Share

Top Stories

BASIC GUIDE: Die richtige Vorbereitung für eine erfolgreiche Winter-Surf-Session

Mit dem totalen Winterchaos in Deutschland stellt sich die Frage wie und was man für eine echte Wintersession benötigt.

Nicht nur das richtige Equipment, sondern auch die richtige Vorbereitung kann über Top oder Flop einer Wintersession entscheiden. Damit wären wir auch schon bei Tipp Nr 1

Die richtige Vorbereitung

Planung ist ALLES im Winter. Die Zeit im Wasser ist sehr begrenzt und so sollte man versuchen den besten Zeitpunkt für die Session abzupassen. Vielleicht lieber einmal mehr die Vorhersage über Wind und Wetter am Vortag checken, als zur falschen Zeit im eiskalten Wasser zu treiben. An einigen Spots sollte vor allem auch der Tidenkalender gut studiert werden, aber wem sagen wir das….

Der richtige Wetsuit

Wetsuit ist nicht gleich Wetsuit. Jeder Hersteller verwendet andere Materialien, Zipper-Variationen und Neoprenstärken. Am besten informiert Ihr Euch bei dem Shop Eures Vertrauens über die verschiedenen Vorteile und probiert die Anzüge an, denn ein passender Anzug ist essentiell.  Je nach Temperatur solltet Ihr darauf achten, dass auch die Haube zu dem Anzug passt und kein Wasser in den Anzug leitet. Es gibt nichts Schlimmeres als beim ersten Duckdive eine Ladung kaltes Wasser in den Anzug zu schaufeln. Seid nicht zu sparsam bei der Dicke des Wetsuits, denn die Materialien sind heutzutage so flexibel, dass es sich auch in den dicksten Surfanzügen noch gut paddeln lässt. Von einigen Herstellern gibt es auch Heizwesten, die zusätzlich für Wärme sorgen.

Die richtigen Handschuhe und Booties

Hier sprechen wir aus eigener Erfahrung, denn ein Winter Norwegen Trip mit 3mm Booties ist die Hölle und minimiert die Session auf ca. 10 Minuten. Das gleiche gilt für Handschuhe. Hier sollte man je nach Temperatur auf 5-7 mm Dicke setzen, denn gerade Extremitäten wie Füße und Hände kühlen unglaublich schnell aus und so kann der Weg ins Wasser durch Schnee und Eis schon zum Horror werden. Bei den Handschuhen gibt es verschiedene Fingersysteme, aber das ist Geschmackssache. Paddeln und Take Off mit dicken Handschuhen ist schrecklich, aber immer noch besser als ohne Gefühl!

Ohrenschutz

Hier scheiden sich die Geister, denn mit der Gefahr auf eine Ohrenentzündung, oder im schlimmsten Fall eines Surfer-Ears, greifen immer mehr Surfer (auch im Sommer) zu Ohrstöpseln. Mittlerweile sind diese „Ear Plugs“ sehr ausgereift und ein guter Schutz bei Kälte und Wind. Wenn Ihr jedoch mit einer Haube im Wasser seid, sollten die Ohren genug geschützt sein. Wichtig ist auf alle Fälle ein Schutz der Ohren sobald Ihr aus dem Wasser kommt. Also erstmal eine Mütze oder Stirnband auf den Kopf und dann „in Ruhe“ umziehen.

Werde EINS mit der Ausrüstung

Bei diesem Punkt wollen wir Euch nur vorwarnen, denn das Wellenreiten mit dickem Wetsuit, Haube, Handschuhen und Booties kann sehr beklemmend und ungewohnt sein. Die Geräuschkulisse ist eine ganz andere und der erste Duck Dive mit Komplett-Montur kann durchaus Panik einflössend sein. Nach einiger Gewöhnungsphase ist es jedoch meist recht behaglich in dem Neoprenkokon und der daraus resultierenden eigenen kleinen Welt. Vorsicht ist jedoch geboten, denn man sieht und hört wesentlich schlechter. So kommt es gerne mal vor, dass man einem wütenden Local reindroppt und es weder sieht noch hört. Also Augen und Ohren auf und lieber einmal mehr über die Schulter schauen, um unnötigen Stress zu vermeiden.

Warm einpacken

Frühzeitige Auskühlung sollte tunlichst vermieden werden. Am besten also im mollig warmen Auto oder Haus umziehen, um die Körperwärme so lange wie möglich zu halten. Vermeidet zu lange Spotchecks und wenn dann nur warm eingepackt. Eine dicke Daunenjacke und warme Schuhe sind hier essenziell.  Wenn auch das nicht ausreichen sollte, dann geht direkt über in die „Aufwärmphase“.

Aufwärmen

Ordentlich warm machen gehört bei jeder Winter Session dazu. Aber bitte nicht übertreiben, denn Schwitzen sollte tunlichst vermieden werden. Ein wenig hüpfen, Arme kreisen, am Strand joggen, oder was auch immer Ihr für angemessen haltet. Das bringt Euren Kreislauf in Schwung und macht Eure Glieder warm. Das gleiche gilt im Wasser. Nutzt die Setpausen nicht nur um zu pausieren und zu warten, sondern bewegt Euch stetig weiter. Paddelt im Kreis, hoch und runter, egal… Hauptsache Bewegung. Wer ruht, der friert….

Auskühlung vermeiden

Wenn alle Stricke reissen und Dein Körper an Temperatur verliert, dann heisst es entweder bewegen oder eine kurze Pause einlegen. Eine Thermoskanne kann dann Dein bester Freund sein. Einfach eine Ladung heißes Wasser mitnehmen und kurz vor der Session in den Anzug schütten. Mit dem warmen Wasser entsteht ein wohlig warmes Gefühl im Mikrokosmos Wetsuit. Alternativ geht natürlich auch Tee oder sonstige warme Flüssigkeit benutzen. Vorsicht jedoch vor zu heissem Wasser……ist klar, oder?

Die wärmende Zufuhr körpereigenen Flüssigkeiten können wir im dicken Winter Wetsuit mit Booties und Haube nicht empfehlen – ausser es geht um Leben und Tod…..;)

After Surf

Nach der Session ist vor Session. Das gilt im Winter, wie im Sommer. Wobei es im Winter wesentlich heftigere Auswirkungen hat. Somit solltet ihr NIEMALS Euren Wetsuit, Booties, Hoodie und Handschuhe im Auto vergessen. Bei Minusgraden habt Ihr sonst nur noch Tiefkühlkost und keine Chance auf eine weitere Session. Das Auswaschen und die richtige Pflege des Materials solltet Ihr Euch verinnerlichen. So wird nicht nur die Session angenehmer, sondern auch die Haltbarkeit des Materials verlängert.
HIER ein paar gute Ratschläge zu dem Thema.

Viel Spaß

Genau darum geht es, denn Ziel ist es die heftigen Bedingungen als spaßig anzusehen und nicht als Qual. Das Gefühl nach einer eiskalten Session am Feuer zu sitzen und einen warmen Kaffee zu trinken ist unbezahlbar. Also raus mit Euch!

 

Sponsored by
Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production