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Nihiwatu



Occy's Left

OCCY’S LEFT ist geografisch besser bekannt als Nihiwatu oder eindrucksvoller auch als „God’s Left“. Die Welle ist trotz ihrer beeindruckenden Perfektion immer noch mehr oder weniger leer, teils aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und schlechten Erreichbarkeit, vor allem aber wegen der Anstrengungen des Wellen-Entdeckers Claude Graves. Über 20 Jahre hat er ein Luxus-Resort direkt vor dem Spot aufgebaut und seit 1997 liegen die Exklusivrechte für den Spot bei ihm. Ben Mondy stellt uns „Occy‘s Left“ vor.

Zwangsläufig gibt es verschiedene Meinungen zu diesem Vorgehen. Manche sagen, niemand dürfe eine Welle besitzen, auf der anderen Seite hat Graves eine riesige finanzielle Hilfe an eine der ärmsten Inseln Indonesiens geleistet und zudem die Umwelt beschützt.

So oder so gesehen leitet Graves momentan ein Resort der Luxusklasse an einer Welle in einer der schönsten, überwältigendsten und unberührtesten Regionen Indonesiens. Der Preis für das Privileg, hier zu surfen, ist vielleicht hoch, aber mit einem Maximum von zehn Surfern im Wasser weisst du, warum du ihn bezahlst.

Die Welle bricht direkt vor dem Resort. Indonesische Winter-Swells erreichen die weite Bucht und treffen aus tiefem Wasser auf ein perfekt geformtes Korallenriff, wodurch sich eine Welle aufbaut, die gut 250 Meter bis in einen tiefen Channel rollt. Sie ist bekannt für ihre steile Wand, auf der du dein Trickarsenal abfeuern kannst. Aber auch die ein oder andere Barrel kann man sich hier mit Leichtigkeit abgreifen.

Bei einer Grösse zwischen drei und acht Fuss ist sie spassig und nett, funktioniert aber perfekt. Mit jedem weiteren Fuss zeigt sie ihr wahres Gesicht in Form von ultraschnellen Speedwalls. Kurz, es ist für jeden was dabei. Anscheinend sogar für Nichtsurfer, denn 30 Prozent der Resort-Gäste sind Honeymooner.

Die Welle wurde berühmt, als sie in einer Bonus-Sequenz des Billabong-Klassikers „The Green Iguana“ von 1992 zu sehen war. In dem Film-Part flippen Occy und Sunny Garcia in vier Fuss grossem Surf völlig aus, das Ganze unterlegt mit tobendem Concrete-Blonde-Soundtrack. Das Lustige daran ist, dass der Surf an dem Tag nicht mal richtig gut war. „Es hat trotzdem Spass gemacht und vor allem Occy hat ordentlich gerippt“, sagt Jack McCoy, der berühmte Regisseur, der den Film produzierte. „Ich war schon einmal ein paar Jahre vorher mit Jim Banks da und wir surften den Spot bei zwölf bis fünfzehn Fuss. Es war einfach unglaublich! Und dann hörte ich auch noch von Claude, dass, eine Woche nachdem wir da waren, perfekte Achtfusswellen brachen. Aber ich denke, dass Occys Surfen letztendlich trotz kleinem Swell überzeugend genug war, um dem Spot seinen Namen zu geben.“

Egal ob bei drei oder dreizehn Fuss, es ist eine der besten Wellen der Welt und das inmitten einer der ursprünglichsten und unberührtesten Umgebungen. Also ein weiterer Punkt auf der „Spots you have to surf before you die“-Liste.

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