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Denise Yahrling – vom Blog zum Buch

Travelous Mind – ein schöner Titel für einen Blog, doch nicht nur der Titel liest sich vielversprechend, nein auch das Buch “Das Leben passiert für dich”, welches Denise Yahrling in Kürze herausbringen wird, lässt uns geistig auf Reisen gehen.

Sie nimmt uns mit in ihre Welt – ein Leben mit chronischer Erkrankung und über den Weg hin zu einem selbstbestimmten, freieren und erfüllten Leben. Denise ist nicht die klassische Travel- oder Surf – Bloggerin, denn sie hat mehr zu erzählen als nur vom letzten Urlaub am Strand.

Hallo Denise, wir sind vor einiger Zeit auf einen Deiner Videos und somit auch auf Deinen Blog gestoßen. Erzähl uns doch mal kurz was Dich motiviert hat eine eigene Seite zu starten?

Denise: Es fing damals damit an, dass ich gern einfach von meinen Reisen berichten wollte, von den wahnsinnig schönen Erfahrungen, die ich während meiner Reisen innerhalb und außerhalb Europas gesammelt hatte und um denjenigen ein wenig Mut zu machen, die noch damit haderten, allein auf ihre erste eigene Reise loszuziehen.

Mittlerweile hat sich das Thema meines Blogs gewandelt, da ich mit der Zeit realisiert habe, dass es eigentlich nur für mich so selbstverständlich war, mit einer Erkrankung wie meiner, nämlich Mukoviszidose, mit all meinen Medikamenten im Rucksack, um die Welt zu tingeln und begann daraufhin, mehr über das Reisen mit chronischer Erkrankung zu berichten. Ich erhielt so viel positives Feedback und Nachfragen von Lesern, die selbst an verschiedenen, chronischen Erkrankungen litten, sodass ich weiter über diese Themen schrieb. Auch von einigen anderen, persönlicheren Themen, wie Selbstreflexion und Achtsamkeit, erzähle ich gern.

Foto by Loan Temming

Du beschreibst Dich als Digitale Nomadin. Was genau verstehst Du darunter und wie können wir uns einen klassischen Tag in Deinem Leben vorstellen?
Denise: Um ehrlich zu sein, tue ich mich persönlich mit dem Begriff „digitale Nomadin“ etwas schwer, da mittlerweile ein ziemlich großer Hype um diesen Begriff umhergeht- häufig stellt man sich hier den super coolen Typen oder die „hippe“ Frau vor, die mit dem Macbook am Strand in der Sonne liegt und dabei einen Cocktail schlürft, was nicht weniger der Realität entsprechen könnte.

Ich persönlich mag die Bezeichnung des „ortsunabhängigen Arbeitens“ gern, denn im Grunde sagt diese nur aus, dass man nicht orts- oder zeitgebunden arbeiten muss, seinen Arbeitsort oder -platz frei wählen und seine Zeit frei einteilen kann. Hierbei setzt man entweder auf passives Einkommen (ein Einkommen wird hier z.B. durch einen Blog oder den Verkauf digitaler oder physischer Güter generiert), man arbeitet als Freelancer oder pflegt sein eigenes Online-Business. Auch in einer Festanstellung ist es, je nach Job, möglich, von überall auf der Welt zu arbeiten, insofern die nötige Infrastruktur (nämlich eine stabile Internetverbindung und ein Laptop) gegeben ist.

Ich bin eher in Teilzeit ortsunabhängig unterwegs, denn ich bin hauptberuflich Videografin und Cutterin- demnach verbringe ich meist die Sommer in Deutschland und nehme hier Filmjobs an, während ich unterwegs Filmmaterial, das meine Kunden mir zusenden, schneide oder an meinem Blog arbeite. Auch wenn das Ganze recht aufregend klingen mag, laufen meine Tage meist sehr ähnlich ab, abgesehen davon, dass meine Arbeit und auch der Ort mal variiert.

Ich stehe meist früh auf, meditiere, schreibe ein wenig (beispielsweise wofür ich dankbar bin und was momentan so in mir vorgeht), mache etwas Sport, gehe zum Beispiel, wenn ich auf Reisen bin, eine Runde im Meer schwimmen, frühstücke, mache meine täglichen Inhalationen, die durch meine Grunderkrankung notwendig sind und fange dann an, zu arbeiten. Zwischendurch gibt es mal eine Pause oder ich nehme mir den Nachmittag oder Abend mal frei, um etwas zu unternehmen, aber gerade in den ersten Jahren der Selbstständigkeit ist einfach unglaublich viel zu tun, doch ich würde es, ehrlich gesagt, gar nicht anders haben wollen.

Das winzige Imsoaune an der Küste Marokkos ist ein Ort, in den Denise sich auf Anhieb verliebt hat. Hier regiert das Surfen und ein sehr entspannter Vibe den Alltag.

Deine Erbkrankheit “Mukoviszidose” spielt sicher eine große Rolle in Deinem Leben und in Deiner Herangehensweise und Sichtweise im Leben, oder?
Denise: Das auf alle Fälle. Ich glaube nicht, dass ich diese eher außergewöhnliche Lebensweise gewählt und bisher all diese eher waghalsigen Dinge getan hätte, wenn ich diese Erkrankung von Geburt an nicht gehabt hätte. Mit einer Erkrankung wie Mukoviszidose erhält man, wie ich finde, eine andere Sichtweise auf das Leben, denn man lernt den Moment wirklich zu schätzen, besonders die Momente, in denen es einem wirklich gut geht und man sich nicht eingeschränkt fühlt. Reisen zu können, ist für mich immer ein großer Ausdruck von Freiheit gewesen und auch diese Lebens- und Arbeitsweise stellt für mich eine große Bereicherung dar. All diese Dinge erlauben es mir, ein freieres und selbstbestimmteres Leben zu führen und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Du wirst hierzu in Kürze auch ein Buch veröffentlichen. Was erwartet uns hier?
Denise: Ganz genau. Ich habe schon vor mehreren Jahren für mich entschieden, dass ich gern mal ein Buch schreiben würde, über das Leben mit der Erkrankung, ein Buch, das Menschen Mut machte, denn ein solches Buch hatte mir damals irgendwie gefehlt. Vor einigen Monaten habe ich dann beschlossen, dass meine Geschichte nun reif war, erzählt zu werden.

Die Geschichte kam dann quasi einfach herausgesprudelt und allein die Reise zum fertigen Buch hin, war unglaublich schön. Im Buch „Das Leben passiert für dich – Mit Mukoviszidose und Rucksack um die Welt“, erzähle ich vorwiegend von meinen ersten Reisen durch Europa, wie ich mich in die Freiheit verliebt habe und daraufhin mein ganzes Leben umgekrempelt habe, um dem Reisen nachzugehen. Dabei erzähle ich auch von meinen Erfahrungen und meinem Leben mit Mukoviszidose, wie mich diese Erkrankung geprägt hat und gehe dabei auch sehr in die Tiefe.

Es ist also ein Buch für Wanderlustige, aber auch für diejenigen, die ein bisschen tiefer gehen möchten als vielleicht bei anderen Erzählungen über Backpackreisen. Ich möchte gern mit diesem Buch zeigen, wie viel tatsächlich möglich ist, wenn unser Herz wirklich für etwas schlägt und möchte auch dazu inspirieren, diese vermeintlichen Schicksalsschäge wie chronische Erkrankungen oder sonstige Hürden im Leben nicht als solche anzusehen, sondern zu erkennen, dass sie, wenn wir uns diese Sichtweise denn erlauben, in Wirklichkeit unsere größten Geschenke sind.

Können wir Dich hier irgendwie unterstützen?
Denise: Das könnt ihr sehr gern, denn um dieses Buchprojekt im Rahmen des Self-Publishings zu finanzieren und um möglichst viele Menschen mit dieser Message zu erreichen, starte ich vom 24. Juli bis 14. August eine Crowdfunding Kampagne auf der Platform „Startnext“, wo ihr entweder eine Kleinigkeit mit in den Topf reinwerfen könnt oder das Buch gedruckt oder als E-Book vorbestellen könnt. Es gibt auch noch sehr coole Dankeschöns, die ihr als Dank für eure Untersützung erhalten könnt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, mal vorbeizuschauen.

Der Spruch “The world is a book, and those who don’t travel only read one page” begleitet uns seit Jahren. Könntest Du das auch unterschreiben?
Denise: Den Spruch würde ich auf jeden Fall sofort unterschreiben! Ich glaube zwar, dass dies nicht für jeden der Fall sein muss, aber ich persönlich hätte damals vor meiner allerersten Reise nie gedacht, dass sich mir so viel von dieser Welt eröffnen würde, wenn ich diesen einen ersten Schritt in die Welt da draußen wagte. Ich habe damals, vor meiner ersten Reise, wie in einer kleinen „Blase“ gelebt und bin sehr, sehr froh, dass ich mich trotz meiner Ängste hinaus gewagt habe. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, diese große, wunderbare Welt da draußen zu erkunden!

Wann bist Du wieder unterwegs oder was steht als nächstes an?
Denise: Sobald das Crowdfunding zu Ende ist, geht es erstmal für etwas mehr als eine Woche auf einen Road Trip, um mal ganz abzuschalten- wohin genau steht noch nicht fest. Im September und November stehen dann nochmal zwei kleine Reisen nach Teneriffa und Ägypten an und ab Anfang 2018 soll es dann mal wieder eine mehrmonatige Reise werden. Vielleicht Mexiko, vielleicht Bali- we will see. Die Welt ist voller Möglichkeiten. 😉

www.deniseyahrling.com
www.vimeo.com/deniseyahrling
www.travelousmind.com

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