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Special

Dorad Michis Tour Wrap-Up

Servus Ihr Wachs-Einsander,
Oft kommt es ja nicht vor, aber wenn, dann muss ein gestandenes Mannsbild auch mal zugeben, wenn es sich geirrt hat. Der QuikPro NY war definitiv eines WCT-Events würdig. Gut, es hätte auch einen Contest geben können, der an einen mittelmäßigen Tag in Scheveningen erinnert hätte, aber die Quiksilver-Jungs haben anscheinend eine Standleitung nicht nur zu Huey, sondern auch zu dessen Kollegen (für was auch immer die zuständig sind). Ich geh mal zusätzlich davon aus, dass ein Herr Slater da vermittelt hat. Da schaufelte Hurricane Irene nämlich erstmal tonnenweise Sandbänke vor Long Beach auf und ihre Schwester Katia sorgte dann dafür, dass diese auch schön mit Swell versorgt wurden. Ergebniss war laut Locals der beste Tag seit Jahren für den Finaltag. Gut, Quiksilver hat auch wirklich nichts dem Zufall überlassen und wirklich alle erdenklichen Faktoren berücksichtigt (von Hurricane-Wahrscheinlichkeiten bis hohe Schmetterlingsaufkommen in Ost-Java) um ihren Event in der statistisch gesehen wellenreichsten Woche des Jahres zu veranstalten. Trotzdem war da eine gehörige Portion Dusel dabei und ich steh da wie ein Depp. Naja, wie sagte mein Großvater: a Guada hoids aus und um an Schlechtn is ned schod. Ich bleib also insgesamt trotzdem dabei, dass CT-Contests generell an geile, exotische Locations gehören, statt in Großstädte.
Was bleibt nach diesem Contest zu sagen? Die erste Hälfte der Tour ist absolviert und zum ersten mal wurde ein Cut durch die Mitte des Feldes gemacht. Diesen Cut fand ein Bobby Martinez schon mal gar nicht fein (check HIER) und auch ein CJ Hobgood zum Beispiel, immerhin ehemaliger Weltmeister, dürfte das ganze nicht gefallen haben, da er sich jetzt auf der WQS wiederfindet.
Wie sieht der Rest der Tour aus? Es wird wohl auf ein recht spannendes Rennen um den Weltmeistertitel hinauslaufen. Das Ranking führt gaaanz überraschend der glatzköpfige Halbgott Kelly Slater an, hat aber einige heiße Titelanwärter am Allerwertesten kleben.
Allen voran Owen Wright, der aus irgendeinem Grund von allen (Reporter, Fans, Pros) aus Versehen (!) ständig Owen Wilson genannt wird. In NY revanchierte er sich für die Finalniederlage in Teahupoo an King Kelly und ist jetzt härtester Verfolger. Schaut man sich das Restprogramm an, dann kann man dem jungen Lulatsch durchaus einiges zutrauen. Dabei ist ein paddelintensiver Contest in Ocean Beach/ Kalifornien, der dem Paddelmonster entgegenkommen dürfte, und der Tourstop in Supertubos/ Peniche, wo er vor zwei Jahren schon als Wildcard den Herrn Slater rausgekickt hat und nur durch ein geplatztes Trommelfell gestoppt wurde. Beides sind Contests, die von seinem Hauptsponsor Rip Curl ausgerichtet werden; vielleicht auch ein Vorteil wenn es hart auf hart kommt. Und dass der Goofyfooter in hohlen, linken Wellen klarkommt hat er ja schon auf Tahiti bewiesen. Deswegen darf man sich auch auf die Pipemasters freuen. Als wichtigsten Punkt seh ich allerdings, dass der Bursch keine Angst vorm Slater Kelly zu haben scheint, wie so ziemlich die ganze restliche Tour. Dazu zähle ich auch Joel Parkinson, der nach einem starken Saisonstart abermals eingeknickt ist, sich allerdings wieder ein bißchen gefangen hat. Ihm würde wohl jeder den Titel gönnen, allerdings scheint der gute Joel schon ein bißchen karrieremäßig gepeakt zu haben. Mit ihm muss man aber trotzdem rechnen. Dann wär da noch an vierter Position Jordy Smith, der in Long Beach wegen seiner Rippenverletzung aus Teahupoo nicht mitgesurft ist. Mal schauen, ob er sich wieder fängt. Ansonsten sind noch der Brasilianer Adriano De Souza und die Aussi-Kombo Josh Kerr, Mick Fanning und Taj Burrow ganz gut im Rennen. Josh Kerr hat in den letzten beiden Contests voll überzeugt und jeweils das Halbfinale bzw das Viertelfinale erreicht (beides mal gegen den Kellyminator rausgeflogen)- das Momentum ist auf jeden Fall auf seiner Seite. Taj Burrow surft wie immer unglaublich gut und verliert unglücklich- wie in NY gegen Kelly Slater, der gegen ihn mal kurz seinen „best contest-air of (his) life“ hingezaubert hat. Der Bayer Vizekusen der Tour. Dann ist da noch Mick Fanning, der schon zweimal bewiesen hat, dass er im Saisonendspurt Gas geben und Weltmeister werden kann.
Als nächstes ist der Contest in Trestles dran und danach sind wir wieder ein bißchen schlauer. Wie sagte ein alter, surfender Buddhistenpriester vor langer Zeit einmal? Schau ma moi, dann seng mas scho.

Servus,
Euer Michi

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