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Special

Roxy Jam

Zum Roxy Jam Mitte Juli sollte man besser nicht mit seinem Freund an die französische Atlantikküste nach Biarritz fahren. Ich würde es definitiv nicht tun! In diesem Zeitraum verwandelt sich der kleine Küstenstreifen an der Côte des Basques zum Östrogen- und Beauty-Pool und das Aufkommen von schönen Frauen pro Quadratmeter ist höher als während des gesamten Karnevals im brasilianischen Rio.

Der Roxy Jam, die ASP-Longboard-Weltmeisterschaft der Frauen, wurde dieses Jahr erfolgreich zum zweiten Mal ausgetragen. Vom 11. bis 16. Juli kämpften knapp 40 internationale Surferinnen sechs Tage lang um die mit 5.000 US-Dollar dotierte Longboard-Krone. “Frauen sind die Zukunft des Surfens”, sagt Maritxu Darrigrand, die Marketing-Managerin von Roxy Europe. Verdammt, ja! Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Mädels als hübsches Zierwerk an den Stränden der Surf-Spots aalten, aufgeregt in die Brandung blinzelten und freundlich grinsten. Wenn dieses Bild heute noch zu erblicken ist, dann lediglich in den Pausen zwischen den Heats – bevor sie dann mit salzverkrusteten Haaren wieder selbst in den Line-up paddeln.

Es ist diese spezielle Mischung aus sonnengebräunter Haut, ausgeblichenen Haaren, nassen Neoprenanzügen und dem erschöpften, aber absolut zufriedenen Lächeln in ihren Gesichtern, die diese Frauen so unfassbar sexy macht. Und selbstverständlich ihr Erfolg, ihre Leistung, die beeindruckend ist. Hat man eine Kassia Meador schon mal elfenhaft auf der Nose balancieren sehen oder einer bis zur Zehenspitze durchtrainierten Crystal Dzigas bei ihren Moves auf einem gigantischen Brett zugeschaut, bleibt einem manches Mal bewundernd der Mund offen stehen.

Es ist Profession, Technik, Eleganz, alles in Einem.

Aber nicht nur die grossartigen Surferinnen lockten die Zuschauer in dieser Woche an die Strandpromenade des französischen Seebads. Mit einem leckeren Kaltgetränk und einem Roxy-Strohhut ausgestattet, schlenderte ich mit knapp 500 anderen Surf-Touristen über die Flaniermeile und lächelte tapfer und so selbstbewusst wie nur möglich den internationalen Schönheiten entgegen. Als kleine Flucht rannte ich in das Roxy-Art-Zelt, das sich als wahre Oase der Inspiration entpuppte. Über 80 verschiedene Kunstwerke luden zum Verweilen ein: Malerei, Installationen, Skulpturen, Fotografie… surf-inspirierte Kunst in seiner authentischsten Form. Roxy legt viel Wert auf jene Echtheit, die Wahrheit im Werk, den Transfer eines Lebensgefühls. Alle ausstellenden Künstler leben das Leben im und am Meer. Besonders erwähnenswert ist auch Roxys Engagement im Kampf gegen Brustkrebs. Die Ausstellung und Organisation “Keep a Breast”, zu deren Förderern Roxy gehört, hatte auch dieses Jahr erneut Raum im Art-Zelt gefunden. Für einen guten Zweck, versteht sich. Alle ausgestellten Frauenbüsten (einige davon waren Abdrücke der Körper der teilnehmenden Pro-Surferinnen) wurden von ausgewählten Künstlern liebevoll gestaltet und anschliessend an den Meistbietenden versteigert. Selbstverständlich floss der Gesamterlös in die Spendentöpfe der Hilfsorganisation.

Und allen, denen es im Zelt zu arty, zu wohltätig oder gar abstrakt war, boten die Veranstalter direkt auf dem Contest-Gelände etliche musikalische Specials. Das französische Pop-Punk-Duett Pravda, Roxy-Jam-Dauerbrenner DJane Chloé und die brasilianische Combo CSS (Cansei de Ser Sexy) haben Biarritz’ Beach-Feeling mit feinsten Tunes untermalt. Letztere haben selbst den letzten Kulturbanausen vor Ort den Hüftschwung gelehrt. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber diese Girls waren richtig heisssss…

Zurück zum Wasser

Gewonnen hat die quirlige und rotzfreche Jennifer Smith. Die 21-jährige Amerikanerin überzeugte die Jury und beförderte kurzerhand die heisseste Anwärterin auf den Sieg, Lokalheldin Justine Dupont, auf Rang zwei. Man hat es ihr gegönnt, selbst die französischsten Franzosen haben wohlwollend und anerkennend zugeben müssen, dass Jennifer ihren Sieg verdient hat. Keine hat so souverän manövriert und balanciert wie sie, niemand so kraftvoll gepaddelt und die Wellen so elegant geritten wie sie – und am Ende hätte niemand so schön kreischend den teuren französischen Champagner schütteln können wie sie. Ach, und wahrscheinlich hätten die klebenden bunten Konfettireste an keinem anderen Hintern besser ausgesehen…

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