Lange hatten Softtops keinen besonders guten Ruf. Für viele Surfer waren sie gleichbedeutend mit Anfängerkursen, überfüllten Weißwasser-Zonen und grellen Schaumstoffboards aus der Surfschule. Wer „richtig“ surfen konnte, stieg irgendwann auf ein klassisches Hardboard um, so zumindest die alte Logik.
Doch dieses Bild hat sich verändert.
Moderne Softtops sind längst nicht mehr nur Lern- oder Anfängerboards. Sie sind robuster, vielseitiger und besser geshaped als früher. Einige Modelle funktionieren erstaunlich gut in echten Wellen und selbst erfahrene Surfer greifen inzwischen bewusst zum Softdeck, wenn die Bedingungen passen.
Die Frage ist also nicht mehr: Sind Softtops nur für Anfänger?
Sondern eher: Warum surfen wir eigentlich nicht öfter eins?

Was ist ein Softtop überhaupt?
Ein Softtop ist ein Surfboard mit weicher Schaumstoff-Oberfläche. Anders als klassische Epoxy- oder PU-Boards hat es meist ein softeres Deck, abgerundete Kanten und eine deutlich stoßfreundlichere Konstruktion.
Das bedeutet: weniger Verletzungsrisiko, weniger Dings, weniger Stress.
Gerade für Anfänger ist das ein riesiger Vorteil. Ein Surfboard kommt im Weißwasser schnell mal zurückgeschossen. Ein Softtop verzeiht solche Situationen deutlich besser als ein spitzes Hardboard mit scharfen Rails.



