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From Ireland with Surf

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Nass, kühl, braun, grün, leer, freundlich, lecker, glitschig, betrunken

Das alles sind Adjektive die mir persönlich zu Irland einfallen nachdem ich eine Woche das Glück hatte das Land in einer luxuriösen Rundreise des Tourismusverbandes genießen zu dürfen.

Ich denke die ersten zwei Wörter muss ich hier nicht weiter erläutern, denn wer sich Irland schon mal auf der Karte angeschaut hat, dem wird nicht entgagen sein, dass die Inseln nicht gerade im gemütlichsten Breitengrad liegt.

Interessanter wird es jedoch bei dem Wort “BRAUN”. Hier gibt es nochmals eine Unterscheidung in der Konsistenz. Einmal braun im flüssigen Zustand und einmal in fester Form. Zuerst möchte ich mich dem flüssigen Element widmen. Dem GUINNESS. Was wäre Irland ohne das Exportgut No1. Nach anfänglicher Skepsis durch das Einschenk-Prozedere und  dem seltsam bittermalzigen Geschmack, muss man ganz ehrlich sagen: Es schmeckt und erfüllt seinen Zweck. Zweck ist in diesem Fall ein dehnbarer Begriff, aber mein ganz persönlich Zweck, die dauernassen Socken zu vergessen und meine musikalische Ader zu finden, erscheint mir als genug. Natürlich könnten die “Lads” in den vielen gemütlichen Pubs noch weitaus mehr Argumente für den übermässigen Konsum des flüssig gewordenen Irlandtraums finden, aber als Surfmagazin sollte der wärmende Aspekt reichen.
Das zweite “braune” Produkt des Landes ist Torf. In unseren Gefielden nicht wirklich bekannt, wird dieser getrocknete Boden, wie ich es nennen würde, als Holzersatz und Wärmequelle genutzt. Klingt im ersten Augenblick etwas hinterwäldlerisch aber erfüllt hier gerade im Winter einen lebensnotwendigen Zweck, ähnlich dem Guinness.

GRÜN natürlich genau das Gegenteil. Grün wie das Shamrock und Logo des Landes, grün wie die Hügel, grün wie die Hoffnung. Einfach grün eben.

Für uns Surfer jedoch viel interessanter ist der Punkt “LEER”. Die Vielzahl an potentiellen Surfspots sticht einem sofort ins Auge wenn man das erste Mal eine Irland Karte in der Hand hält. Unzählige Buchten und Riff-Formationen so weit die Westküste reicht. Wellenreiten ist momentan die beliebteste Freizeitaktivität der Iren, was man an den wenigen Sandstränden auch zu spüren bekommt. Aber für alle etwas geübtere und/oder furchtlose Surfer bieten sich jedoch perfekte Points und Reefbreaks die man in gemütlicher Runde mit ein paar freundlichen Einheimischen oder sogar Solo surfen kann. Bis auf die etwas widrigen Bedingungen durch Wind, kaltes Wasser und steinigem Untergrund gibt es aber keine Haken. Selbst die Anreise mit Aerlingus, die für nur Euro 30,- Surfbretter transportieren und billige Mietfahrzeuge sind mehr als wellenreitfreundlich.

Hier habe ich schon eine geschickte Überleitung zu “FREUNDLICH” geschaffen. Der Irländer an sich hat meist ein recht bewegtes und hartes Leben hinter sich. Ob nun durch das ständige auf und ab mit der Wirtschaftssituation oder dem extrem harten Klima. Ich würde fast behaupten, dass gerade diese Härte die Menschen so freundlich und lustig stimmt, zumindest wenn man als Reisender durch die Pubs schlendert oder auf der Suche nach einem netten B&B von einem Wohnzimmer zum anderen tingelt. Gepaart mit einem Surfboard ist dann selbst der introvertierteste Inselbewohner zu einem Gespräch bereit, was dann auch gut und gerne in einer stundenlange Geschichte des “Superlads” ausarten kann.


Wo wir auch schon zu “LECKER” kommen. Dieser Punkt hat mich am meisten erstaunt. Irland präsentiert sich, ganz anders als die Nachbarinsel, mit leckerstem Essen. Steaks, Thunfisch, Mash und Sodabrot stehen hier auf fast jeder Karte. Selbst das Essen in den unzähligen Pubs kann sich mit “Soup of the Day”, die meiste eine deftige Gemüsesuppe ist und “Stew”, ein typisch irischer Eintopf,  sehen lassen und so bekommt man hier auch für den kleinen Geldbeutel einen guten und füllenden Snack.
Nun fragst Du Dich sicher wie ich von lecker zu “GLITSCHIG” komme. Ganz einfach. Mit glitschig würde ich die Konsistenz der Algen bezeichnen in die ich mich bei einem “Seaweed Bath” nach einem tollen Surf wiedergefunden habe. Hierfür legt mach sich nach einer Dampfsauna in eine Wanne voll mit leicht riechenden Algen und sollte darin ca. 20 Minuten ausharren. Ich habe Gott sei Dank schon immer ein Kreislaufproblem in heissen Wannen und habe dieses Argument sofort ausgepackt als ich mich nach 10 Minuten an der netten Dame an der Rezeption des VOJA Spa vorbeimogeln wollte.

So nun aber zur Überleitung von lecker und glitschig. Das schöne Seaweed wurde uns nämlich in trockener Form noch als “Guten Morgen Shake”, “Seaweed Cone” und Chips-Snack präsentiert. Der Versuch das Probierpäckchen des Koch-Seaweeds mit nach Hause zu nehmen wurde spätestens nach einem Tag in der Reisetasche durch den Dauerfischgeruch gecancelled.

Am besten haben die Seaweed Chips in Kombination mit dem heimischen Whiskey geschmeckt, wo wir bei “BETRUNKEN” angekommen wären.  Die Möglichkeiten sich in Irland zu betrinken sind mindestens so groß wie neue Surfspots zu finden. Wie genau das geht findest du am besten selbst raus.

Eines steht fest ich komme “WIEDER”.

Check auch den Clip zur Reise mit Interviews von Tom and Elisha Hickey von der “Perfect Day Surfschool” in Strandhill,  zwei irländischen Pro Surfer Easkey Britton und Ronan Oertzen und dem amtierende deutsche Meister Alex Taesch bei den Eurosurf 2011 in Bundoran.

Hier auch die Zusammenfassung des Eurosurf 2011 in Bundoran:

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