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Wie ist Teahupoo wirklich? Im Gespräch mit Quirin Rohleder

Zum diesjährigen Billabong Pro Tahiti steht ein legendärer Swell an. Grund genug uns mit Quirin Rohlder zu treffen, um ein paar Insider Infos über den Spot, die Gefahren und vor allem die Lay Day Beschäftigungen einzuholen.

Hallo Quirin, wie oft warst Du schon auf Tahiti?
QR: Ich war schon fünf Mal auf Tahiti. Immer um den Contest live auf billabongpro.com zu moderieren.

Momentan ist beim Billabong Pro nix los, aber in den nächsten Stunden bzw Tagen soll ein richtig dicker Swell ankommen. Wie ist denn die Atmosphäre in Teahupoo wenn solch ein Forecast ansteht?
QR: Also den Forecast gab es bis jetzt noch nie. Die ersten Jahre als ich da war, war es groß, aber nicht so groß (wenn es dann so groß wird). Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Jungs in den Pressemitteilungen immer ein bisschen Gas geben. Aber es wird auf jeden Fall fuck… groß. Die Stimmung ist schwer zu beschreiben, da all recht weit von einander entfernt leben. Ich war immer im Haus mit den ganzen Webcast Jungs. Neben uns war die ASP und ein bisschen weiter immer Occy, Bruce und Andy. Aber alle anderen wohnen recht weit weg.

Warst du schon mal bei etwas größeren Wellen In Teahupoo auf dem Wasser?
QR: Die größten Wellen, die ich dort je gesurft bin waren 6 Fuß. Der Swell kam aber direkt aus Westen, was die Welle so saugend macht, wie sie nur sein kann. Im Grunde ist es so: Wenn man den Take-off schafft, nicht viel zu tief ist und reinzieht, dann kommt man auch meistens wieder raus, weil die Barrel schon sehr perfekt ist. Aber… Das kann natürlich auch mal schief gehen. Am schlimmsten ist es, wenn man eine kleinere nimmt, rauszieht und ein dickes Set auf einen zurast. Denn die Welle rast. Und es scheint so, als würde man überhaupt nicht vorwärts kommen, egal wie hart man paddelt.

Man muss sich zu 100% dafür entscheiden wenn du eine Welle anpaddelst, wie läuft das im Lineup? Wie spricht man sich hier ab?
QR: Lustigerweise läuft das alles ganz gut, wenn viele Pros im Wasser sind. Das ist ziemlich geordnet. Aber man muss natürlich gut schauen. Normalerweise sitzen ein paar Leute tief am Riff, andere warten auf die weiten Westsets.

Du warst wahrscheinlich der einzige Deutsche im Wasser? Kennst du noch ein paar deutsche Surfer die dort surfen waren?
QR: Damals schon. Aber mittlerweile waren sicher schon ein paar andere da. Von Thomas Lange habe ich eine schöne Welle dort gesehen.

Hat es Dich dort schon mal richtig fies gewaschen?
QR: Ich habe mir beim Sturz in einer Barrel mal im rechten Fuß mein Außenband gerissen.

Wie bringt man sich nach einem Waschgang in Sicherheit? Muss man immer zurück in den Channel?
QR: Kommt darauf an, wo man ist. Wenn man ganz am Ende stürzt, dann natürlich in Richtung Channel. Manchmal wird man auch einfach in die Lagune gewaschen. Stürzt man früh, ist es manchmal besser nicht Richtung Channel zu paddeln, sondern eher in die andere Richtung, da man einfach kein großes Westset auf den Kopf bekommen will, das einfach am meisten Power hat.

Ist es die brutalste Welle die Du je gesurft bist?
QR: Ja.

Was macht man wenn es keine Wellen gibt?
QR: Schwitzen, Mücken tot schlagen, nach Papetee fahren, die Insel umrunden, DVD schauen, nach Moorea fahren, die Beachbreaks surfen …

Empfehlenswert für deutsche Surfer?
QR: Eigentlich wirklich nur, wenn man ein gewisses Niveau besitzt, denn wenn man sich dort verletzt, ist das nicht so toll. Außerdem gibt es auf der Insel noch viele andere tolle Riffwellen, die man unbedingt surfen sollte.

Top. Dank Dir und hoffentlich geht es bald los!


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