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Rapid Surfing

Walking Upstream – was steckt hinter dem neuen Film Projekt von Lukas Haigermoser & ARCANE

Sommer, Sonne, Sonnenschein – so schnell scheint in weiten Teilen Europas das Wort Surfen zusammengefasst.

Langhaarige Draufgänger, die sich an goldenen Stränden die besten Wellen suchen, danach mit den jubelnden Zusehern feiern und von Tag zu Tag leben. Schon lange erlebt die Sportart in Medien, Film und Fernsehen einen Höhenflug – der nicht nur begeistert.

Zu weit weg vom Ursprung, zu abgehoben und nicht mehr echt fühlte sich das Surfen für Lukas Haigermoser an. Der Salzburger übte Riversurfen über Jahre professionell aus, jagte die besten Wellen in den wildesten Flüssen rund um den Globus und entschied sich dann, das alles hinter sich zu lassen. Mittlerweile sucht er sich meist Wellen in Österreich, arbeitet an seinen eigenen Boards und war jüngst Teil eines einzigartigen Filmprojektes. Gemeinsam mit Paul Bamberger, Thomas Jeindl und Julian Reidl von ARCANE setzten sie ausnahmsweise und durchaus ungewöhnlich für diesen Sport nicht Haigermoser als Sportler selbst – sondern bewusst alles andere drum herum bildgewaltig in Szene.

Ein Board, eine Welle außerhalb Salzburgs und drei absolut nicht wasserscheue Produzenten mit
einer Kamera in der Hand, viel mehr brauchte es nicht, um mit dem Kurzfilm Walking Upstream auf
sich und die Themen Natur, Mentalität und Einzigartigkeit aufmerksam zu machen.

Hallo Luki, wir sind schon sehr gespannt auf Dein neues Projekt namens „Walking Upstream“. Hier geht es um das Thema Flusssurfen in Österreich. Was hat Dich/Euch dazu bewegt ein solches Projekt zu starten?

Hi Simon- haha, das freut mich;)
Naja, es ist für uns, die wir in der Szene sind, so present, aber doch bekommt man auf den sozialen Medien nur so einen kleinen Teil mit. Die Idee der ARCANE Crew war es eigentlich, einen Eindruck hinter die Kulissen zu geben. In diesem speziellen Fall jetzt an meine Herangehensweise ans Surfen. Vom geplanten Board bis zum erlebten Gefühl. 

Flusswellen sind ein ganz heikles Thema, da viele Wellen nur sehr selten laufen. Über welchen Zeitraum habt ihr an dem Film gearbeitet?

Der Film ist jetzt in einem knappen Jahr entstanden. Wobei man ehrlich sagen muss, dass Konzept und Postproduktion den größeren Teil ausgemacht haben ;)

Du bist auf Flusswellen genauso unterwegs wie auch am Meer. Was genau fasziniert Dich so an den Rapids in Deiner Heimat und würdest Du diese auch gegen den Ozean tauschen?

Haha, die Fangfrage ;) Vor einigen Jahren hätte ich gesagt, dass ich kein Meer zum Surfen brauche – mittlerweile hat sich das aber geändert. Über das Flusssurfen bin ich erst zu dieser Bewegungsform gekommen, und ich liebe es nach wie vor. Die Faszination liegt allerdings im Moment im Unbekannten – in neuen Wellen, in neuen Boards, letztendlich im Abenteuer. Ob das jetzt im Meer oder am Fluss ist, spielt nicht so eine große Rolle. Aber ein paar Wochen Salzwasser brauch ich trotzdem im Jahr.

Gerade zur Schneeschmelze im Frühjahr erwachen viele Wellen. Wo genau gehst Du meist auf die Suche und hattet ihr bei dem Projekt auch bis dato unbekannte Wellen entdeckt?

Stimmt, das Frühjahr ist sicher die Hochsaison. Ich bin in den letzten Jahren, ganz unabhängig von diesem Projekt, immer wieder die heimischen Flüsse abgefahren, eigentlich ausschließlich mit Dani (Schur). Wellen gibt es genug, aber wies halt so ist, die werden nicht verraten ;)

Mit Almkanal, Citywave, Ebensee und einigen natürlichen Flusswellen seid ihr in Österreich schon ganz gut aufgestellt. Welche Welle ist Dein Favorit und warum?

Die Antwort ist vielleicht zu politisch korrekt, aber ich mag sie alle – den Almkanal kenn ich einfach in- und auswendig. Im Winter eine Solo Session ist schon ganz lustig. Auch die Citywave ist unumstritten super zu surfen, jedoch bin ich eigentlich immer nur einmal pro Jahr bei den Champs dort – ist ja doch ein Stück weg aus Salzburg. Und Ebensee, wenn die Traun den richtigen Wasserstand hat, ist von den „künstlichen Wellen“ vermutlich aktuell mein Favorit. Sie ist hoch, breit und hat ausreichend Power. Auch zum testen von neuen Shapes ist sie eine Sensation. Durch das glatte Face bekommt man sehr gut Feedback vom Board. Trotzdem surfe ich einfach wahnsinnig gerne Naturwellen. Es ist einfach ein bisschen anspruchsvoller und der Abenteueranteil ist höher. UND: meistens ist keine Crowd, hahah!

Geht ihr mit dem Film auch auf Tour und wenn ja, wann und wo?

Sofern es die Corona Situation zulässt, möchten wir das auf jeden Fall. Wann und wo es aber genau sein wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt einfach noch nicht sagen.

Was macht Deine Karriere als Shaper? Geht es voran?

Ich hab ja kein externes Feedback, da ich die Boards nur für mich baue, aber ich bin zufrieden, wie es läuft. Sie sind zum Einen wirklich sehr stabil, was bei den ganzen Kanalwellen schon ein großer Pluspunkt ist. Zum Anderen habe ich halt die Freiheit, genau das zu shapen, was mir in den Sinn kommt. Viel Versuch und Irrtum, aber ich denke das Ganze geht in eine sehr gute Richtung für mich.

Viel Erfolg weiterhin und wir freuen uns auf die Premiere, morgen um 20:00 Uhr hier auf surfersmag.de!

Danke dir, auf bald Cheers

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