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Special

Da Dorad Michi: Wieder wach geschüttelt

Servus ihr Neopisser,

Ihr habt es vermutlich mitgekriegt, dass in Bali neulich mal wieder die Erde ein wenig geruckelt hat. Und nachdem wir schon Infos aus erster Hand von diesem Ereignis gekriegt haben (LINK) komm ich jetzt nicht umhin auch von einer kleinen Erdbeben-Episode aus meinem Surftraveler-Leben zu berichten.
Das ganze passierte in Mexiko. Die Wellen waren ausnahmsweise wirklich nicht der Rede wert und wir waren eigentlich auch ganz froh darüber, da der Swell der letzten Tage unsere Arme in allzu teigige Spagetthi verwandelt hatte. In dem Teil von Mexico, in dem wir uns befanden, war nun das Freizeitangebot bei Wellenmangel recht eingeschränkt und auf noch mehr Fischen und nachmittägliche Besäufnisse hatten wir bei Leibe keinen Bock mehr. Wir hörten dann abends am Lagerfeuer von ein paar Leuten, die man mit Fug und Recht als Hippies bezeichnen darf, von diesem Dorf im Hinterland, das das beste Peyote Mexikos anzubieten hatte. Für euch straighten Typen, die ihr nicht mal wisst was Ganja ist: es handelt sich dabei um eine Kakteenart, die, ähnlich gewissen Pilzen, eine psychedelische Wirkung entfalten. Aus diesen Kakteen wird auch Meskalin hergestellt, wegen dem sich die Jungs aus „Fear and Loathing in Las Vegas“ die Seele (und Lachs) aus dem Leib kotzen.
Ich machte mich also mit einem surfenden Tätowierer aus Berlin und einer esoterisch angehauchten Schweizerin auf den Weg zu diesem ominösen Dorf.
Als wir dort ankamen dauerte es dann auch nur handgestoppte 83 Sekunden vom Verlassen des Taxis zum ersten Dealerkontakt. Wir holten noch ein paar Angebote ein und kauften dann schließlich bei einer alten, verhunzelten Frau, die einen Recht sympathischen Eindruck machte.
Am nächsten Morgen brühten wir uns dann erstmal einen schönen Peyotetee zum Frühstück auf und begaben uns in ein nahegelegenes Waldstück, das uns für die folgende Erfahrung von der Alten weiß Gott warum empfohlen wurde. Das Ganze war dann auch eine recht spaßige Angelegenheit, bis zu dem Moment, als die Droge ihre maximale Wirkung zu entfalten begann und die Erde unter unseren Füßen zu beben anfing. Uns viel es in dem Moment wirklich äußerst schwer dieses Beben als ein solches wahrzunehmen. Zwar fielen rundherum Äste vom Himmel und ein paar Bäume knickten auch ein, aber das war für uns alles kein Grund panisch aus dem Wald zu laufen. Es war dafür ja nur Mütterchen Peyote zuständig waren wir uns sicher. Erst als wir allmählich runterkamen und ins Dorf zurückkehrten, checkten wir, das etwas passiert sein musste, da einige der Häuser arg ramponiert aussahen und alle Einwohner auf der Straße waren und einen recht gestressten Eindruck machten. Erst nach mehreren Erklärungsversuchen der Dorfbewohner, die viel zu schnell und hektisch für unsere weichgekochten Hirne redeten, wurde uns klar, dass wir gerade das erste Erdbeben unseres Lebens erlebt hatten. Wir mussten uns alle drei erstmal hinsetzen.
Aus Angst vor einem Tsunami blieben wir dann noch ein paar Tage länger in dem Dorf als geplant, da die Kommunikation mit der Außenwelt nicht wirklich gut funktionierte und erst nach drei Tagen offiziell Entwarnung gegeben werden konnte.
Alles in allem habe ich also eine recht positive Erinnerung an mein Erdbebenerlebniss: Mega-Adrenalin-Rush und nichts passiert. Das Image von dem Naturereigniss Erdbeben wird dadurch allerdings wohl auch nicht großartig verbessert. Regenbögen und Sternschnuppenregen haben da einfach die Nase vorn.
Ich kreiere jetzt erst mal mein eigenes kleines Erdbeben, indem ich wasche. Meine Waschmaschine schafft nämlich im Schleudergang auch 3,4 auf der Richterskala.

Servus,
Euer Mich

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