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Vanlife Regeln Rules Verhalten

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VANLIFE: 10 inoffizielle Regeln des Nomaden Lifestyles

Wir geben ein paar Tipps, damit wir alle möglichst noch viele Jahre weiter an traumhaften Plätzen die schönste Zeit des Jahres verbringen können

Mit den Pfingstfeiertagen, oder wie in Bayern und Baden-Württemberg sogar Ferien, ist der Startschuss für die Karawanen von Campern, Wohnmobilen und sonstigen Vanlife Vehikeln gefallen.

Auf allen Wegen drücken sich die Blechlawinen Richtung Süden, um die Sommerzeit zu verlängern. Auch wir waren mal wieder unter ihnen. Glücklicherweise haben wir uns etwas antizyklisch schon vor den Feiertagen aufgemacht und das Schauspiel somit nur auf der Gegenfahrbahn bewundern können.

Der radikale Zuwachs an Campern und Wohnmobilen in den letzten Jahren ist spürbar – und das nicht nur auf den Straßen und Campingplätzen, sondern auch auf den “wilden” Park- und Stellplätzen entlang der Küste. Schon lange haben wir aufgehört, uns über den Zuwachs zu wundern oder gar zu ärgern, denn niemandem wollen wir den unbeschwerten und reduzierten Lifestyle des Vanlifes in der Natur vergönnen.

Vanlife Regeln Rules Verhalten

Dennoch kommt mit der Massenbewegung natürlich auch Veränderung und vor allem gewisse Regeln, an die man sich halten sollte. Das geht beim leidigen Morgenstuhl los und endet beim Lagerfeuer am Abend. Wir wollen euch mit diesen Regeln nicht etwa das #Vanlife vermiesen, sondern Tipps geben, damit wir alle möglichst noch viele Jahre weiter an traumhaften Stränden und Plätzen die schönste Zeit des Jahres verbringen können.

1 – Sauber bleiben

Die goldene Regel eines jeden Campers lautet: keine Spuren hinterlassen. Das gilt für das Vanlife genauso wie das Wildcampen im Zelt. Keinen Müll zu hinterlassen sollte mittlerweile wohl jedem klar sein, aber wir gehen da sogar einen Schritt weiter, denn eigentlich sollte man bis auf die Abdrücke der Reifen keine Spuren hinterlassen.  Getreu des Mottos Take Only Memories, Leave Only Footprints“.

2 – Toilettengang

Das Thema mit dem Stuhlgang im Einklang mit der Natur ist ein heikles und sehr brisantes. Denn gerade für Traveler, die länger unterwegs sind und somit auch längere Zeit an einem Ort (meist ohne öffentliche Toilette) verweilen, kommt es hier immer wieder zu unschönen Szenen. Wir wollen auch gar nicht länger auf das Thema Tretmienen eingehen, aber ein Schäufelchen, oder bei festem Boden ein Blatt/Tüte und eine entsprechende Entsorgung können den Urlaub durchaus versüßen. Das gilt übrigens auch für die mitreisenden Tiere.

3 – Abwaschen

Diese Regel ist nicht für die Luxus Camper mit Spülbecken und Abwassertank, aber für die kleinen Vanlife Freunde unter Euch, die das Geschirr im Eimer oder direkt im Meer abwaschen. Bitte benutzt hier immer natürlich abbaubares Spülmittel und entsorgt Essensreste schon vor dem Abwasch im Müll. Das Geräusch von Ratten im Gebüsch beim romantischen Sundowner hatten wir nicht nur einmal.

Vanlife Regeln Rules Verhalten

4 – Müll

Müll fällt an. Da kann man wohl nichts machen. Auch wenn wir versuchen, so viel unnötiges Plastik und Verpackung zu vermeiden, kommt man an einem Müllsack nicht vorbei. Mittlerweile gibt es hier auch schon ökologisch verträgliche Beutel, aber viel wichtiger ist die richtige Platzierung. Wenn ihr den Müllsack nicht mit ins Fahrzeug nehmen wollt, dann stellt diesen wenigstens nicht auf den Boden, sondern hängt ihn an die Seitenspiegel, packt ihn aufs Dach oder in ein Behälter, damit keine Tiere drankommen. Das Schlachtfeld am nächsten Morgen ist definitiv keine Urlaubsfreude, geschweige denn von den Tieren, die man damit anlockt.

5 – Keine Gefährdung der Natur

Klingt logisch, denn wenn wir die Natur gefährden, dann gefährden wir uns selbst. Aufgefallen ist uns dennoch, wie wagemutig einige Camper bei der Positionierung der Fahrzeuge sind. Gerade an Klippen und exponierten Kuppen stehen mittlerweile zahlreiche Vanlife Fans, um den perfekten Blick (oder Foto) für das abendlicher Dinner (oder den Travel-Blog) zu bekommen.  Bleibt auf den ausgeschriebenen Parkplätzen oder beachtet zumindest die örtliche Beschilderung und haltet Euch von Naturschutzgebieten fern. Das ist keine Regel, sondern Gesetz.

6 – Nicht zu sesshaft werden

Nichts ist schöner als Zeit zu haben. Für einen echten Roadtrip braucht man Zeit. Doch gerade beim Stehen an öffentlichen Plätzen kommt mit der Zeit auch Ärger. Gerade wenn man nicht alleine ist. Verweilt ihr zu lange an einem Ort, geht ihr die Gefahr ein, irgendwann “gemeldet” zu werden, denn gerade Locals oder Anwohner tolerieren vielleicht ein gewisse Zeit Euer Dasein direkt am Spot, aber irgendwann gibt es Ärger. Garantiert. Wenn Ihr also genug Zeit mitbringt, dann bewegt Euch einfach immer mal wieder und vermeidet somit die Gefahr von Rangern oder Polizisten vertrieben zu werden.

7 – Ruhe

Wie spießig, werden vielleicht einige sagen und vielleicht habt ihr recht. Aber gerade an Plätzen mit mehrerer Campern ist das Hören von lauter Musik oder Rumbrüllen ein absoluter Urlaubskiller. Mittlerweile sind auch immer mehr Familien mit Kids in Campern unterwegs, die es Euch danken werden, wenn ihr gerade zur Mittags- und Abendzeit die Musik etwas runterdreht und die Trompetenstunde an den Strand oder in die umliegenden Hügel verlagert.

8 – Haustiere

Eigentlich müssten wir wohl Camper-Tiere sagen und damit meinen wir Hunde bzw. Tiere, die größer als eine Stubenmaus sind. Bitte an die Leine. Zumindest wenn ihr Nachbarn habt. Für alle Camper ohne eigene Tiere ist es mittlerweile wirklich fast unmöglich geworden, sich draußen aufzuhalten, ohne ständig um sein Nutella-Brötchen zu bangen oder sich wie im Streichelzoo zu fühlen.

9 – Lagerfeuer

Es gibt mit Sicherheit nicht viel Schöneres als ein gemütliches Lagerfeuer am Abend. Doch wie so oft ist das fast überall offiziell verboten. Die Gründe sind hier von Land und Region sehr unterschiedlich, aber als Gäste sollten wir das respektieren. Wenn es keine klaren Verbote gibt, dann bitte danach das Feuer sicher löschen und spätestens am nächsten Morgen die Feuerstelle wieder beseitigen. Wir erinnern hier an Regel Nr.1!

10 – Don’t do it for the fame

Unser letzter Punkt zum Thema Verhaltensregeln für Vanlife oder Wildcampen ist eine Neuzeiterscheinung. Wie jeder Trend gibt es die Gattung der Trendsetter und Follower und da macht das Vanlife auch keine Ausnahme. ABER – das Leben auf der Straße und im Camper ist nicht nur eines von mehreren Millionen Bildern mit dem Hashtag #Vanlife auf Instagram, sondern hat auch seine Schattenseiten: Punkt 2, Regenwetter, Unordnung, wenig Platz, Autopannen, Strafzettel, reduzierte Körperhygiene…um nur einige zu nennen. Überlegt es Euch also gut bevor Ihr viel Geld für den stylischen Camper ausgebt und aus Schwemmholz das Interior dekoriert, denn am Ende ist es ein schmutziges, aber unglaubliches erfüllendes Leben auf der Straße. Gipsy eben.

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