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Lofoten

Ganz weit oben im Norden innerhalb des Polarkreises gibt es eine Inselgruppe von atemberaubender Schönheit mit nahezu jungfräulichen Surf-Spots: Die Lofoten. Rip Curl hat einige Pros um Surf-Legende Tom Curren auf eine vierwöchige Expedition zu den norwegischen Inseln geladen, um dieses ganz besondere Terrain zu erkunden. Dort fanden sie nicht nur erstklassige Wellen, sondern entdeckten auch eine einzigartige Landschaft und trafen auf die vielleicht freundlichsten Locals der Welt. Also alles, was einen unvergesslichen Trip ausmacht.

Es war eine aussergewöhnliche Expedition, die einige Top-Surfer im April zur nordnorwegischen Inselgruppe Lofoten führte. Auf Einladung von Rip Curl und mit der Unterstützung von Sprite machte sich eine Gruppe um Surf-Legende Tom Curren daran, unberührte Wellen in eiskaltem Wasser zu surfen. Es war ein frischer Empfang bei der Ankunft der Surfer in Oslo: Norwegen begrüsste den Spanier Pablo Gutierrez, den Engländer Jayce Robinson, die Französin Elise Garrigue und Tom Curren aus dem kalifornischen Santa Barbara mit knackigen 4 °C. Kaum hatten sie ihre Winterjacken angezogen, machten sie sich erst mal auf den Weg, die Strassen Oslos zu erkunden. Der erste Tag war genau im Sinne der Surf-Pros: Nach einem ausgedehnten Bummel durch die City spielte Tom live mit seiner ebenfalls extra aus den Staaten angereisten Band The Noah volle zwei Stunden in Oslos berühmter „Fugazi Bar“. Es kamen über 200 Leute, um kräftig abzufeiern. Am nächsten Tag standen noch einige TV-Auftritte an, bis wir endlich in Richtung Lofoten, einem der kältesten Orte Norwegens am nördlichen Polarkreis, aufbrachen, um den angekündigten Swell zu empfangen.

Die überwältigende Schönheit von Norwegens Landschaften mit ihren Küsten und Fjorden ist ja hinreichend bekannt. Doch das Archipel der Lofoten, das sich über 120 Kilometer erstreckt und aus zwölf grösseren Inseln besteht, toppte alles zuvor Gesehene! Um diese wunderschöne raue Natur zu bewundern zu können, stoppte die Truppe alle fünf Kilometer und bekam die Münder nicht mehr zu. Ihre Ankunft blieb von den freundlichen Einheimischen, die seit jeher vom Fischfang leben, nicht lange unbeachtet. Braun gebrannte Surfer mit Boards unterm Arm und Neos in der Hand, dazu Fotografen und Kameraleute, das bekommen die Einheimischen dort nicht oft zu sehen. Begrüsst wurde der illustre Tross am schönsten Ort der Lofoten: Kræmmervika Rorbuer. Ursprünglich waren die „Rorbuer“ von Fischern auf Pfählen errichtete Blockhütten mit spartanischer Einrichtung. Heute dienen sie vor allem als Unterkünfte für die wachsende Schar von Touristen. Die Hütte, in der die Surfer logierten, wurde vor 500 Jahren errichtet und seitdem kaum verändert. Ihr Besitzer liebt es, seinen Gästen am warmen Kaminfeuer Geschichten über im Sturm auf See verloren gegangene Fischer zu erzählen. Elise brachte es auf den Punkt: „Ich liebe solche Orte, sie sind irgendwie mystisch und magisch. Wir spüren so viele Dinge und es ist so ruhig hier. Und die Leute sind so offenherzig und nett und zeigen uns ihre unglaubliche Kultur.“

Obwohl sich der erwartete Swell noch nicht blicken lassen wollte, war der Zeitplan für das Team straff durchgeplant. Yassine Ouhilal, einer der Fotografen, der die Inseln sehr gut kennt, kümmerte sich darum, Aktivitäten zu organisieren, um dem Team die vielfältigen Möglichkeiten der Lofoten zu zeigen: Dorsche angeln, Wanderungen über die schneebedeckten Berge, Treffen mit Wikingern oder einfach nur das Entdecken von Flora und Fauna.

Nach ein paar weiteren Tagen des Wartens zeigten sich schliesslich einige erste Wellen, um den sechs Surfern ihre erste gemeinsame Session auf diesem Trip zu bieten. Gemeinsam mit dem Local Tommy Olsen gelangte das Team zu einem der beeindruckendsten Surf-Spots auf den Lofoten: Unstad ist ein von Bergen umgebenes Dorf mit gerade mal einer Hand voll Einwohnern, das jedes Jahr mehr und mehr nordeuropäische Surfer anzieht. Mitten in einem verschneiten Tal gelegen, hat der kleine Ort etwas Mystisches. Pablo war der Erste im Wasser und hatte trotz der kalten Fluten Spass ohne Ende. Und er packte sein bestes Surfen für die am Strand Zurückgebliebenen aus: Backside Rollers, Bottom Turns und andere Tricks, das alles vor den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Die anderen gesellten sich rasch zu ihm und genossen das Panorama ebenfalls vom Wasser aus.

Nach dieser ersten Morgen-Session gingen alle zum Aufwärmen in eine von Tom Olsens Blockhütten. Bei einer heissen Tasse Tee berichtete Elise von ihren ersten Eindrücken: „Der Ausblick, den du beim Surfen hast, ist wirklich unglaublich! Du sitzt da im Line-up und schaust auf all die verschneiten Berge… Anfangs hatte ich ja etwas Angst vor den Duckdives, aber es war gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Erst der vierte oder fünfte tat dann weh und fror mir langsam mein Gehirn ein. Nach der ersten gesurften Welle ist das aber vollkommen vergessen.“

Am nächsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit dem Zodiac an einen Secret Spot, um etwas grössere Wellen zu surfen. In diesem Stile verliefen dann auch die restlichen Tage. Leider verging die Zeit wie so oft viel zu schnell. Bis zum Schluss konnte sich keiner satt sehen an der wunderschönen Natur. Am letzten Tag gab es zum krönenden Abschluss ein Stück weiter Richtung Norden noch eine saubere Left, perfekt für Long- und Fishboards. Alle gingen wieder wie die Pinguine verkleidet mit Haube, Handschuhen, Booties und beheizten Rip-Curl-„H-Bomb“-Neos ins Wasser. So liess sich die Kälte gut überstehen.

Und so endete die Reise, doch das Erlebte bleibt wohl jedem für immer im Gedächtnis. Oder wie Ted Grambeau es ausdrückte: „Auch wenn wir keine ganz dicken Wellen hatten, dieser Trip war mit Sicherheit einer der besten auf jedermanns persönlicher Skala. Ich habe unglaubliche Menschen getroffen und die Stimmung im Team war aussergewöhnlich. I’ll never forget!“

Marlon sagt:
Ich war mal vor vier Jahren auf den Lofoten. Es war das erste Mal, dass ich auch die andere Seite eines Surf-Trips gesehen habe, dass nicht immer nur alles Palmen, warmes Wasser und traumhafte Strände ist. Wenn man diese normalen Trips zu den Mentawais macht, basiert immer alles auf der Welle. Wenn man einen Trip nach Norwegen macht, geht’s auch um die Landschaft, Leute und alles drumherum. Solch einen Trip muss man mit Freunden machen und das Erlebte teilen. Und die Chicks da oben sind so unglaublich heiss! Es gibt keinen Surfer, der da hochgefahren ist, der nicht gescort hätte! Oh doch, vielleicht Eric Rebiere… [lacht]

Info

Die Lofoten liegen zwischen 100 und 300 Kilometer nördlich des Polarkreises im Atlantik und gehören zu Norwegen.

  • Einwohnerzahl: 24.000

  • Amtssprache: Norwegisch
  • Währung: Norwegische Krone (1 Euro = 8,07 Norwegische Kronen)
  • Kältester Monat: Januar (ca. -12 °C bis 9 °C, Durchschnitt: -0,8 °C)
  • Wärmster Monat: Juli (ca. 3 °C bis 29 °C, Durchschnitt: 12,5 °C)
  • Beste Zeit für konstanten Swell: von November bis Februar zwei bis zweieinhalb Meter (6 bis 8 Fuss). Die Ausläufer des Golfstroms sorgen dafür, dass die Wassertemperatur nie unter 4 °C sinkt, in den Fjorden sind im Hochsommer Wassertemperaturen bis 18 °C möglich.

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