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Eines vorweg: Wenn wir hier darüber sprechen, dass der Klimawandel Sandbänke verschiebt, Surfspots verändert oder uns häufiger Quallen die Session vermiesen könnten, dann reden wir über ein Luxusproblem. Weltweit bedrohen die Folgen der Klimakrise Lebensräume und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Dagegen ist eine Welle, die bei Mid Tide plötzlich nicht mehr funktioniert, ziemlich nebensächlich. Trotzdem ist Surfen unsere Perspektive auf den Ozean. Wir verbringen viel Zeit an Küsten, beobachten Wind, Wetter, Wassertemperaturen und Strände und bekommen Veränderungen dadurch teilweise unmittelbar mit.
Also haben wir uns gefragt: Was bedeutet der Klimawandel eigentlich ganz konkret für uns Surfer?

Vielleicht kennen wir das alle. Der Forecast zeigt Swell, die Periode passt, der Wind auch und trotzdem funktioniert der Spot plötzlich anders als erwartet. Eine Sandbank ist verschwunden, der Strand sieht nach einem Wintersturm oder monatelangem Flatspell komplett anders aus oder die Welle bricht bei einer Tide, bei der sie früher ziemlich zuverlässig funktioniert hat.
Natürlich ist nicht jede schlechte Sandbank Klimawandel. Küsten verändern sich seit jeher, Stürme kommen und gehen und gerade Beachbreaks können innerhalb weniger Wochen völlig anders aussehen.
Doch dahinter läuft eine wesentlich größere Veränderung ab.
2025 lag die globale Durchschnittstemperatur laut Weltwetterorganisation rund 1,43 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die vergangenen elf Jahre waren gleichzeitig die elf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Noch unmittelbarer für uns Surfer: Die Ozeane speichern rund 90 Prozent der zusätzlichen Wärme im Klimasystem und ihr Wärmeinhalt erreichte 2025 einen neuen Rekord.
Wir Surfer verbringen einen ziemlich großen Teil unseres Lebens genau dort, wo viele dieser Veränderungen sichtbar werden: an der Grenze zwischen Land und Meer.



