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Interview: Der Traum vom eigenen Surfbrand – cutbags

Der Traum vom eigenen Surfbrand...Lisi und Lara haben sich mit cutbags diesen Traum erfüllt und arbeiten mit viel Herzblut für ihr Brand.

Der Traum vom eigenen Surfbrand, wer hat ihn nicht?! Lisi Casper und ihre Freundin Lara Schumann haben sich diesen Traum erfüllt. Sie arbeiten täglich am Erfolg ihres Brands cutbags. Oft ist dies garnicht so einfach, denn Lisi macht hauptberuflich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und arbeitet in Teilzeit in einem Cafe. Lara macht eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und macht super viele Praktika, die zur Ausbildung gehören und sucht momentan sogar noch nach einem Job, den sie nebenbei unterbringen kann, alles natürlich im sozialen und therapeutischen Bereich. Trotzdem schaffen es die beiden Freundinnen irgendwie noch, an ihrem großen Traum cutbags zu arbeiten. Wir finden das Projekt mega und haben uns mit den beiden einmal unterhalten!

Hi ihr beiden! Wie geht’s euch? Erzählt doch mal ein paar Worte über euch!

Lisi: Hi, wir sind Lisi und Lara, sind beide Mitte zwanzig und stecken grade in einer sehr turbulenten Phase…hahahaha! Aber mal der Reihe nach… Wir haben uns kennen gelernt, weil wir beide eine große Liebe zum Meer und zum Surfen haben. Das war 2013. Wir haben im selben Surfcamp gearbeitet und im wunderschönen Pinienwald von Lit et Mixe an der französischen Atlantikküste gewohnt. Jedes Jahr im Sommer waren wir wieder dort. Die Zeit im Surfcamp ist immer super intensiv, weil man einen sehr engen Lebensraum mit vielen Menschen teilt. Und so hat sich dann eben eine gute Freundschaft entwickelt. Dieses Jahr sind wir beide zum ersten Mal gar nicht im Camp, weil wir beide eine Ausbildung angefangen haben – und parallel noch ein Praktikum machen, bzw. einen Job haben. Gleichzeitig kommt nun auch cutbags ins Rollen und wir wissen einfach nicht mehr wo uns der Kopf steht!

Lara und Lisi

Wie kam es zur Gründung eures Brands cutbags?

Lisi: In der Saison 2017 haben wir auch wieder einige Zeit gemeinsam in dem Surfcamp gearbeitet. Lara war das erste Mal mit ihrem eigenen VW-Bus dort, in dem die komplette Innenausstattung selbstgenäht war und ich hatte meine erste selbstgeschneiderte Boardsocke dabei, die ich vorher zu Hause aus alten gebatikten Gardinen genäht hatte. Wenn ich sie mir jetzt ansehe schlage ich natürlich die Hände über dem Kopf zusammen! Wir wurden beide von vielen Leuten auf unsere selbstgemachten Sachen angesprochen. Hmmm…Ich glaube die Idee ist entstanden weil wir viel Zeit zum Träumen und Rumspinnen hatten und zwei Mädels, die einfach gern nähen und basteln steigern sich dann natürlich schnell in so etwas hinein.

Lara: Ja, wir sind beide ziemlich begeisterungsfähig. Mit der Umsetzung hat es allerdings ein bisschen gedauert. Ich weiß noch wie wir uns Anfang August 2017 am Strand mit strahlenden Gesichtern den Handschlag zu unserem neuen Business gegeben haben und abgemacht haben, dass wir uns den ganzen November in unserem Nähzimmer einschließen und mit den Boardsocken in Produktion gehen wollen…hahaha. Es hat dann doch ein bisschen länger auf sich warten lassen. Unsere Pläne haben sich immer wieder geändert und letztendlich ist Lisi erst im März nach Köln gezogen. Dann ging es aber eigentlich auch sofort los. Im Prinzip kam dann eins zum anderen. Erst haben wir ein paar cutbags an Freunde verschenkt, die ein bisschen Werbung für uns machen sollten, dann haben wir eine Internetseite gebaut und ein Profil bei Instagram angelegt und so langsam sind dann die ersten Aufträge reingekommen. Das klingt jetzt total easy, war und ist aber natürlich mit sehr viel Zeitaufwand verbunden.

Den Namen finden wir cool! War die Doppeldeutigkeit aus geschneiderter Tasche (cutbag) und dem Surfmanöver (cutback) die Absicht dahinter?

Lisi: Ja, genau. Ich habe mir wochenlang den Kopf zerbrochen auf der Suche nach einem Namen und einem passenden Logo bis Lara irgendwann meinte „Ich hatte da letztens so eine Idee…Was hälst du denn von „cutbags“?“ und damit war es klar, dass das Kind ab jetzt c u t b a g s heißt.

Wie lange gibt’s die cutbags schon? Was macht eure Boardsocken so besonders?

Lisi: Naja, im Prinzip ist das alles ganz neu. Wir sind auch immer noch am Ausprobieren welche Nähte und Nähtechniken am besten sind und fertigen immer neue Schnittmuster an. Ich würde sagen cutbags gibt es jetzt seit ca. 3 Monaten und ich finde dafür läuft es schon erstaunlich gut. Auch wenn wir noch in den roten Zahlen stecken…haha.

Lara: Wir sind sicherlich auch nicht die ersten Menschen mit der Idee. Aber was uns eben total wichtig ist, ist der nachhaltige Gedanke dahinter. Wir kaufen nichts neu, bis auf das Garn natürlich. Alle Stoffe sammeln wir auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder über Ebay Kleinanzeigen. Das ist zwar mit viel Aufwand verbunden, aber das ist uns einfach wichtig. Grade unter den Surfern sollte mehr auf den ökologischen Fußabdruck geachtet werden. Surfbretter, Neos, Flüge, Sprit… Das ist alles total giftig für die Natur. Irgendwie ist cutbags also auch ein kleiner Beitrag von uns für die Umwelt, weil sie eben aus Naturfaserstoffen bestehen, die in erster Linie mal einem anderen Zweck gedient haben und von uns recycled werden.

Lisi: Und was unsere Boardsocken natürlich auch so besonders macht, ist die Liebe, die mit drin steckt!

Klingt nach einem echt coolen Konzept! Wie ist die Auftragslage? Verkauft ihr mehr über eure Website oder gibt’s euch auch schon in Stores zu kaufen?

Lisi: Bisher haben wir nur an Privatpersonen verkauft. Die Aufträge kamen dann entweder über unsere Website, oder über Freunde von Freunden. Um tatsächlich für Shops zu produzieren ist es einfach noch zu viel Aufwand und eine dritte Partei zu beteiligen ergibt zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Sinn.

Was möchtet ihr mit eurem eigenen kleinen Brand erreichen? Was sind eure Ziele mit cutbags?

Lara: Ja, was möchten wir erreichen? Bisher macht es einfach super viel Spaß, diese kleine Marke zu erschaffen und kreativ zu sein. Je mehr Menschen wir dafür begeistern können, desto mehr Spaß macht es uns natürlich auch. Und auch wenn unser Terminkalender manchmal einfach bis zur letzten Minute verplant ist, ist es immer ein toller Ausgleich zu meiner Vollzeit-Ausbildung und für Lisi auch zu ihrer Ausbildung und dem Job.

Danke für eure Zeit, Mädels! Gibt’s noch irgendetwas, was ihr der Surfwelt da draußen sagen wollt?

Lara: Wir hoffen natürlich, das wir den einen oder anderen von euch für unsere cutbags begeistern können! Wir werden auch beide im Juli für zwei bis drei Wochen wieder am Atlantik unterwegs sein und haben definitiv ein paar Boardsocken im Gepäck. 🙂

Euch auch vielen Dank für eure Zeit, surfers!

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