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TRAVEL: Abenteuer Panamericana – Unterwegs mit Motorrad & Surfboard

Getreu dem Motto „Raus aus dem Hamsterrad – rein ins Abenteuer“ machten wir, NiuKa (Nici und Kai) aus Friedrichshafen am Bodensee, uns mit unseren Motorrädern im Oktober 2018 auf den Weg entlang der Panamericana von Chile bis nach Alaska.

Den Traum auf Weltreise zu gehen, hatten wir schon seit dem Studium. Doch damals fehlte uns das Geld.

Nach fünf Jahren Berufsleben dann aber die Komfortzone und das Hamsterrad zu verlassen, alles zu verkaufen und auf Weltreise zu gehen, war dann doch ein großer Schritt. Aber wir haben es nicht bereut. Im Gegenteil. Es ist jedoch unvorstellbar was alles zu beachten und zu organisieren ist. Vor allem wenn man mit dem eigenen Gefährt (in unserem Fall mit Motorrädern) auf Reisen gehen will. Themen wie KFZ-Versicherung, Auslandsreisekrankenversicherung, Arbeitslosmeldung, Campingausrüstung, Reiseroute, Länderinfos, Verschiffung etc. galt es zu recherchieren und zu klären. Ständig kam noch etwas dazu, was wir zuvor nicht berücksichtigt hatten. So kamen wir kurz vor dem Verschiffungstermin dann doch noch etwas in Zeitnot.


Warum mit Motorrädern? Weil es einfach das pure Abenteuer darstellt und man besser in Kontakt mit den Einheimischen kommt. Und es zudem natürlich auch eine riesige Herausforderung ist. Vor allem für Nici, die ihren Motorrad-Führerschein erst ein Jahr zuvor gemacht hatte. Die Wahl der Motorräder fiel relativ leicht und schnell. Kai ist auf einer Yamaha Ténéré XT 660 ZA und Nici auf einer BMW G650GS unterwegs.
Da wir an wunderbaren Spots vorbeikommen und wir nicht für so lange Zeit auf unsere Hobbys verzichten wollen, haben wir neben der Campingausrüstung auch noch ein Surfbrett sowie unser Kitesurfequipment dabei.

Im Oktober 2018 ging es dann endlich los. Unsere Motorräder gingen schon Ende August auf die lange Reise über den Atlantik nach Chile. Wir flogen etwas früher nach Südamerika und reisten mit dem Backpack zweieinhalb Wochen durch Brasilien: Rio de Janeiro und Iguaçu Wasserfälle. Dann ging es nach Valparaiso / Chile um unsere Motorräder abzuholen. Dort stellte sich wieder einmal heraus, dass Theorie und Praxis manchmal meilenweit auseinanderliegen. Wir hatten zwar mehrmals Probe gepackt, aber vor Ort war dann doch alles anders.

Vor allem wenn man so wie wir nicht nur Campingausrüstung, sondern auch noch Kitematerial und ein Wellenreitbrett dabeihat. Nach einem verzögerten Start ging es dann aber endlich los, erst mal gen Süden: Wellenreiten in Pichilemu und Kitesurfen in La Boca. Dort mussten wir uns notgedrungen im Offroadfahren üben, um an die Spots zu kommen. Das ging nicht ohne Umfaller einher. Aber „Learning bei Doing“ heißt ja die Devise. Leider wurde bei einem Sturz im tiefen Sand auch der Surfbrettträger, sowie das Surfbrett selbst in Mittleidenschaft gezogen. Doch wir hatten Glück und konnten es notdürftig reparieren. Des Weiteren war beim Fahren der starke Seitenwind, vor allem mit dem Surfbrett, eine große Herausforderung und bedurfte etwas Eingewöhnung.


Danach hangelten wir uns langsam Richtung Norden hoch. Entlang der Küste zum Wellenreiten und Kitesurfen, sowie in das Landesinnere und in die Anden. Chile beeindruckte uns sehr. So viele unterschiedliche Landschaften und sehr nette, hilfsbereite Menschen. Besonders die Gegend in und um die Atacamawüste hatte es uns angetan: Tiefe Schluchten, hohe Vulkane, viele Lamas, die Salzwüste und unglaublich schöne Lagunen. Der Sternenhimmel ist ein Traum und die Berge der Anden sind atemberaubend. Chile ist auch das Land der Gegensätze: Während wir im Süden noch Nächte bei um die Null Grad im Zelt verbrachten, erlebten wir im Norden brütende Hitze.

Das nächste Highlight lag dann gleich um die Ecke: Bolivien. Die Lagunenroute entlang bis in das Salar de Uyuni war mit eines der schönsten Erlebnisse. Jede Lagune hat eine andere Farbe, meist direkt vor wunderschönen Bergen oder Vulkanen gelegen und bewohnt von tausenden, pinkfarbenen,
Flamingos. Und das auf über 4.000 Metern Höhe! Nur mit der Höhe hatten wir etwas zu kämpfen und wir hatten uns zudem noch den Magen verdorben.


Auf Grund der Regenzeit und Schnee auf den Pässen konnten wir in Peru leider nicht über den Titicacasee und Machu Picchu fahren. Dafür fuhren wir entlang unglaublich schöner Küstenstraßen und feierten Silvester in einer Oase mitten in den Dünen. Dann ging es weiter im Norden Perus auf einen Abstecher nach Huaraz in die Berge. Doch hatten wir leider auch dort Pech mit dem Wetter und sahen von den hohen Bergen nicht viel. Sehr schade, denn der „Paramount Pictures“ Berg (heißt in Peru Artesonraju) liegt direkt an einer türkisblauen Lagune.

Nach tausenden von Kilometern durch die Wüste kamen wir über die Grenze nach Ecuador in tropische Gefilde. Alles war grün und blühte. Aber es hatte auch viel Regen. In Ecuador blieben wir zum ersten Mal länger an einem Ort. Drei Wochen gingen wir jeden Tag Surfen. Dann ging es über den Nebelwald zurück in die Anden und weiter nach Kolumbien.

Hier mussten wir leider etwas Gas geben, da unser Verschiffungstermin für Ende März nach Panama schon feststand. Auf Grund der Lage in Venezuela konnten wir jedoch die angrenzenden Nationalparks sowieso nicht besuchen. Mit der Verschiffung lief leider natürlich nichts wie geplant und wir mussten anderthalb Wochen in Cartagena ausharren bis wir endlich unsere Motorräder im Container verfrachtet hatten und wir selbst nach Panama segeln konnten.

Dieser Segeltörn war mit eines der Highlights der gesamten Reise. Nach zwei Tagen auf offener See (wir sind nur den Bodensee gewöhnt und hatten mit Seekrankheit zu kämpfen) ging es dann zum Schnorcheln und Entspannen zu den San Blas Inseln in der Karibik. Diese gehören schon zu Panama. Wir wurden auf dem Weg von Delfinschulen begleitet und suchten am Strand nach fluoreszierendem Plankton. Dieses funkelte mit den Sternen um die Wette. Es war auch schön sich zur Abwechslung keine Gedanken um Übernachtung und Essen machen zu müssen.

Unsere Motorräder hatten währenddessen leider keine so angenehme Überfahrt: Der Blinker der BMW war abgebrochen und man hatte versucht die BMW Embleme zu stehlen. In Panama verweilten wir dann wieder länger an einem Ort. Zwei Wochen blieben wir in Playa Venao zum Surfen.

In Costa Rica fluchten wir über die schlechten Straßen und vielen Schlaglöcher, konnten aber auch Surfen und bestaunten die wunderbare Tierwelt. Wir hatten sogar das Glück ein Faultier bei seinen seltenen Bewegungen zu filmen. In Nicaragua trotzten wir dem Dauerregen. Auf Grund des El Niños und einem großen Tiefdruckgebiet, regnete es zwei Wochen fast ununterbrochen.

Mit dem Motorrad unterwegs in der Regenzeit ist kein Spaß. Es wurde auch nichts mehr richtig trocken. Zudem ging nach knapp einem halben Jahr langsam alles kaputt: Von der Luftmatratze, über Kissen bis hin zum Zelt wurde alles „reisemüde“. Und wir hatten neben dem Regen auch wieder sehr außergewöhnliche „tierische“ Begegnungen. Wie zum Beispiel mit den riesigen Ameisen, die sich in den Motorradstiefeln eingenistet und Eier gelegt hatten oder die Krokodile, die im Fluss neben dem Surfspot lagen.

In Honduras erwarteten uns dann Straßenblockaden und brennende Autos, die wir zum Glück aber zeitlich gut abpassten und nur die Überreste am Straßenrand sahen. Derzeit sind wir in El Salvador und erholen uns von einem Bakterium, welches wir seit Nicaragua mitschleppen.

Bald geht es weiter nach Guatemala. Dort bekommen unsere „Pferde“ dann einen Service, damit sie die weiteren Kilometer bis Alaska durchhalten. Bis Alaska werden wir es dieses Jahr vor dem Winter wohl nicht mehr schaffen. Geplant ist, die Motorräder in den USA unterzustellen und in Australien / Neuseeland zu überwintern. Dann wollen wir im Frühjahr 2020 bis Alaska hoch und zurück nach Kanada fahren. Von dort geht es dann zurück nach Europa. Das ist derzeit geplant, Pläne können sich aber natürlich ändern.
Wer wissen will wie die Reise weitergeht oder noch mehr Informationen möchte, kann dies auf unserer Webseite nachlesen auf: www.niuka.de. Dort wird auch kontinuierlich der Reiseblog aktualisiert. Mehr Fotos und aktuelle Eindrücke stellen wir zudem regelmäßig auf Instagram online: @niuka.de

 

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