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Geschmackssache – Barfuss oder mit Booties

Viele Surfer beantworten diese Frage spontan mit „Barfuß“, denn das Boardgefühl ist mit dem nackten Fuß meist besser. Doch je nach Temperatur und örtlichen Begebenheiten ist es angebracht, den Fuß mit entsprechenden Schuhen zu schützen. Wann nun wird ein Bootie definitiv benötigt und worauf ist dabei zu achten?

Das Meer und die Wellen sind faszinierend. Gerade Reefbreaks & Pointbreaks faszinieren uns Surfer durch die Perfektion der sich hier brechenden Wellen.

Manchmal ist das schillernde Riff nur wenige Zentimeter unter dem Board. Die Entscheidung, vom Brett runter zu springen um das Material zu schonen, führt kurz darauf zu einer unliebsamen Begegnung mit dem Boden und im schlimmsten Fall mit einem Seeigel. Die schwarzen Stacheln bohren sich in den Fuß. Mit dem Surfen ist es nun erst einmal vorbei.

Genau um solche Szenarien zu verhindern, greifen immer mehr Surfer auf schützende Neoprenschuhe zurück. Vor allem an Reefbreaks, ist der Schutz auf jeden Fall angebracht. Scharfe Kanten am Riff, Korallen oder Seeigel führen schnell zu Verletzungen am Fuß und können den Surfurlaub vorzeitig beenden.

Wann auf jeden Fall mit Schuhen gesurft werden sollte

An Spots, bei denen über Riff gesurft wird, sollte man definitiv ein Booties tragen. Vor allem, wenn man sich mit den vorherrschenden Bedingungen noch nicht auskennt. Gerade die Ein- und Ausstiegstellen werden schnell zum Horrorszenario, wenn man die Riffpassagen noch nicht kennt. Aber auch an bekannten Surfspots kann es schnell passieren, dass man durch einen Wipeout oder eine Unachtsamkeit mit dem Untergrund in Kontakt kommt.

Bei Sand ist Barfuß die beste Variante / Pixabay.com, ©Mampu CC0-Lizenz

Viele beliebte Surfspots auf den kanarischen Inseln, Portugal oder Indonesien sind Reefbreaks. Doch auch felsige Küsten bergen Verletzungspotential. Ebenso sollten je nach Jahreszeit und Wassertemperatur Booties bevorzugt werden.

Bei kälteren Temperaturen spürt man häufig die Füße nicht mehr richtig. Die Surfschuhe halten den Fuß besser warm und verlängern damit die Surf-Zeit im Wasser. Auf Neoprenschuhe sollte im Grunde nur verzichtet werden, wenn man an Beachbreaks unterwegs ist, oder sich wirklich gut auskennt.

Worauf bei den Schuhen geachtet werden sollte

Booties haben mehr oder weniger den gleichen Effekt wie ein Wetsuit. Das Material dämmt, speichert die Körperwärme und beugt so einer schnellen Auskühlung vor. Zudem schützt das Material vor scharfen Kanten und Verletzungen.
Bei den Neoprenschuhen existieren verschiedene Ausführungen, die je nach Neoprendicke und Form für unterschiedliche Zwecke konzipiert sind. Grundsätzlich bieten hohe Modelle mehr Halt und einen besseren Schutz, weswegen diese häufig bevorzugt werden.

  • Die richtige Größe
    Das Wichtigste, worauf beim Schuh zu achten ist, ist der richtige Sitz. Passen die Booties nicht richtig, wirkt sich dies nachteilig auf das Boardgefühl aus. Bei zu großen Schuhen stolpert man gerne beim Take-Off, zu klein wird irgendwann schmerzhaft. Liegt die eigene Fußgröße genau zwischen zwei Größen, sollte zunächst die kleinere versucht werden, da sich die Schuhe im Wasser meist noch etwas ausdehnen. Die Zehen sollten im entspannten Zustand im Schuh gestreckt bleiben. Winkeln sie sich automatisch an, ist der Schuh zu klein und es muss ein größeres Modell gewählt werden.
  • Materialdicke
    Ebenso wichtig ist die Dicke des Materials. Je nach Wassertemperatur, Windstärke und Dauer der geplanten Surfensession sollte die Dicke den Gegegebenheiten angepasst werden. Generell gilt für Neoprenstoffe, je dicker desto wärmer und je aufgeschäumter desto flexibler. Im Sommer bei warmen Temperaturen ist eine Neoprendicke von 3 mm völlig ausreichend. Bei Temperaturen um die 10 bis 12 Grad sollte bereits auf eine Dicke von 5 mm geachtet werden. Bei Wassertemperaturen unter 8 °C sind dann Materialdicken von 6 mm zu empfehlen.
  • Für mehr Halt auf dem Board
    Die Verwendung von Surfschuhen hat einige Vorteile: eine bessere Dämpfung, bessere Rutschfestigkeit und bei Riffkontakt keine zerschnittenen Füße. Einige Modelle haben einen abgetrennten Bereich für den großen Zeh. Dieser sogenannte „Split Toe“ sorgt für einen besseren Halt auf dem Board und eine verbesserte Manövrierfähigkeit. Bei den dickeren Wintermodellen ist der Split Toe jedoch nicht gängig. Hier findet der Surfer den klassischen „Round Toe“. Dadurch ist die Wärmespeicherung optimiert, auch wenn dies auf Kosten des Boardgefühls geht
Surf Booties / Pixabay.com, ©mrapsch CC0-Lizenz

Reparatur und Pflege von Surfschuhen

Der Vorteil von Booties ist der, dass sie bei Rissen und Schnitten durch scharfe Kanten am Riff leicht repariert werden können. Während Verletzungen am Fuß, beim Surfen ohne Schuhe, erst tagelang ausheilen müssen, ist der defekte Schuh in der Regel wieder nach einigen Stunden einsatzbereit.
Dazu wird ein Neoprenkleber verwendet, der einfach in die Ritzen unter die Schuhsohle geschmiert und dann einige Stunden an der Sonne ausgehärtet wird. Dabei können auch Risse gekittet werden, die natürlicherweise bei längerer Nutzung des Schuhs entstehen. Somit kann durch diese Maßnahme die Lebenszeit des Schuhs recht simpel verlängert werden.

Aber auch die richtige Pflege des Schuhs ist für dessen Lebensdauer essentiell. Salzwasser bindet zusätzlich Feuchtigkeit, was schnell dazu führt, dass ein übler Geruch entsteht. Die Schuhe sollten daher nach jeder Benutzung mit klarem Süßwasser ausgewaschen und gut durchgetrocknet werden. Dazu kann die Sonne oder die frischen Luft genutzt werden. Wer zum Trocknen die Heizung nutzen möchte, sollte die Schuhe mit der Sohle darauf stellen und etwas Zeitungspapier ins Schuhinnere stecken. Dieses nimmt zusätzlich Feuchtigkeit auf und verhindert, dass die Schuhöffnung sich zusammenpresst und die Feuchtigkeit im Schuh eingeschlossen bleibt.

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