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Special

Da Dorad Michi: OLYMPIA

Servus ihr Badewannen-Surfer,
Der Dorad hat sich einfach nur mal so Gedanken gemacht und wieder ein Argument gefunden, warum Surfen eigentlich so ein geiler Sport ist.

Es ist nicht olympisch. Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin. Wenn ich mir anschaue, was mit den Snowboardern in dem Zusammenhang abgezogen wird, bekommt man da echt Mitleid. Kurze Zusammenfassung: Wenn man als Snowboarder (Halfpipe und demnächst sogar Slopestyle) bei Olympia mitmachen will, muss man sich über FIS-Events qualifizieren. Die FIS ist so ein Dachverband für Skisportarten (Biathlon, Slalom, Abfahrt usw.). Es gibt zwar auch eine Tour für Freestyle-Snowboarder, die TTR, aber die ist nur für 99,5 % Prozent der relevanten Freestyle-Contests verantwortlich. Um die restlichen, olympiarelevanten 0,5% kümmert sich die FIS, die jahrzehntelange Beziehungen mit der olympischen Gomorra, äh Komitee, hat. Da geht es natürlich nur und ausschließlich um Kohle. Den Snowboardern wird ihr Sport weggenommen, durch den Marketinghäcksler gedreht und hinten kommt dann ein massenkompatibler Zombie raus. Jaaa, sagen dann die Soulsurfer unter euch, dann sollen die Brettlrutscher doch ihren Sport verteidigen und Olympia boykottieren. Das würden auch einige ganz gerne, aber ihre Sponsoren haben da durch die Bank was dagegen, weil Olympia einfach eine Plattform ist, die es so nicht nochmal gibt. Wenn du also weiterhin vom Snowboarden leben willst, machst du bei der Geschichte mit. Und weil es ein einmaliges Erlebnis ist, vielleicht auch noch. Wie würde eine analoge Geschichte beim Surfen aussehen? Das olympische Komitee überlegt Surfen olympisch zu machen. Lassen wir einfach mal die Tatsache außen vor, dass man in Städten wie London (noch) keine anständigen Surfcontests abhalten kann. Die komplette Surfindustrie befleckt ihre hypermodernen ultrastretch Boardshorts und wittert eine riesige Umsatzexplosion. „It´s the Olympics, bro!“

So, wer entscheidet jetzt, welcher Surfer da hin darf. Eine Möglichkeit wäre, einfach das aktuelle ASP-Ranking zu nehmen und die bestplatzierten Surfer einzuladen. Jetzt hat die ASP aber keinen so guten Draht zur olympischen Cosa Nostra, äh Komitee, dafür aber der deutsche Kanuverband. Der freut sich natürlich über die Aufgabe die weltbesten Surfer für Olympia ermitteln zu dürfen, auch wenn sie keinen Plan haben davon wie. „Surfer sind doch die, die immer bei Hochwasser bei unseren stehenden Wellen aufkreuzen.“, denken sie sich. Und weiter: „Da gibt´s doch diese stehende Welle in München, wo sie uns Kanufahrer nicht hinlassen die blöden Surfer. Lass da die Quali machen.“ Das Ranking der Olympiaqualifikation dürfte dann in etwa so aussehen, wie das des letzten FUS-Jams.

Aber im Endeffekt ist es egal wie ermittelt wird, wer zu Olympia fährt. Der Weltöffentlichkeit würde so oder so ein Bild von Surfen präsentiert, das so abstrahiert wäre, wie ein Picasso-Bild. Ich wiederhole mich: Man kann nur beten, dass unser Sport nie olympisch wird, auch wenn die olympische Idee ja mal ganz nett war. Und sollte es wirklich mal angedacht werden, rufe ich hiermit schon mal präventiv zum offenen Straßenkampf auf. Locals die ihre Spots und somit ihren Sport mit Baseballschlägern verteidigen, sind dann genau das, was wir brauchen.

So, ich schau jetzt Biathlon. Magdalena Neuner ist ja schon ganz süß.
Euer Michi

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