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Special

Da Dorad Michi: 8te is

Servus ihr Flachwassersurfer,

Der Sommer steht vor der Tür- oder hat sie eher mit einer Feuerwehraxt zerdeppert und sie dann eingetreten, wenn ich mir so die Crowds im Englischen Garten und an der re-denaturierten Isar anschaue. Was bedeutet das für uns deutsche Surfer?
Nun, zu aller erst bedeutet das, dass die Swells an Europas Küsten weniger Schmalz haben werden. Dafür schon mal Danke! Sommer. Es bedeutet auch, dass die Crowds an den selbigen mehr werden. Wohooo! Dann steigt noch die Sonnenbrandgefahr, die Feinstaubbelastung und der Bierpreis. Ich werde mir unzählige teigig- weiße Oberschenkel anschauen müssen, bevor ich einen (dann aber meistens noch einen zweiten) durchtrainiert- braunen zu sehen kriege, weil erstere leider in der Mehrzahl sind.

Und doch: ich mag den Sommer. Es ist die Jahreszeit, in der ich mir am besten raushängen lassen kann, dass ich Surfer bin. Ich kann jeden Tag mit einer meiner 267 Boardshorts rumlaufen, in jedes Gewässer, das sich mir in den Weg stellt, springen wie ein 6 Monate alter Labrador und ich kann alle meine unter die Haut gestochenen Souvenire (Tattoos ihr Schnellmerker) zur Schau stellen. Des Weiteren werde ich mich nur noch von Sachen ernähren, die über offenem Feuer in Wassernähe zubereitet wurden.

Ich merke auch bereits wie mein Testosteronspiegel mit Zunahme der UV-Strahlung ansteigt und sich auf epische Schlachten mit den Armeen von Östrogen einstellt. Schließlich ist der Sommer der perfekte Monat um ganz beiläufig Sätze in Gespräche einfließen zu lassen wie:
“Yep, ich bin Surfer.“
„Juli? Da kann ich nicht- da bin ich surfen.“
„Ja doch, Surfer sind wirklich die besten im Bett.“

Kurzum- der Sommer gibt dem Surfer an sich erst seine Daseinsberechtigung. Und was macht es schon, dass es am Hinterdupfinger Baggerweiher keine Wellen hat, wenn man bei 32 Grad gut gebräunt paddeln geht, um sich auf die nächste Session Padang Padang vorzubereiten?

So, ich muss jetzt zum Friseur und mir noch ein paar blonde Strähnenlichterchen in die Teile meines Haupthaares machen lassen, die ich als wichtiger als andere erachte.

Servus beisammen,
Euer Dorad Michi

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