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Jeffreys Bay



Ben

Wo fängt man an, wo hört man auf, wenn man über Jeffreys Bay spricht, eine der besten Wellen der Erde, wenn nicht gar die beste? Sie hat alles, wovon ein Surfer träumt, ausser warmes Wasser. Sie bietet einen perfekten Mix aus Sand- und Riffboden, Tubes und offenen Faces, Beständigkeit, Länge und Qualität. Es ist eine Welle, die jeder Surfer einmal vor seinem Ende gesurft haben muss!

Kaum einer kennt Jeffreys Bay besser als der südafrikanische ASP-Titelaspirant Jordy Smith.

Der Break und die Stadt Jeffreys Bay liegen ungefähr eine Stunde Fahrt von Port Elizabeth entfernt ziemlich genau zwischen Kapstadt und Durban. Die Welle selbst wird seit den frühen 1960ern gesurft. Die frühen Longboard-Pioniere entdeckten die End Section der Welle als perfekt für ihre schweren Logs.

Mit der Zeit, als die Bretter kürzer und manövrierfähiger wurden, rückte plötzlich der Teil der Welle in den Fokus, den sie heute Supertubes nennen, eine 400 Yard barrelnde Section, die du sicher schon in diversen Videos und auf Fotos gesehen hast. Oder beim Webcast des Billabong Pro, der dort jeden Juli stattfindet.

Wenn alles zusammenspielt und ein Sechs- bis Achtfuss-Swell auf leichten Südwestwind trifft (was in den Monaten Mai bis September mit einer fast schon widerlichen Regelmässigkeit der Fall ist), wird Supertubes zu einem wie geairbrushten Traum aus den perfektesten, kraftvollsten Tubes, die man sich vorstellen kann. Und wenn du es beim Rauspaddeln richtig abpasst, ist es durchaus vorstellbar, dass du dich dabei noch mit trockenen Haaren im Line-up wieder findest. Ein Sechswellen-Set rollt rein, jede ein Spiegelbild der Vorgängerwelle, mit fünf Sekunden langen Barrels.

Aber wie so oft im Leben hat auch dieser Traum seine Tücken. Denn eine Sechsfuss-Welle zu bekommen ist leider kein einfaches Unterfangen und kann sehr frustrierend sein. Der erste Frustrationsgrund ist der konstante Flow an Touristen, die in Jeffreys Bay einfallen. Es ist immer crowded, was die Locals gar nicht witzig finden. Die Jeffreys Bay Underground (JBU) ist eine eingeschworene Gang, die Talent und eine Menge „local knowledge“ mit einer guten Prise des gewaltbereiten Localism vermischen. Zeigt man aber Respekt und tobt sich nicht gerade am Peak der Welle aus, kann man trotzdem Tag für Tag die besten Wellen seines Lebens scoren.

Ausserdem hat man genügend gute Wellen in der Umgebung, die alle Weltklasse-Sections besitzen und wo der Vibe entspannter ist, wenn man mal von der intensiven Crowd bei J-Bay die Nase voll hat.

Nach Supertubes kommt Impossibles (aus gutem Grund so genannt), an die sich die Sections Tubes, Point und Albatros anschliessen, die alle ihre eigenen Takeoff-Zonen haben, weniger überfüllt sind und lange, spassige Rides bieten.

Und natürlich, wenn alle Planeten in einer Reihe stehen und du über ein Karma wie der Dalai-Lama verfügst, kannst du auch mal von Supertubes bis Point surfen. Danach wirst du zwar Beine wie Pudding haben und einen Herzschlag wie ein verängstigtes Karnickel, aber bei deinem 800 Yard langen Weg zurück in den Line-up weisst du, dass, egal was in dem Rest deinem Lebens noch passieren wird, du glücklich sterben wirst.

Travel-Tipps

Der perfekte Tag: Ein früher Mai-Morgen zeigt sich mit sonnigem Himmel, 17 °C Wassertemperatur, SW offshore und einem Achtfuss-Swell. Der morgendlichen Kälte trotzend surfst du Supertubes mit nur einer Hand voll Locals. Sechs 500 Yard lange Wellen später planst du, eingemummelt in einer warmen Jacke und auf einem Streifen Frühstücksspeck kauend, deine nächsten zwei Sessions des Tages. Wiederhole diesen Kreis zwei Monate lang…

Beste Monate: Mai bis September. Es ist zwar immer kalt, aber die konstanten Wellen
und der Offshore-Wind bedeuten eine Menge Spass. Ausserhalb dieser Zeit ist es zwar weniger oft gut, dafür sind es in der Regel auch weniger Crowds.

Getting there: Flieg nach Johannesburg, Kapstadt oder Durban, dann schnapp dir einen Inlandsflug nach Port Elizabeth. Von dort kann man sich einfach einen Bus organisieren, der einen nach Jeffreys Bay bringt.

Boards: Das gesamte Quiver vom Shortboard bis zur grossen Gun. Diese Welle bietet alles und zusätzliche Paddle-Power-Unterstützung durch ein grösseres Board ist sehr hilfreich.

Essentials: Ein guter Neoprenanzug und starke Paddelmuskel.

Unterkunft: Es gibt eine gute Auswahl an qualitativ hochwertigen Backpackers. „Island Vibe“ hat eine super Lage, auch wenn es ein bisschen Lauferei bis Supertubes ist. Versuch sonst auch das „Ubuntu“-, „Hard Rock“- oder „Phoenix“-Backpackers. Hier gibt es günstige Betten und eine gute Zeit gratis!

Weitere Wellen: Kitchen Windows (genau vor dem „Island Vibe“) ist eine unterschätzte, extrem gute Welle. Und eine halbe Stunde Fahrt entfernt liegt der mystische Spot Cape St. Francis aus „Endless Summer“.

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