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Blick in die Glaskugel: Was wäre, wenn?

Was passiert, wenn alle deutschen Surfer diese Saison hauptsächlich an Nord- und Ostsee reisen? Ein bierernster Blick in die Glaskugel verrät's.

Die deutsche Statistikdatenbanken statista ging 2019 davon aus, dass 440.000 Deutsche in ihrer Freizeit “häufig surften”. 2,22 Millionen Deutsche seien laut der Statistik sogar “ab und zu” aufs Wasser gegangen. Unklar bleibt leider, ob statista auch Kite- und Windsurfer oder gar Stand Up Paddler auf Binnengewässern mitzählte. Die International Surfing Association (ISA) ging zeitgleich von gut fünf Millionen Surfern in Europa aus. Dass der Anteil der reise- und surffreudigen Deutschen somit bei gut einer halben Million liegt, ist plausibel.

Diese erfreuliche Entwicklung, dass Surfen an Relevanz in Deutschland gewinnt, hat in Corona-Zeiten einen großen Nachteil: Solange man nicht nach Portugal, Frankreich, Spanien oder Dänemark ausweichen kann, wird es an der heimischen Nord- und Ostsee voller als bei einer Verschwörungstheoretiker-Demo in Stuttgart. Zutapezierte Line-ups konnte man die vergangenen Tage mehrmals in Schleswig-Holstein bewundern, wo Surfen als Individualsport wieder erlaubt ist.

Um endlich Gewissheit zu haben, was uns diese Saison erwartet, haben wir einen Blick in die Glaskugel gewagt. Dies sind die realistischsten Szenarien:

  1. Nachdem fast alle Bundesliga-Clubs in Quarantäne müssen, wird die Fußballsaison schnell wieder abgebrochen. Die unbeschäftigten Schiedsrichter müssen fortan in Weissenhaus, Timmendorf und Co. das Geschehen leiten und gelbe sowie rote Karten an Rowdys verteilen. Damit niemand mitbekommt, wo ihre Autos stehen, reisen die Offiziellen mit der Bahn an.
  2. Bill Gates und andere Reptiloiden züchten weiter fleißig Viren, um die besten Wellen der Welt noch viele Jahre nur für sich zu haben. Für den Rest gilt: Zum Surfen braucht man fortan einen Windows-Rechner.
  3. Die Bedeutung von A-Frames, Barrels und Reef Breaks kennt niemand mehr. Künftig sind zerhackte Wellen, acht Beaufort und schleimige Algenreste im Neo en vogue.
  4. Der für Sport zuständige Innenminister Horst Seehofer ist über die neue Heimatliebe sehr erfreut und lässt das Wattenmeer ausbuddeln, um den feschen Burschen im Neopren a Mordsgaudi zu ermöglichen. Über Umweltschutz reden wir später, zerfix!
  5. Da die Line-ups zu voll werden, kann der Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden. Fortan muss ein Neoprenanzug mindestens bis über die Nase gehen, sonst droht Bußgeld.
  6. Landwirte, die Felder und Wiesen in Küstennähe haben, wittern den Reibach. Statt Kühe und Korn lassen sie künftig Busse und PKWs von Surfern auf ihre Grundstücke und werden mit den Ticketeinnahmen steinreich.
  7. Nachdem im Berghain, auf der Reeperbahn und in Köln-Ehrenfeld Feiern weiterhin verboten bleibt, werden die Partywaves auf Nord- und Ostsee zum neuen Kultur-Hotspot. Türsteher vor Strandübergängen achten nicht nur auf den Dresscode, sondern verlangen auch von einem, die Action-Cams abzukleben.
  8. statista gibt bekannt, dass ihnen bei der Zählung ein Fehler unterlaufen ist. “Wellen-Tattoos, Flamingo-Caps und Aloha-Shirts waren für uns klare Indizien, dass es sich bei diesen Personen um Surfer handelt”, sagt ein Sprecher des Unternehmens. “Bei einer tieferen Recherche mussten wir leider feststellen, dass es sich dabei häufig um Medizinstudenten, Agentur-Volontäre und Sozialarbeiter handelte.”
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