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Travel

Malediven

Als ich das Telefonat mit der Münchner Vorwahl annahm, wusste ich noch nicht, dass mir dieser Anruf den Tag versauen würde. „Lars, hast du Lust, mit auf die Malediven zu kommen? Wir von Planet Sports würden uns freuen, wenn du mitkämst!“ Aufgeregt durchwühlte ich meinen kleinen Kalender und sehe… dass ich nicht kann! Das Magazin muss fertig gemacht werden! Was soll’s! Ich bat einfach Fotograf Andy Foxx, den Trip für uns zu dokumentieren. Und here we go: mit dem Planet Sports Team ins Paradies.

„Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag…!“, trällere ich – mitten in der Inside umherschwimmend – so vor mich hin. Umso irrwitziger wenn man bedenkt, dass unseren vier Surfistas an diesem Tag gerademal Semi-Closeout-Wellen mit einer regelmässigen Beständigkeit von 5-minütigen Setpausen entgegenrollen. Die Retourkutsche von Eva lässt nicht lange auf sich warten. Die Schallwellen ihres markdurchdringenden Schreies vom Lineup malträtieren mein Trommelfell. Ja sogar körperliche Gewalt wird mir angedroht, wenn ich nicht sofort mit meinem schrägen Gesang mit dem ätzenderen Text bei diesen mässigen Wellenbedingungen aufhöre. Alles halb so schlimm. Immerhin dümpeln wir im 29 Grad warmen Indischen Ozean auf den Malediven.

„Malediven….pffff, wie ausgelutscht und abgegrast!“, denkt der ein oder andere. Überschwemmt nicht nur durch die Tsunami-Welle Ende 2004, sondern auch durch die Horden an Surfern auf den nördlichen Atollen. DIE Traumdestination für Taucher (=MaleDIVEn) in den 80er und 90er Jahren aufgrund der einzigartigen, fischreichen Korallenriffe schlechthin. ‚Lohis’, ‚Jailbreaks’, ‚Pasta Point’, ‚Luschi-Fuschi’… alles einschlägige Fähnchen im Surf-Atlas, teilweise privatisiert und nur mit der Buchung eines Packages im jeweiligen Resort surfbar. Es lebe die Zweiklassengesellschaft! Sie stehen nicht nur symbolisch für die Ausgeburt an Surf-Massentourismus.

Die Prämissen in der Vorauswahl unseres Planet Sports Surftrips sind simpel wie klar definiert: unbekannte Wellen, unbevölkerte Line-Ups, Atoll-Erkundungen, einsame wie kitschige Bacardi-Eilande.

In der Planungsphase dient – ausser Google Earth – Tim, von Lineup Explorers (http://www.lineupexplorers.com) , als einzige Informationsquelle. Tim ist Surftrip-Agent. Als motorisierte Erkundungsplattform bietet er uns die rund 3600 PS-starke und über 30m lange Motoryacht ‚Teate’ und die Aussicht, in den südlichsten Atollen der Malediven, bisher noch ungesurfte Riffpassagen anzutreffen. Der Entdeckergeist ist entfacht und der Deal geritzt!

Mit an Board sind Sven, einer der Planet Sports Geschäftsführer, Motorsport-/Speed- und Adrenalinfreak sowie Gloria, Marketing-/PR-Leiterin bei Planet Sports und Michis Freundin sowie meine Wenigkeit, Andy the ‚underwater’-Foxx oder besser the red-eyed-rabbit (meine Augen waren abends so gerötet, dass ich desöfteren des Drogenkonsums bezichtigt wurde. Totaler Quatsch! Augen offen unter Wasser und permanent mit Salzwasser, herunterlaufendem Sunblock gespült…das Ergebnis: the rabbit

Ach ja, jetzt hätte ich doch fast unsere vier Hauptakteure vergessen! Vorhang auf! Und hier sind sie, die Dompteure der Wellen, Akrobaten der Aerials und Schausteller ihres Styles. Eingekleidet im 80er Jahre Klamottenstil erinnert uns das eigene Auftreten an eine lustige Zirkustruppe.

Der Check-In am Münchner Flughafen läuft wie geschmiert und unsere zum Bersten vollgepackten Boardbags platzieren wir ausreichend weit aber noch in Sichtweite der Quatar Airways Dame. Sie fragt lediglich nach dem Inhalt und dem ungefähren Gewicht. Wir schauen und an und entgegen ihr in abgeklärt-bestimmter Mine: „Ca. 10 Kilogramm pro Tasche!“. Sie nickt wohlwollend und fordert uns auf, die Taschen gleich zum Sperrgepäck zu befördern. Puuuh! Der Saftey-Check artet dagegen in eine Parodie aus. Hauptdarsteller sind Michi’s fancy Kopfhörer der Marke Skullcandy im Camouflage – Military-Look samt den Plastikpatronen als Eyecatcher. Den Sicherheitsbeamten steht das Unverständnis ins Gesicht geschrieben. Der eine Ordnungshüter funkt zu einem Kollegen. Keine Chance. Michi muss sich von seinen Plastikpatronen trennen.

Die Zwischenlandung im Wüstenemirat gleicht der auf einem anderen Planeten. Heiss und staubig. Orientalisch wie mystisch. Mitten in der Wüste. Wir, die farbenprächtige Zirkustruppe, findet sich umgeben von Frauen, versteckt hinter schwarzen Burkhas und Männern in ihren weissen Jelabas und traditionellen Schnabelschuhen.

Immer noch im Wechselbad der Kulturen empfängt uns keine vier Stunden später die feuchtheisse Hauptstadt der Malediven. Beim Landeanflug muss der Pilot im monsunartigen Regen mit einer Sichtweite von wenigen Metern durchstarten. Und das bei einer Landebahn mitten im Wasser!

Tim erwartet uns bereits mit einem Dhoni, welches uns zur ‚Teate’ bringt, die gerade vor Jailbreaks, einem bekannten Righthander, ankert. Kurzer Abendsurf für unsere Jungs und unser Mädel. Michi reisst die Leash, bei immerhin 2-3 Fuss Surf, und muss sein gestrandetes Board auf der Gefangeneninsel ‚freikaufen’.

Unser schwimmendes Zuhause, die ‚Teate’, dümpelt bereits am Surfbreak von Jailbreaks. Gut 3 Etagen hoch und über 30m lang. Viel Platz zum Verlaufen.

Dann geht es um das heikle Thema der Kabinenverteilung. Unerwartet schnell finden sich willige Paarungen: Tao und Carsten, Michi und Gloria (klar), Andy und Sven, Eva und ? Tim erbarmt sich und stellt Eva seine Einzelkabine zur Verfügung

Unsere ‚Wellen-Artisten’ in der Nahbetrachtung:

Eva Kreyer, ‚Miss Roschi’, Modell Powersurfer und bereits das 3. Mal auf einem Boattrip in den Malediven. Ihr Surfstyle erinnert mich stark an eine Mischung aus Layne Beachley und Lisa Andersen. Immer auf der Suche nach dem grünen Raum oder turmhoch aufgestapelten Roschi-Fladen (Pfannkuchen) am Frühstückstisch. Sie ist selbstbewusst, eloquent und um keinen Scherz verlegen. Ohne langen Federlesens kauft sie den Herren der surfenden Zunft den Schneid ab. Gerade aus ihrer Winter-Wahlheimat Fuerteventura gelandet, top in shape zeigt sie eindrucksvolle Cutbacks, Off-the-Lip – Manöver und beherzte Bottom-Turns. Ihr unstillbarer Hunger nach kraftvollen Wellen ist kaum zu stillen.

Tao Schirrmacher, unermüdlich, heissspornig, ambitioniert, chillig. Neuzugang im Planet Sports Surfteam, jüngster Surfer an Bord und Eisbach-Ripper par excellence. Meist sitzt er ganz outside und am tiefsten von allen. Wie ein Kamikaze quetscht er das letzte Quentchen Speed aus den maledivischen Wellen. Desöfteren platziert er sich auch in den Inside-Sektionen der Riffwellen und hofft auf den Eingang in die türkisgrüne Röhre.

Michi Mohr, der gechillteste Big Wave Surfer on earth, der Fels in der Brandung, wenn andere wie auch meine Wenigkeit, drohen auszuticken. Wieder einmal beweist er, dass er sich sehr gut auf kleine Wellen einstellen und dabei noch Höllenspass haben kann. Bei knapp 100 kg Lebendgewicht keine Selbstverständlichkeit. Obwohl… irgendwie hat Michi insgeheim schon mit einem soliden 15 Fuss – Lefthander westaustralischer ‚Bauart’ geliebäugelt.

Carsten Kurmis, für den erkrankten Gerry Schlegel eingesprungen, ist mit mir der Oldie unter den Jungspunten. No worries, Carsten, wir sind die Kinder der 68er Bewegung;-) Tief geduckt und mit perfekt gewähltem Körperschwerpunkt zieht er in seinem Signature-Style backside mit einem breiten Grinsen an meinem Wassergehäuse vorbei. Auch seine Backside-Re-Entries glänzen nur so von relaxter Power.

Wir teilen uns den Luxusliner, der auf den Namen ‚Teate’ getauft wurde mit vier surfenden Franzosen aus Cannes, unseren ‚Frenchies’, sowie zwei Australiern aus Sydney teilen. Nico, Nils, Sebastien und David, zu Beginn eher noch separiert von uns Germans und den beiden Aussies, werden zunehmend lockerer und bereichern die Stimmung an Bord. Besonders David sorgt – ungewollt – für den ein oder anderen Lacher und verdient sich den Spitznamen ‚Docteur’. Seine Hand durch eine Riffverletzung leicht aufgeschnitten, verarztet er jeden Morgen vor dem Surf seine Hand mit Wundgel und verschliesst diese wasserdicht mit einem Latexhandschuh. Dabei untermalt er das Ritual mit einem diabolischen Grinsen und einer eindeutigen, aufwärtsstrebenden Handbewegung. Die beiden Aussies, Adam und Dallas, eindeutig in der Minderzahl und oft von deutschem und französischem Sprachwirrwarr und Gebrabbel umnebelt, rächen sich mit dem grössten Wellenscore des gesamten Trips. Adam muss sogar nach einer tollkühnen Rettungsaktion von Muthi, einem surfenden Besatzungsmitglied, den es in der Inside immer und immer wieder aufs flache Riff gedrückt hat, von den biestigen wie winzig kleinen Seeigelstacheln befreit werden. ‚Frau Prof. Dr. Kreyer’ wird dabei von ‚Anästhesieärztin Dr. Gärtig’, die den Patienten Mr. Adam mit hochoktanigem Alkohol abfüllt, assistiert. Die schwimmende Notfallambulanz um das Ärzteteam von ‚Sven’s Anatomy’ hat alle Hände voll zu tun. Ein anderes Mal wird Big-Wave-Charger Michi Mohr mit einer kleinen aber feinen Platzwunde am Kopf eingeliefert. Das Blut schiesst nur so aus der gemeinen Schädelöffnung, als er noch im Wasser sitzt. Eine Finne war der Täter. Später in der zum OP umfunktionierten Dining-Lounge gibt Prof. Dr. Kreyer Entwarnung! Er benötigt keine Blutreserven oder gar eine Bluttransfusion mit einem anderen Surfer. Zum Glück. Am Ende wird er dabei noch mit dem häufig anzutreffenden maledivischen Small-Wave-Virus infiziert!

Planet Sports Boss Sven findet immer seinen Lieblingsplatz. Egal ob auf der Flybridge oder auf dem wackligen Bug des kleinen Dinghis. Smart und weltmännisch hat er in jeder Situation alles unter Kontrolle.

Mit der spielerischen Leichtigkeit eines Geheimagenten im Auftrag seiner Majestät dirigiert er seine ‚Wasser-Toys’ vorbei an gefährlichen Riff-Formationen und Untiefen. Im guten alten ‚Miami Vice – Crockett & Tubbs’ Style durchpflügt er auf dem Sea Doo Jetski mit Topspeed ein ums andere Mal den Lineup. Seine verspiegelte Sonnenbrille sitzt wie angegossen. Der Jetstream hinterlässt einen Wellenacker. Zum Leidwesen unserer Wellenästhetikerin Eva, die wie ein Rohrspatz auf das stinkende Wasserbike schimpft.

Währenddessen wir die Erlebnisse des Tages in mehr oder minder aufregenden Träumen Revue passieren lassen, wirft Kaptain Ahab, äh Adam, die beiden MTU-Aggregate an, lichtet den Anker und navigiert die ‚Teate’ durch die laue Nacht zielsicher in Richtung Süden. Für uns an Bord ist es Luxus pur, zu wissen, am nächsten Morgen um 5 Uhr aufzuwachen und einer neuen Riffpassage in ihren dunkelblauen Schlund zu blicken.

Alle sind bereits fertig und trommeln ungeduldig mit ihren Fingern auf den Tisch, als ich – noch relativ schlaftrunken – die letzten Flügelmuttern meines Wassergehäuses zuschraube und alles nochmal auf Dichtigkeit überprüfe. Eilig packe ich meine Utensilien samt Flossen, Duct-Tape (für die geschundenen Fussknöchel) zusammen und schwinge mich aufs Dhoni. Es ist noch dunkel. Wir wollen frühzeitig am Surfbreak ankommen. Das warme Morgenlicht und die glasige Wasseroberfläche nutzen. Wie Öl fliesst das 29 Grad warme Salzwasser die Haut hinab. Ein sensationelles Gefühl. Garniert wird das ganze Szenario noch mit ein paar springenden Miniaturdelfinen oder der ein oder anderen Wasserschildkröte, die ihren kantigen Kopf aus dem Wasser neben mir streckt. Durch meinen tiefen Schwerpunkt im Wasser – ich fühle mich meiner Kollegin sea turtle irgendwie verbunden – erkenne ich herannahende Wellensets und deren Richtung zu allerletzt. Stromlinienförmig strecke ich mein Wassergehäuse vor mich und kraule Richtung Surfer, um diesen im kritschen Teil der Welle, idealerweise bei einem kraftvollen Manöver in der entscheidenden Zehntelsekunde auf Speicherkarte zu bannen. Das Positionieren in den in Sektionen brechenden Riffwellen, die eher an die Willkürlichkeit und Unbeständigkeit der Peaks eines Beachbreaks erinnern, bedeutet ‚Paddeln Non-Stop’. Zuerst gegen und dann mit der Strömung. Meine Fussknöchel sprechen Bände und die Rolle Duct-Tape schwindet von Tag zu Tag. Das auf- und abfliessende Wasser ins Atoll bzw. aus dem Atoll heraus erzeugt in den Riffpassagen einen nicht zu unterschätzenden Sog. Bei einem kleinen Righthander spekuliere ich nach Tao’s fulminantem Ride zu sehr auf die Inside und erhalte prompt die Quittung. Nach einer Paddeltortur wie in der Gegenstromanlage eines Stauseebeckens gebe ich mich geschlagen und lasse mich ins dunkle Blau der blubbernden Riffpassage hinaustreiben. Die Dhoni-Jungs ankern derweilen seelenruhig in Sichtweite. Rufen und Pfeifen jedoch zwecklos. Falsche Windrichtung. Da erblicke ich ein nach oben gerichtetes Surfboard unweit von mir. Es sind Tao und Carsten, die sich nach ihrem Inside-Ride ebenfalls in der Strömung wiederfanden. Wir vertreiben uns die Zeit mit kuriosen Unterwasser-Shots. Endlich. Nach einer Stunde sammelt uns das Dhoni wieder auf. Mein Schädel ächzt und mein Hirn kocht. Nicht vor Wut, sondern vor der senkrecht stehenden Äquatorsonne.

Fotograf auf einem Boattrip bedeutet ein hohes Mass an Flexibilität, telepathischer Antizipation, und … man braucht ein starkes Organ, um seinen Jungs und Mädels bei Dunkelheit zu signalisieren, um nicht mitten im Indischen Ozean vergessen zu werden.

Das Alternativprogramm an wellenarmen Tagen gestaltet sich abwechslungsreich: Jetski-Tow-Sessions, Turmspringen von der knapp 8m hohen Flybridge. Geht einem irgendwann der Spass beim Wellenersatzprogramm flöten, dann heisst es Geduld zu üben, sich am besten in eine Ecke zu verkrümeln, den Noise-Canceling-Kopfhörer samt iPod über die Ohrmuscheln ziehen und zum x-ten Male die schon längst veraltete Wellenvorhersage zu analysieren und zu sezieren. Dabei interpretiert jeder sein Wishing-Well-Szenario mit hinein. Onshore-Winde werden heruntergespielt, jeder Zugewinn an Fuss Wellenhöhe mit glasigen Augen aufgesaugt.

Und somit kann ein schwimmendes Paradies auch ganz schnell zu einer Gefängnisfestung ala Alcatraz mutieren. Nämlich dann, wenn das limbische System der Surfjunkies nicht mehr mit ausreichend Wellenadrenalin gefüttert werden kann, man sich dabei permanent über den Weg läuft und in süss-saure Minen blickt.

Tao, Eva und Adam – nein, nicht der gleichnamige Kapitän, sondern der Aussie aus Sydney – hingegen bringen das Blut in ihren künstlerischen Adern in Wallung. Und so geht’s: Jeder zeichnet die Körperpartie einer Comicfigur seiner Vorstellung und faltet das Blatt, sodass es der andere nicht sehen kann. Heraus kommt eine verwegene Mischung aus ‚Adams Family’, ‚’The Munsters’, ‚Sponge Bob’ und den ‚Teletubbies’. Die Fantasy-Family um die drei Protagonisten ‚Lilly Hammer’, ‚Gonzo’ und ‚Macca’ bekommt mit der letzten deutsch-australischen Koproduktion mit ‚Baby Hilde’ noch Zuwachs.

Bei der Wahl seiner Lektüre driftet Tao dann allerdings etwas ab. Es verschlägt ihn in die Niederungen der gelben Presse. Ja, er verschlingt die Glamourbilder und News der Promis aus der ‚Gala’ geradezu. Das ganze ufert in einem Ratequiz zwischen Eva, Gloria, Tao und Michi aus.

Trotz all der Trivialität sind alle getrieben von der Hoffnung, um die nächste Riffecke ungeahntes Potential an Surfspots aufzuspüren. Jeder fühlt den Erkundungsdrang in sich. Ähnlich den Matrosen im Ausguck postieren wir uns auf der Flybridge mit unserem Feldstecher bewaffnet. Ein majestätisches Gefühl, hoch über dem von türkis- bis dunkelblau changierendem Indischen Ozean auf einer Yacht in weiss dahinzugleiten und potentielle Surfspots am Horizont zu spotten. Wir fühlen uns wie Christoph Columbus auf der Suche nach den Westindischen Inseln.

Zum Leidwesen von Bootseigner Thomas scheuchen wir die ‚Teate’ von einer Riffpassage zur nächsten. Von Nord nach Süd, von südöstlicher in südwestliche Richtung und wieder zurück. Man könnte ja die ultimative Riffwelle verpassen! Jedenfalls stellen wir reumütig fest, dass es an ‚Spot X Nummer eins’, unserem Ausgangspunkt am frühen Morgen, am wellensichersten war.

Nichtsdestotrotz gibt es sie auch. Die regnerischen, stürmischen Tage in der türkisblau, kitschigen Bacardi-Kulisse. Spassig wird das ganze, wenn man gerade von einer Riffpassage zur nächsten unterwegs ist. Die massive, über 180 Tonnen schwere 30m-Yacht rollt wie ein Kuhschwanz. Geschirr purzelt umher und der horizontale, monsunartige Regen prasselt an die Fensterscheiben. Wassereintritt! Ein Dichtungsgummi gibt den hämmernden Regentropfen nach. Dunstschwaden und die aufschiessende Gischt der Sturmsee beeinträchtigen und verschlimmern die Sicht. Die 15 Knoten Reisegeschwindigkeit erscheinen unter diesen Wetterbedingungen sauschnell. Fehlt nur noch ein Geisterschiff wie in John Carpenters ‚The Fog – Nebel des Grauens’. Kaum ausgesprochen ertönt ein sonoriges Schiffshorn. Ich glaube zu träumen, traue meinen Augen kaum.

Wie in der ersten Reihe eines 3D-Echtzeit-Panorama-Kinos taucht urplötzlich der gigantische Stahlbug eines Supertankers aus dem Nebel vor uns auf. Michi und Tao tollen derweilen am Bug herum und rennen zum Kommandostand. Adam …….lehnt seelenruhig in seinem Kapitänssessel und meint lapidar: „Everything’s under control!“ 30 Meter Abstand sind auf stürmischer See keine Entfernung! Berücksichtigt man noch die dickgliedrige Ankerkette des Tankers… die Verwirrung ist auf jeden Fall gross. Staunende, leicht geschockte Gesichtsausdrücke drängeln sich kurz danach am Mittagsbuffet. Rasch den aufgewühlten Magen mit einer paar herzhaften frisch gefangenen Tunasteaks, Reis und Früchten besänftigen.

Bewaffnet mit einer monströsen Messingglocke und einem Grinsen das seines gleichen sucht, ruft unser Küchenmaestro zum Gebet, äh Essen. Bondo, ursprünglich aus Bangladesh – wie das Gros der Bordbesatzung – ist die Herzlichkeit in persona. Des englischen nicht so mächtig, zählt er hochkonzentriert in seiner unverwechselbaren Art, mit dem kleinen Finger der rechten Hand beginnend, die Menüreihenfolge auf:

„soup, hm…, rice…..salad, tuna, …..fruit!“ Während der Aufzählung jedes Ganges verdreht er seine Augen zur Decke und überlegt. Ein Bild für Götter.

Und täglich grüsst das Murmeltier a la Bondo, sag’ ich da nur!

Selbst am Tag unseres Abflugs tollen wir uns in kopfhohen Wellen an unserem Lieblingsspot herum und geniessen die letzten Stunden im badewannen-warmen Wasser, ohne zu wissen, welch Stress uns am Flughafen noch bevorsteht.

Da war es nämlich wieder. Das Gefühl des sich zum Affen machen. Wie ein Fluch. Aber es musste sein. Es spart uns schliesslich knapp 1000 Dollar, die wir normalerweise dem geschäftstüchtigen Quatar Airways Mitarbeiter hätten bezahlen müssen. Rip off höchsten Grades! Vorallem weil die Übergepäckrate von Beginn der ‚Verhandlungen’ bei $1200 startete und letztendlich bei $1500 endete.

In Windeseile schleudern wir die übergewichtigen Klamottenteile aus unseren Gepäcktaschen und ziehen uns alles über. Michi hat dabei am meisten Übergewicht auf seinem Körper zu verteilen. Eine Regenjacke, zwei Hoodies, zig T-Shirts und darunter eine lange Hose, getoppt von 2-3 Boardshorts lassen ihn bei geschätzten 30 Grad Aussentemperatur den ein oder anderen Liter an Körperflüssigkeit verlieren. Zwei junge, russische Mädels vom Typ ‚Fantastic-Plastic-Wannabe-Supermodels’ mit ihrem ‚Louis Vutton’ – Reisegepäck rümpfen bereits ihre Nase über uns, als ich ebenfalls noch ein paar Lagen Klamotten auflege. Kopfschüttelnd und pikiert stelzen sie von dannen.

Wie ich es liebe, solche Momente totaler Spontaneität und Verplantheit. So werde ich wohl – immer mit einem süffisanten Schmunzeln auf den Lippen – ewig an diesen Teamtrip denken und hoffe, nächstes Jahr mit unserer illustren Zirkustruppe wieder auf Reise zu gehen!

Eva’s Eindrücke über den Planet Sports Surftrip:

Das lustigste Ereignis war für mich definitiv die Gepäckaktion am Flughafen in Male. Danke nochmal an Quatar Airways, ihr wart der Wahnsinn. Unser Team hat in diesem Augenblick einfach perfekt funktioniert. Wir haben alles gegeben, alles geteilt und alles ertragen. Und uns auch noch die ganze Zeit vor Lachen geschüttelt. Dieser Anblick, den wir boten – zwischen all den Upper-Class-Honeymoon-Touris,…die Zirkustruppe in ihrer ganzen Pracht. Und mit all diesen ‚Vögeln’ im Line-Up zu sitzen, jeder auf seine Weise einzigartig, bunt und liebenswert, liess mich die einzelnen Sessions kaum voneinander unterscheiden. Der Surf war immer irgendwie gut. Mein Gesamteindruck sagt mir: Die Sache ist eine Wiederholung wert!

Tao’s Eindrücke über den Planet Sports Surftrip:

Lustig: Eine wahrscheinlich nur für mich lustige Angelegenheit war, als sich Michi eine kleine Platzwunde am Kopf holte …

Einige Wochen bevor es losging gab mir ein Freund ein Tacker mit, mit der Bitte, wenn ihr tackert, mach’ Fotos!! Alleine bei dem Gedanken wie er sich über Tacker Fotos gefreut hätte, freute ich mich gleich doppelt und probierte die anderen vom Gebrauch des Tackers zu überzeugen…Leider war ich wohl der einzige der tackern für sinnvoll bzw. human hielt… Also wurde die Wunde kurzerhand mit Strips zugeklebt – und traurig verschwandt der Tacker wieder in der Koje.

Surfsession: Nachdem nun seit Tagen ein wahnsinnig guter Swell angesagt war, aber nie wirklich etwas ankam, fuhren wir wie Verrückte von Spot zu Spot und wieder zurück bis wir wieder an der Rechten waren, die so perfekt war aber einfach zu klein…Zum Glück hatte ich mein Malibu ja durch die Gegend geschleppt…. Also liess ich mich kurzerhand morgens an die Rechte schippern, sass bei kniehohem Surf alleine vor einer geilen Insel auf den Malediven und nahm eine kleine Welle nach der anderen. Die ganze Session war für mich wahnsinnig geil, morgens alleine im Badewasser zu sitzen und mir zu denken: “Kaum ein anderer wird so eine Session auf einem Boattrip erleben, da immer andere mit im Wasser sind!“…Juhuuu, so hatte ich für mich den Surfers Spirit neu entdeckt und wir konnten schnell zum nächsten Spot aufbrechen…

Michi: Den alten Boyband-Fan kannte ich schon ein bisschen länger und wusste eh, dass er sehr entspannt sein würde… auf dem Boot war er ein sehr ruhiger und angenehmer Reisepartner – wie eigentlich auch erwartet.

Andy: Unseren Wasserfotografen kannte ich schon eine ganze Weile, hatte aber nie engen persönlichen Kontakt…(nein nichts Schwules!) Also wurde es mal Zeit. Andy war für mich der Tiefstapler des Trips, vorallem als ich im nachhinein auf seiner Homepage mehr über seine Reisen und Projekte erfuhr. Ein sau gechillter Kerl.

Carsten: Der älteste und zugleich mein Zimmerkompanion. Ich kannte ihn fast nur vom Sehen und unserem kleinen Frankreich Hochwassertrip und war mir nicht unbekannt. Seit ich mal was wie ‚Surf-Hobbit’ in einem Magazin gelesen habe, geht mir dieser Spitzname nicht mehr aus dem Kopf und sobald ich ihn gesehen hab, musste ich dran denken – der Hobbit. Und auf einem Boot trifft man sich ja auch mal öfters am Tag…

Eva: Was soll ich sagen: ich hatte sie noch nie gesehen und war angenehm überrascht. Eva ist eine super chillige Person mit der ich mich richtig gut über Gott und die Welt unterhalten konnte, was auch immer wichtig auf so einem Boot ist. Im Wasser war sie auch supergeil und hat mich immer motiviert. Ihre mütterliche Wundversorgung war für mich natürlich auch ein kleines Highlight, da ich mit der einen oder anderen Wunde zu kämpfen hatte und ohne sie wäre es nur halb so schnell verheilt. Danke!

Gesamteindruck: Wenn ich mal gefragt werden sollte, ob ich einen ähnlichen Trip nochmal machen will, könnte ich nur JA sagen. Dieser Trip war mein erster Boattrip und wird mit Sicherheit nicht mein Letzter gewesen sein. Auch wenn es in den Kabinen trotz Klimaanlage nachts brüllend heiss und feucht war, die Delfine dauernd in der Gegend rumgeschwommen sind und ein kleiner Sturm uns heimgesucht hat, kann man sagen: Verdammt geiler Trip!

Angefangen hat der Essensmarathon morgens um 5.30 Uhr mit Kuchen und Keksen, dann gings surfen. Der Rest des Tages ging schnell mit essen und surfen vorbei, Roschi und Thuna zum Frühstück – und teilweise suspekte Brotaufstriche: salad, rice, thuna mittags und soup, salad, rice, thuna, Butter mit Schokoaroma am Abend.

Die Wellen auf den Malediven sind teilweise sehr softe Wellen, die aber in einer wunderschönen Lagunen-Landschaft brechen. Enttäuschungen sind die Ergebnisse falscher Erwartungen. Wir waren teilweise etwas enttäuscht über die Wellenausbeute, aber trotz alledem hatten wir noch ein paar Tage mit guten Wellen.

Es war eine super geile Erfahrung mit dem Boot auf die Suche nach neuen Spots zu schippern und den Lineup mal von hinten zu sehen, mit dem Dhoni immer abgeholt zu werden und dann Essen vorgesetzt zu bekommen. Der ganze Trip ist recht unkompliziert und ohne grosse Hindernisse verlaufen, bis auf das Einchecken auf der Heimreise in Male…1700$ Übergepäck bezahlen???????? Nicht im Traum !!!!!

Nachdem wir in Male gelandet sind, mussten wir ca. 150 Meter zum Boot laufen, auf der Rückreise mussten wir nochmal ca.200 Meter laufen…ein verdammt anstrengender Trip… den ich immer wieder machen würde!!!!

Michi’s Eindrücke über den Planet Sports Surftrip:

Lustigstes Erlebnis

Mein Aufenthalt auf der Gefängnis-Insel. Gleich nach der Ankunft in Male schippern wir zu „Jailbreaks“, der berüchtigten Gefängnis-Insel mit einer richtig guten Right vor der Türe. Tao reisst das Leash-Bändchen, während ich noch ein paar schöne Wellen surfe und mir denke „…mei, Tao!“. Das Karma kommt zurück und zwei Wellen später passiert mir dasselbe. Während Tao seins wieder hat, mache ich mich auf der Gefängnis-Insel zwischen Absperrungen, Stacheldraht und bewaffneten Gefängniswärtern auf die Suche. Es dämmert, keiner weiss wo ich bin und ich bin mittlerweile auf der Insel unterwegs, mein Board in Händen und hab keine Ahnung wo unser Boot hingefahren ist. Das Beste daraus zu machen, heisst die Devise und ich geh’ mit ein paar superfreundlichen Locals was essen, soll mir ihr Haus ansehen, lerne Freunde und Verwandte kennen… Währenddessen ist es stockdunkel und mein Boot wurde von der Polizei informiert, dass ich aus dem Knast aufgetaucht bin. Auf der ‚Teate’ angekommen, gibt’s erstmal ein paar Bierchen auf das Abenteuer.

Bester Surf (mit Grund)

Der Righthander im Nirgendwo. Ein wahrscheinlich 15 km langes zur Hauptswellrichtung schräg ausgerichtetes Riff im Meer, und ein Righthand-Peak nach dem anderen soweit das Auge reicht. Wir ankern an der Riffecke und haben das ganze Riff für uns alleine. Ich warte draussen auf die Bomben, die alle 20 Minuten durchkommen und erwische zwei richtig weit offene Backhand Barrels im Pigdog-Style, die dann irgendwann zumachen. Doch für einige Sekunden habe ich „Surfing´s Prime View“ im kitschig tropischen Ambiente. Tao und Tim paddeln vorbei und sehen genau rein. Das geilste Gefühl des Trips.

Eva: Powersurfer-Girl, pullt überall rein, zeigt den Jungs wie´s geht, war die „Mama“ auf unserem Trip und wusste, wie man die faule Besatzung in die Gänge bringt, supercool.

Tao: der „remote-controlled Surfer“, denn sobald er ne Welle hat, heizt er so los, da er so leicht ist, superweit oben auf der Welle, kriegt Speed ohne Ende, hat ne Riesengaudi in allen Wellen, einige Andenken vom Riff, saulustig neben ihm im Flieger, jeder hatte seine Game-Battle.

Carsten: die Goofy Unterstützung aka Surfhobbit. Super gechillt. War cool mit ihm in die Linken zu ziehen, während die anderen die Right gerippt haben, die Linke ging direkt aufs trockene Riff…

Mr Anti aka Mad Professor aka Andy Foxx: den haben wir auf diesem Trip mal wirklich fast in den Wahnsinn getrieben 🙂 hatte mit Sicherheit die meiste Arbeit. Stunden in der Strömung umherschwimmen, eine Fotoeinstellung nach der anderen, Objektiv- und Kamerawechsel, jeder Surfer an einem anderen Peak. Ich habe schon viele Trips mit ihm hinter mir, aber dieser hat seine Grenzen ausgelotet. Nichts desto trotz hatte er stets ein Smile drauf und gab alles im Wasser. Fette Props an den Professor!!! 🙂

Carsten’s Eindrücke über den Planet Sports Surftrip:

Male 08

Ein Traum!?!

Stellt euch mal bitte diese Situation vor:“ Ich sitze gerade in meinem Büro; das Telefon klingelt; mein Chef ist dran;

Carsten: „Hallo Chef, wie geht’s?“

Chef: „Hallo Carsten, bei mir ist alles klar, was machst du denn momentan?

Carsten: „ Na arbeiten, was denn sonst, oder hörst du den Eisbach im Hintergrund rauschen?

Chef: Nein, da hast du recht. Was hast du denn für die nächste Woche für ein Projekt?

Carsten: „ Sollten die Muster rechtzeitig kommen, werde ich meine Orderrunde vortsetzen. Wieso?

Chef: „ Na ja,…… ich würde sagen, du fliegst nächste Woche auf die Malediven.

Carsten: Na klar, verarschen kann ich mich selber…..Urlaub hätt ich zwar nötig, kann es mir aber nicht leisten.

Was ist los, was brauchst du?…

Ich könnte die Konversation natürlich noch ausführlicher weiterführen, aber jeder denkt doch eigentlich“ – Träume ich? Aber nein, alles echt, mein Chef fragt mich ob ich bitte für 10 Tage meinen Arbeitsplatz auf die Malediven verlegen kann, besser gesagt, es ist ein Auftrag,( kommt ja vom Chef) Wahnsinn, – Aber warum? Gerry, unser Oxbow Teamfahrer wäre eigentlich hierfür geplant gewesen, doch leider ist er kurz vorher erkrankt und war nicht „flug-surftauglich“- Von dieser Stelle noch mal mein herzliches Beileid an Gerry, mir wäre es lieber gewesen du wärst gesund geblieben( und wir wären zusammen gesurft)

Lange rede kurzer Sinn, 4 Tage und einer halben Stunde( für`s Packen) nach diesem Anruf sitze ich schon im Flieger, und keine 15 Stunden später schon in 28 Grad warmem Wasser auf meinem Surfboard…

Steckbriefe

Name: Eva Kreyer
Geburtstag: 19.09.1978
Geburtsort: Hagen
Wohnort: Fuerteventura und France
Inkubationszeit: (damit ist gemeint, wann ihr mit dem Surfbazillus in Berührung gekommen seid) Nach dem Abi 1998
Verdient tägliches Brot mit: Surfcamp in France
Bekommt feuchte Träume bei: Perfekten Offshore-Lines und weit und breit kein anderer Surfer zu sehen!
Grösster Held: Pippi Langstrumpf
Stance: regular
Grösse: 172 cm
Gewicht: 68 kg
Schuhgrösse: 40
Sponsoren: O’Neill, Vans, Planet Sports, MSC Surfboards


Name: Carsten Kurmis
Geburtstag: 26.01.1968
Geburtsort: NRW Lobberich
Wohnort: München
Inkubationszeit: 1982 (windsurf), 1989 (Surf)
Verdient tägliches Brot mit: Handelsagentur für Oxbow, Buster Surfboards und Waveloch
Bekommt feuchte Träume bei: glassy offshore barrel
Grösster Held: Jim Ethan James (Surfhobbit Junior)
Stance: goofy
Grösse: 168 cm
Gewicht: 68 kg
Schuhgrösse: 68 (haha, 43 Hobbitfüsse halt)
Sponsoren: Oxbow , Buster Surfboards, Oakley


Name: Michi Mohr
Geburtstag: 16.10.1977
Geburtsort: München
Wohnort: München
Inkubationszeit: 16 Jahre
Verdient tägliches Brot mit: Retail Manager bei Planet Sports
Bekommt feuchte Träume bei: meinem neuen Auto 🙂
Grösster Held: meine Mum, und meine Sponsoren, die mich auf solche Trips schicken…
Stance: Goofy
Grösse: 190cm
Gewicht: 93 kg
Schuhgrösse: 50
Sponsoren: Quiksilver, Planet Sports, FCS, Light Surfboards, Skullcandy, Himaya


Name: Tao Schirrmacher
Geburtstag: 15.10.1982
Geburtsort: Seoul
Wohnort: München
Inkubationszeit: ca. 6 ½ Jahre
Verdient tägliches Brot mit: ich versuch’s wie der Walter: ‚Eisbach Inkasso AG’
Bekommt feuchte Träume bei: Das will niemand wissen…
Grösster Held: Mick Fanning
Stance: regular
Grösse: 173 cm
Gewicht: 65
Schuhgrösse: 41
Sponsoren: Quiksilver, Fatum, Planet Sports

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