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ASP TOUR 2012: Vorgeschmack

Juhuu, bald ist es wieder soweit und meine Anzahl an Schlafstunden wird sich phasenweise wieder dramatisch verringern.
Die Dream-Tour startet wieder und es dürfte richtig interessant werden dieses Jahr.  Alleine schon, weil ein ganzes Rudel von jungen Wilden in den Startlöchern steht und den etablierten Tourveteranen Feuer unterm Hintern machen will. Rookies wie  Gabriel Medina, John John Florence oder Kolohe Andino haben gezeigt, dass sie in Contests gut abschneiden können, ohne die Spots seit langer Zeit zu kennen. Ersterer gewann nach dem Schnitt in der Mitte der Saison direkt den Quik Pro in Frankreich und den Rip Curl Search Pro in San Francisco. Gegen seine traumhaft sicheren Aerials war einfach kein Kraut gewachsen.

Gabriel Medina beim Quik Pro in Frankreich

Auch John John sicherte sich gleich mal die Triple Crown zum Saison-Ausklang auf Hawaii und überzeugte auch in den übrigen Contests wie dem Rip Curl Pro in Portugal. Wellen wie Teahupoo oder auch der reanimierte Tourstop auf Tavarua dürften ihm persönlich sehr liegen.  Es wird trotzdem interessant werden zu sehen, wie die beiden vor allem in der ersten Tourhälfte mit Spots wie Snapper Rocks, Bells Beach oder Jeffrey´s Bay abschneiden. Alles lange, rechte Wellen und von den beiden noch nicht unter ASP-Wettkampfbedingungen gesurft worden.

John John Florence braucht sich nicht zu verstecken

Bei diesen ganz jungen Cracks vergisst man dann fast Leute wie Julian Wilson, der immerhin „rookie of the year“ geworden ist, auch wenn  es einem vorkommt, wie wenn er schon ewig dabei wäre. Auch mit einem Jordy Smith muss diese Saison wieder gerechnet werden. Letztes Jahr wurde er noch von einer Verletzung in Teahupoo mitten in der Saison aus der Bahn geworfen. Man wird sehen, wie sich das südafrikanische Kraftpacket schlägt, wenn er 2012 verletzungsfrei bleibt.

schafft es Julian Wilson 2012?

Viele, inklusive mir, sahen 2011 auch bereits Owen Wright als heißen Titelanwärter. Der schlaksige Aussi wurde gleich in seiner ersten Saison Dritter. Zum ersten Mal in der Geschichte der Tour standen sich bei drei Events in Folge dieselben beiden Surfer gegenüber. Tahiti, New York und Trestless waren die Locations, an denen er ernsthaft versuchte, King Kelly  seinen elften Titel streitig zu machen. Durchsetzen konnte er sich lediglich in New York und auch im Endspurt der Saison ging ihm dann ein bisschen die Luft aus.

Es wird also interessant zu sehen, wie sich die „Mödern Collective“- Jungs schlagen.
Keinesfalls abschreiben darf man allerdings auch  Tour-Veteranen wie Taj Burrow, Joel Parkinson, Mick Fanning oder auch Bede Durbidge. Wenn uns der 11. Titel von Kelly Slater eines gezeigt hat, dann dass beim Wellenreiten Erfahrung unendlich wichtig ist. Und die haben die eben genannten Jungs nun wirklich.
Aber vielleicht gibt es auch eine mittelmäßige Überraschung und Jungs wie Josh Kerr oder Brett Simpson wachsen über sich hinaus und werden plötzlich Titelkandidaten.

Oder es wird die „same procedure as every year“ und King Kelly zeigt wieder einmal allen, wie man anständig Contests surft. Entscheidend für seine Motivation, das Dutzend voll zu machen, werden die ersten paar Tourstops sein. Läuft es da gut, ist mit ihm natürlich wieder zu rechnen. Wenn nicht, surft er nur noch zum Spaß und baut Wavepools. Wem muss er schon etwas beweisen? Beim QuikPro an der Gold Coast ist er auf jeden Fall am Start. Lasst die Spiele beginnen!

text: bernd bliemel

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