selbstvertrauen durch meine starken Heats zuvor gesammelt und wusste, dass der Druck auf Kellys Schultern lag. Ich konzentrierte mich und versuchte die ganze Szenerie zu geniessen, was mir auch gelang. Dieses ganze Finale wird für immer in meinen Erinnerungen bleiben. Ab der Hälfte des Heats brauchte Kelly zwei hohe Wertungen, während ich mit einer acht und einer sieben entspannt zusehen konnte, wie der Wind immer starker wurde und die Tide raus ging. Kelly legte dann noch mal die höchste Wertung des Finales hin, eine hohe acht, brauchte aber immer noch eine gute sieben um hier Geschichte zu schreiben. Die letzten fünf Minuten waren die längsten in meinem Leben und das Warten auf die Punkte seiner letzten Welle brachte mich fast um.

Als dann aber endlich die erlösende Sirene ertönte wurde ich von meinen Emotionen überrascht. Von deinen besten Freunden auf den Schultern getragen zu werden, weil du einen WCT gewonnen hast, ist der Grund warum wir auf der Tour sind. Dabei auch noch gegen Kellys in seinem wichtigstem Heat seines Jahres gewonnen zu haben werde ich noch meinen Enkelkindern können. Ich liebe diesen Sport. Ich wünsch euch allen einen guten nächsten Surf und wir hören uns ab jetzt öfter! Ich freu mich, euer ACE!

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