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Fight for the Bight – NEIN zu den Öl-Bohrungen in Australien

Der Norwegische Ölkonzern Equinor hat angekündigt, in der Großen Australischen Bucht in großem Maßstab nach Öl bohren zu wollen.

Equinor hat kürzlich einen 115-seitigen Umweltplan veröffentlicht, der mögliche Katastrophen skizziert, aber auch gekonnt Greenwashing-Propaganda lanciert. Die Surf-Community auf der ganzen Welt ist bereits mobilisiert, um sich dem Kampf gegen diese potentielle Katastrophe anzuschließen.

Patagonia Ambassador Belinda Baggs wohnt in der betroffenen Region und hat sich dem Thema angenommen:

Stell dir vor, du starrst auf das Meer, das sich bis zum Horizont erstreckt. Du siehst nur klares, blaues Meer, durch das deine Augen durch die Oberfläche dringen können, um das Unterwasserleben zu beobachten. Die Lebewesen dort sind glücklich, unberührt in ihrem natürlichen Lebensraum. Du siehst Surfer (und einen lustigen Delphin), die sich die brechenden Wellen zu nutzen machen. Die Große Australische Bucht ist bis jetzt so ein Ort.

„Die Große Australische Bucht ist eine der unberührtesten ozeanischen Lebenswelten der Erde. Die Bucht ist umgeben von der Nullarbor-Ebene und den längsten ununterbrochenen Klippen der Welt. Sie ist eine Oase für Wale, Fische, Vögel, Meeressäuger, Pflanzenleben und eine Reihe von wirbellosen Ökosystemen.“ Das sagt Patagonia Surf Ambassador, Belinda Baggs, die in dem Film „Never Town“ zu sehen war, der die Probleme der Region anriss. Da 85% der Arten in der Bucht nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind, sollte man meinen, dass dies eines der am meisten geschützten Gebiete der Erde ist, aber jetzt müssen die Einheimischen kämpfen, um sie zu schützen.

„Was mit der Umgebung der Bucht passiert, beeinflusst die Vielfalt der Meereswelt auf globaler Ebene.“

Belinda erklärt weiter. „Ganz zu schweigen davon, dass sich an der Küste hunderte von fantastischen Surfspots befinden, die uns Surfer noch dafür kämpfen lassen, die Bohrungen zu stoppen.“

Trotz des Rückzugs von BP und Shell im vergangenen Jahr versucht Equinor, ein norwegisches Ölunternehmen, die Pläne für das Bohren nach Öl in der Bucht voranzutreiben. „Die geplante Bohrstelle liegt auf dem Weg der Roaring Forties (starke Stürme aus der Antarktis) und in extrem tiefem Wasser, 370 km vor der Küste. Equinors eigener Umweltplan zeigt Katastrophenmodelle, die Auswirkungen auf die Große Australische Bucht und die gesamte südaustralische Küste hätten.

Belinda liegt das Thema so sehr am Herzen, weil es vor ihrer Haustür liegt. Sie lebt an der Route, die das Öl bei einem Unglück nehmen würde. Als am 19. Februar ein Entwurf des Umweltplans von Equinors enthüllt wurde, erregte das die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und vieler hochkarätiger Surfer.

Das Dokument ist 1500 Seiten lang und zeigt beschreibt Katastrophenszenarien gigantischen Ausmaßes – Dennoch glaubt Equinor, dass Bohrungen sicher durchgeführt werden können. Kurz gesagt: Das Dokument zeigt, dass sie ihren Bohrplan weiterführen werden, aber es zeigt auch das Zerstörungspotential einer gewaltigen Ölpest. Es gibt also einen guten Grund, warum es auf Belindas Radar ist, aber das sollte es bei uns allen sein.

„Equinor stellt sich lokal und in Europa als nachhaltiger Energieerzeuger dar und erklärt, dass sie“ aktiv an der Reduzierung der Klimaemissionen arbeiten … und aktiv in erneuerbare Energien investieren.“ Derweil setzen sie hier in Australien unsere Küstenlinie und Tausende von Meeresarten mit riskanten Tiefsee-Ölbohrungen einer großen Gefahr aus“, sagt Belinda.

„Wir sind sowohl lokal als auch global in hohem Maße von der Gesundheit des Ozeans abhängig. Wir sind von den geringsten Veränderungen in unserer Umwelt auf verschiedenen Ebenen betroffen. Deshalb sollten wir gemeinsam als wachsame, einflussreiche und mächtige Stimme auftreten, die bereit ist, für unseren Planeten zu kämpfen.

„Wir alle sind als Surfer mit dem Meer verbunden“

„Wenn du so weit gelesen hast, wirst du dich Fragen, wer auf die Idee kommt, überhaupt in der Bucht zu bohren. Aber vielleicht auch, wie wir es stoppen können? Es ist möglich. Zusammen können unsere Stimmen, Meinungen und Handlungen Equinor aufhalten, und wir wissen das, weil es schon funktioniert hat.

„Passionierte Menschen und Organisationen konnten die Öl- und Gasindustrie daran hindern, außerhalb der Lofoten-Inseln in Norwegen nach Öl im Meer zu suchen, und das Gebiet ist jetzt geschützt. Die Besorgnis über dein Anliegen zu äußern, funktioniert“, erklärt der norwegische Fotograf Hallvard Kolltweit. „Wir fordern alle auf, sich zu äußern.“ Belinda stimmt zu: „Freunde, nutzt bitte alle euch zur Verfügung stehenden Plattformen, um das, was Equinor, in einem unberührten Teil der Welt vorhat, bekannt zu machen. Beschuldigt Equinor öffentlich, dass sie offenkundig über ihre Absichten für diesen Planeten lügen – bis die Bohrungen in der Great Australian Bight abgebrochen sind. Lasst uns zusammen kämpfen!

Was kannst DU tun?

Während eines Zeitraums von 30 Tagen vom 19. Februar bis 20. März 2019 steht der Entwurf des Umweltplans von Equinor zur öffentlichen Stellungnahme zur Verfügung. Macht Druck auf das Unternehmen, indem ihr eure Kommentare an folgende Adresse sendet: https://www.nopsema.gov.au/environmental-management/open-for-comment-stromlo-1-exploration-drilling-program-draft-environment-plan

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