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INTERVIEW: Die Welt des Nicolas von Blottnitz

Die Welt ist groß und somit sollte man frühzeitig anfangen diese zu erkunden.

Nicolas von Blottnitz hat es von Hamburg nach Kapstadt, über Berlin nach San Francisco verschlagen. Sein Herz schlägt für Südafrika und das nicht nur wegen der guten Wellen. Wir haben den Weltenbummler zu einem kurzen Gespräch getroffen.

Steckbrief:

Name: Nicolas von Blottnitz
Alter: 22
Geburtsort: Hamburg
Wohnort: Keine Ahnung
Homespot: Llandudno
Sponsoren: David Stubbs Sufboards (Surflabs)

Hallo Nick, Du kommst ursprünglich aus Deutschland. Woher genau?

Ich bin in Hamburg geboren und habe in Blankenese (absolutes Bonzen Viertel – hab dort nie reingepasst) gewohnt bis ich 13 war.

Wie kam der Umzug nach Südafrika?

Durch die Trennung meiner Eltern lebte mein Vater 50/50 in Kapstadt und Santa Barbara. Ich musste mich damals entscheiden ob ich bei meiner Mutter in Hamburg bleibe oder zu meinem Vater ziehe. Mir wurde das Grau in Grau und die Kälte irgendwann zu doof. Skaten bringt zwar Spass, aber Surfen ist halt der heilige Graal des Boardriding, somit hab ich mich entschlossen zu meinem Vater zu ziehen. Er meinte damals Südafrika hat die besseren Wellen als Kalifornien und damit hatte er auch recht!

Wo genau wohnst Du?

Die letzten 9 Jahre habe ich in Camps Bay, Kapstadt gewohnt, aber mit dem Ende meines Studiums, musste ich jetzt zwangsläufig wieder zurück in die „echte“ Welt. Nun bin ich gerade zwei Monate in Berlin und danach drei Monate in San Francisco, um ein Praktikum bei einem Venture Capital Fund zu machen. Danach keine Ahnung – hoffentlich am Meer!

Bist Du noch ab & an in Deutschland?

So wenig wie möglich ehrlich gesagt. Nur wenn ich muss. Mutti kam mich auch oft in Südafrika besuchen.

Wie lebt es sich in Südafrika? Würdest Du auch wieder zurück nach Deutschland?

In Südafrika aufzuwachsen war ein Traum. Bestes Wetter, heisse Mädchen (Kapstadt ist Modellstadt) und die schönste Natur gleich neben der Stadt. Man kann innerhalb kürzester Zeit aus der Stadt raus und auf den Berg. Das gibt es nicht in vielen Städten.
Es ist nur sehr verkorkst wie mein Freundeskreis und ich aufgewachsen sind, wenn man sich mit den Leuten im Township vergleicht. Die Einkommensungleichheit ist sehr extrem. Man muss damit ethisch klar kommen.
In Deutschland will ich nie wieder Vollzeit leben. Ich fange hier jetzt nur meine Karriere an. Langfristig muss ich irgendwo leben, wo es Wellen hat. Wo ist mir ehrlich gesagt egal, so lang ich bebarrelt werde;)

Vorteile/Nachteile des Lebens in SA?

Vorteil: Wir haben immer Bewegung im Ozean und wie der Name schon sagt, liegt Kapstadt an einem Kap und somit ist es immer irgendwo offshore. Dazu ist die besten Linkswelle (Donkey bay) und die beste Rechtswelle (J-bay) der Welt in Fahrdistanz. Crowds gibt es auch nur in den Städten und den bekannten Spots. Dazwischen liegen ohne Ende Secretspots an denen man allein surfen kann – davon gibt nur noch wenige auf dieser Welt.
Nachteile: die Währung ist nichts Wert, somit kann man hier nicht vernünftig arbeiten.

Wie geht ihr mit der Wasserknappheit um und was erwartet Euch an „Day 0“?

Es schockiert mich sehr. Ich muss zum Glück nie Duschen, da ich jeden Tag im Wasser bin, aber das Thema ist vor allem Scheisse da der Staat wusste, dass das Problem kommt und einfach nichts getan hat. Regnen tut es genug, der Damm bei mir auf dem Berg ist voll, es wird nur nicht vernünftig aufgefangen und verteilt.

Noch ein Südafrika Klischee, aber hast Du Angst vor Haien?

Obwohl einer meiner Freunde von einem Hai attackiert wurde, sorgt es mich eher wenig. Die Entscheidung sich dem Risiko auszusetzen liegt bei jedem selbst. Du musst Dir einfach die Frage stellen ob du in den Ozean gehst oder nicht. Die Antwort dazu steht bei mir fest.
Bei uns sollte man eher Angst davor haben, hoch nach J-Bay zu fahren. Unsere Straßen sind viel gefährlicher als jeder das Surfen im Meer.

Vorbilder?

Gerry Lopez, ich will auch noch mit 69 in der Barrel stehen. Dazu ist er einer der nettesten und inspirierenden Menschen, die ich je getroffen habe. Er ist wirklich so „Zen“, wie die Medien ihn darstellen!

Südafrikas größtes Surftalent?

Wer sagt bitte nicht Jordy… haltet aber die Augen auf nach Matt McGillivray, der zieht gerade voll durch auf der QS.
Ausserdam haben wir  jetzt einen zweiten Südafrikaner auf Tour – MFeb (Michael February) ist durch Mick’s Ruhestand, jetzt in die WCT gerutscht. CAPE TOWN REPRESENT, YEEEEW!

Insider Tipp für alle Kapstadt Besucher?

Wenn ihr Wellen wollt, dann raus aus Kapstadt und ab die Ost-Küste. In Kapstadt ist es nur super windig, das Wasser arschkalt und die Küste irgendwie nicht so gut formiert. Wie nennen sie auch die „Closeout City“. Glaubt mir – J-Bay ist nicht der einzige Right-Hand Point an der Küste…….

Deine letzten Worte!

Zum Schluss will ich nur noch sagen, dass ich die beste Freundin der Welt habe. Sie saß bei jedem Wetter am Arsch der Welt, um diese ganzen Clips zu filmen! Dazu ist sie normalerweise vor der Kamera.

Check her out on Insta @Kelseybloom.

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