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John John Florence credit: WSL / Cestari

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INDUSTRIE: Das Leben nach HURLEY

Es ähnelte einem Erdbeben in der Surfindustrie, als Hurley nach der Übernahme von Bluestar Alliance den großen Rotstift beim Team ansetzte.

Keine vier Wochen nachdem Bluestar Hurley von Nike übernommen hatte, kam die große Überraschung. Langjährige Top-Athleten wie Carissa Moore, Rob Machado, Michel Bourez und auch Youngster Eli Hanneman wurden kurzerhand aus dem Team geschmissen. Wenig später die Hiobsbotschaft für Hurley: John John Florence entschied sich für eine Abfindung von 2 Millionen Euro, statt seinen 30-Millionen-Vertrag zu erfüllen. Der größte Deal in der Geschichte des Surfens ist damit aufgelöst.

John John Florence credit: WSL / Sloane
John John Florence credit: WSL / Sloane

Und genau daraus entstand ein Dilemma. JJF ist bzw. war das Maß der Dinge und wird somit stellvertretend für alle anderen Pro Surfer das Preisniveau angeben. Aber welche Surfbrand hat momentan das nötige Budget, um einen Top Surfer, in der von Hurley vorgelegten Größenordnung zu übernehmen? Keine! Zumindest nicht von heute auf morgen.

John John Florence credit: WSL / Dunbar
John John Florence credit: WSL / Dunbar

So ziemlich alle Teamrider, die eine Kündigungsklausel im Vertrag hatten, wurden schriftlich am 02. Januar abgesägt. Als Übergangsdeal wurden Abfindungen und eine 30-Tages- Shopping- Klausel vereinbart. Im Falle von John John Florence heißt das, eine Abfindung über zwei Millionen (von verbleibenden zwölf Mio. aus seinem alten Vertrag) und der Freifahrtschein, um sich nach anderen Sponsoren umzusehen. So ziemlich jede Surfbrand wurde laut Insiderberichten von den ehemaligen Hurley-Surfern angegangen und es bleibt sehr spannend, wo die großen Namen unterkommen.

Es könnte durchaus auch eine große Wende bedeuten, gerade wenn JJF & Co. bei Ralph Lauren, Uniqlo, Adidas oder einem anderen Big Player unterkommen sollten. Wir bezweifeln dies jedoch und hoffen auf einen Deal in der Surfindustrie.

Durch die Abfindungen sollten die meisten gekündigten Surfer dieses Jahr auch ohne Hauptsponsor gut über die Runden kommen und Surfer wie Kolohe und auch Carissa sind mit Red Bull noch gut aufgestellt. Verschont wurden Julian Wilson und Filipe Toledo, der gerade erst einen wasserdichten 5-Jahres-Deal über $600k / Jahr unterzeichnet hat. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch sie aus dem Team fliegen? Genaues weiß man nicht, aber die nächsten Monate werden sehr spannend. Also Augen auf, wer welche Sticker auf seine Boards klebt.

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