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Interview: Auswandern nach Frankreich – Steffi Herbst wagte den Schritt

Nach Frankreich auswandern und dort in der Surfindustrie arbeiten klingt für viele nach einem Traum. Steffi Herbst hat sich diesen erfüllt.

Wir lernten Steffi Herbst letztes Jahr während eines Surftrips zur Osterzeit nach Frankreich kennen. Dieses Jahr trafen wir die davor in Vorarlberg lebende Surferin bei den adh-Open wieder und haben uns mit ihr über ihre Auswanderung und die Arbeit in Frankreich unterhalten. Mittlerweile ist Steffi voll und ganz in Frankreich angekommen, hat eine Festanstellung in der Surf-Industrie und plant so schnell nicht mehr nach Deutschland zurück zu kommen.

Hi Steffi! Stell dich doch einmal kurz unseren Lesern vor!

Hi! Ich bin die Steffi, bin 27 Jahre alt und wohne hier in Seignosse!

Cool! Vor wie vielen Jahren bist du nach Seignosse ausgewandert und warum?

Naja, ich weiß nicht, ob man von Auswandern sprechen kann, so weit wohne ich nun auch nicht von Deutschland entfernt. Aber vor ein bisschen mehr als drei Jahren wagte ich den Schritt nach Frankreich. Warum? Naja das kam einfach so…SURFEN!

Du hast bei Euroglass einen Job in der Surfindustrie gefunden. Wie kam’s dazu? War das ebenfalls einer der Gründe auszuwandern?

Das war eigentlich Zufall, ich war an der Atlantikküste auf einem Roadtrip unterwegs und wir lernten dort Spanier kennen, mit denen wir uns gut verstanden. Zwei Monate später schrieb er mir, dass er mit Matteo, dem Bruder von Leo Fioravanti, essen war und erfahren hat, dass bei Euroglass ein Design-Praktikant gesucht wird. Er glaubte, dass das genau mein Job sei, gab mir eine E-Mail Adresse und ich schickte an diese meine Bewerbungsunterlagen. Das mit meinem Studium hatte sich dann nach einiger Zeit hier erstmal erledigt..

Ok, also hast du dein Studium abgebrochen für deinen Traum hier zu leben?

Anfangs habe ich noch weiter studiert und habe einfach für dieses Praktikum eine Pause eingelegt, wollte danach wieder zurück nach Deutschland, aber aus drei Monaten wurden dann 6 Monate, daraus ein fester Arbeitsvertrag und der Master hinfällig. Als Geburtstagsgeschenk habe ich mich dann exmatrikuliert. Haha! 🙂

Aber den Bachelor hattest du ja schon in der Tasche, von dem her ist ja alles easy! Wie ist es in der Surfindustrie zu arbeiten und sein Leben aufs Surfen ausgerichtet zu haben? Ist alles cool oder gibt es auch Kehrseiten?

Es gibt natürlich immer Kehrseiten, es ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Ich kann auch nicht jeden Tag den ganzen Tag surfen gehen, nur weil ich in der Industrie arbeite, aber trotzdem habe ich das Privileg, in der Mittagspause beispielsweise Surfen zu gehen, das schätze ich schon sehr. Aber man hat auch hier irgendwann ein ganz normales Leben, einen Alltag und auch die Probleme holen einen irgendwann ein, so wie es auch in Deutschland ist. Doch das Meer vor der Haustüre zu haben war schon immer ein Traum von mir. Es ist ein Luxus, den ich nicht mehr missen möchte.

Und wie lebt sich’s insgesamt in Frankreich so?

Naja, wir leben hier ja eigentlich so in French California, ich wüsste nicht, wie das Leben hier so ist, wenn ich irgendwo im Inland leben würde, aber hier in der Ecke, also Seignosse, Hossegor etc., ist’s auf jeden Fall sehr schön!

Auch im Winter?

Im Winter braucht man definitiv einen guten Freundeskreis, denn es wird sehr einsam…Circa jedes 10. Haus hier ist im Winter bewohnt, der Rest sind alles Ferienhäuser, aber die Leute hier sind auch erstmal froh, wenn es nach dem Sommer wieder ruhiger wird und man entspannen kann. Doch davon hat man dann auch schnell genug, denn der Winter hier ist nass und kalt. Aber wie gesagt, mit den richtigen Freunden kann hier auch der Winter cool sein!

Wie oft bist du noch in Deutschland und willst du irgendwann wieder zurück nach Deutschland ziehen?

Meine Freunde und Verwandten sehe ich nur sehr selten. Ich habe hier nicht so viele Urlaubstage und komme für längere Zeit eigentlich nur über Weihnachten nach Deutschland. Manchmal buche ich mir übers Wochenende einen Flug, um alle zu besuchen. Momentan plane ich aber keine Rückkehr nach Deutschland, da ich mir einfach keinen Job in einer Agentur in Deutschland vorstellen kann. Außerdem fehlen in Deutschland einfach die Wellen und das Meer.

Vielen Dank für deine Zeit, Steffi und viel Spaß weiterhin! Wir sehen uns!

 

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