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Rip Curl Elasto

Wetsuits

Rip Curl Elasto: Der neue High-Performance-Wetsuit im Überblick

Leichter, flexibler, schneller trocken: Rip Curl bringt mit dem Elasto einen neuen Performance-Wetsuit. Wir schauen uns die Technik an – und testen ihn demnächst ausführlich selbst.

Rip Curl bringt mit dem Elasto einen neuen High-Performance-Wetsuit auf den Markt und verspricht dabei ziemlich viel: außergewöhnlich viel Stretch, geringes Gewicht, schnelles Trocknen und so wenig Einschränkung, dass man den Neo im Idealfall irgendwann schlicht vergisst.

Klingt ambitioniert. Und genau deshalb wollen wir es wissen.

Der Elasto ist ab sofort erhältlich und soll innerhalb der Rip-Curl-Range die Performance-Spitze markieren. Laut Hersteller ist er der leichteste Wetsuit, den Rip Curl bisher gebaut hat. Gleichzeitig soll eine neue Materialkombination für deutlich mehr Bewegungsfreiheit sorgen und das leidige Thema „nasser Neo am nächsten Morgen“ zumindest ein Stück entschärfen.

Das hier ist zunächst die Produktvorstellung auf Basis der technischen Angaben von Rip Curl. Einen ausführlichen Praxistest liefern wir nach, sobald wir genug Sessions im Wasser gesammelt haben.

Rip Curl Elasto

Was ist der Rip Curl Elasto?

Der Rip Curl Elasto ist ein neuer Performance-Wetsuit für Surfer:innen, die möglichst wenig Materialgefühl, möglichst viel Bewegungsfreiheit und einen hohen thermischen Komfort suchen.

Rip Curl selbst beschreibt das Ziel ziemlich klar: Der Anzug soll so leicht und flexibel sein, dass man ihn möglichst wenig wahrnimmt.

Dafür kombiniert die Marke mehrere neue beziehungsweise neu abgestimmte Materialien:

  • Elastomax Jersey außen
  • Infinity Foam im Oberkörper
  • E-Dry Lining innen
  • OCENA Foam im Hauptkörper
  • One-Piece Boomerang Panel
  • Ultimate Tape an sämtlichen Nähten

Im Ergebnis soll der Elasto leichter, dehnbarer und schneller trocken sein als bisherige Performance-Modelle.

Rip Curl Elasto
Rip Curl Elasto

Extrem viel Stretch: Darauf liegt der Fokus

Das wichtigste Entwicklungsziel des Elasto scheint klar zu sein: Bewegungsfreiheit.

Gerade beim Paddeln entscheidet sich schnell, ob ein Wetsuit angenehm sitzt oder nach mehreren Stunden eher wie zusätzlicher Widerstand wirkt.

Rip Curl setzt dafür beim Elasto auf das äußere Elastomax Jersey, kombiniert mit Infinity Foam und dem inneren E-Dry Lining. Diese drei Komponenten sollen gemeinsam die Flexibilität erhöhen.

Besonders interessant ist das sogenannte One-Piece Boomerang Panel im oberen Torso.

Dabei wird im Schulter- und Armbereich mit einem großflächigen Paneel gearbeitet, um Nähte genau dort zu reduzieren, wo beim Paddeln die meiste Bewegung stattfindet. Weniger Nähte bedeuten potenziell weniger Widerstand und weniger Spannung im Material.

Rip Curl Elasto

Der leichteste Rip Curl Wetsuit bisher

Neben dem Stretch ist das Gewicht eines der großen Themen.

Rip Curl bezeichnet den Elasto als den leichtesten Wetsuit der eigenen Geschichte.

Vor allem im Oberkörper kommt dafür Infinity Foam zum Einsatz. Das Material soll Gewicht und Wasseraufnahme reduzieren und dadurch auch im nassen Zustand möglichst leicht bleiben.

Ein Neo kann trocken auf der Waage beeindruckend sein und sich nach 90 Minuten im Wasser trotzdem deutlich schwerer anfühlen. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Ausgangsgewicht, sondern auch, wie stark sich der Anzug tatsächlich vollsaugt und wie sich das beim Paddeln bemerkbar macht.

Rip Curl Elasto

E-Dry: In weniger als 30 Minuten touch-dry?

Jeder, der zwei Sessions an einem Tag surft, kennt diesen Moment.

Der erste Surf war gut, der zweite beginnt damit, einen kalten, nassen Neo wieder anzuziehen.

Rip Curl nimmt sich genau dieses Problems mit dem E-Dry Lining an.

Das Innenmaterial soll Wasser aktiv von der inneren Oberfläche ableiten und laut Hersteller unter typischen Bedingungen in weniger als 30 Minuten oberflächlich trocken werden.

Rip Curl Elasto

OCENA Foam: mehr Bio-Anteil im Hauptkörper

Auch beim Materialmix geht Rip Curl einen Schritt weiter.

Im Hauptkörper verwendet der Elasto OCENA Foam. Dieser besteht laut Rip Curl zu 74 Prozent aus biobasierten Inhaltsstoffen.

Genannt werden dabei:

  • Naturkautschuk aus FSC-zertifizierten Plantagen
  • Austernschalenpulver
  • pflanzenbasierte Öle

Das ist zumindest ein relevanter Schritt weg von rein konventionellen Neopren-Materialien.

Wichtig ist aber die Einordnung: Rip Curl beschreibt hier einen Bio-Anteil, nicht automatisch einen vollständig nachhaltigen Wetsuit.

Auch moderne Surfanzüge bleiben technisch aufwendig produzierte Verbundprodukte. Wie gut Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Materiallebensdauer ausfallen, ist deshalb mindestens genauso wichtig wie der reine Rohstoffmix.


Rip Curl Elasto

Ultimate Tape an allen Nähten

Ein weiterer technischer Punkt betrifft die Nähte.

Rip Curl verstärkt beim Elasto jede Naht mit Ultimate Tape. Das soll zwei Dinge leisten:

erstens die Haltbarkeit erhöhen und zweitens das Eindringen von Wasser reduzieren.

Das ist besonders relevant, weil hochflexible Wetsuits traditionell einen Zielkonflikt haben.

Je weicher und beweglicher ein Material ist, desto stärker werden Nähte und Verklebungen bei jeder Bewegung belastet.

Vorgeformte Arme und Beine

Rip Curl verwendet beim Elasto außerdem vorgeformte Arme und Beine.

Die Idee dahinter: Der Neo soll nicht erst durch den Körper in die typische Surfposition gezwungen werden, sondern bereits konstruktiv stärker der natürlichen Haltung folgen.

Das kann insbesondere im Schulterbereich und an den Knien helfen, unnötige Materialspannung zu reduzieren.

Im Zusammenspiel mit dem Boomerang Panel entsteht damit ein ziemlich klarer Fokus: Der Elasto will weniger Widerstand erzeugen und Bewegungen möglichst natürlich mitgehen.

Mick Fanning nennt ihn den besten Rip Curl Neo, den er je getragen hat

Prominenten Support bekommt der Elasto von Mick Fanning.

Der dreifache Surf-Weltmeister ist seit Jahrzehnten mit Rip Curl verbunden und sagt über den neuen Anzug:

„I can honestly say the Elasto is the best one I’ve ever worn.“

Rip Curl Elasto

Welche Rip Curl Elasto Modelle gibt es?

Rip Curl plant den Elasto nicht als einzelnes High-End-Modell, sondern als komplette Produktfamilie.

Die Range soll Varianten für Männer, Frauen und Kids umfassen.

Geplant sind:

  • Jackets
  • Springsuits
  • 3/2 mm Fullsuits
  • 4/3 mm Fullsuits
  • 5/4 mm Hooded Wetsuits
  • Booties
  • Hoods
  • Gloves

Damit soll der Elasto je nach Ausführung von wärmerem Wasser bis zu deutlich kälteren Winterbedingungen reichen.

Für uns besonders relevant dürfte ein 4/3 oder 5/4 sein, weil sich dort Beweglichkeit und Wärmeleistung meist am klarsten gegeneinander abwägen lassen.

Premiere beim Rip Curl Pro Portugal

Der globale Launch fällt mit dem Rip Curl Pro Portugal 2026 zusammen.

Dort sollen Mitglieder des Rip-Curl-Championship-Tour-Teams den Elasto erstmals im Wettkampf tragen.

Unter anderem wird Molly Picklum, Weltmeisterin von 2025, mit dem neuen Modell antreten.

Das passt zum Anspruch des Wetsuits.

Der Elasto ist offensichtlich nicht als günstiger Allround-Neo konzipiert, sondern als Performance-Produkt für Surfer:innen, denen Flexibilität und Bewegungsfreiheit besonders wichtig sind.

Rip Curl Elasto

 

FAQ zum Rip Curl Elasto

Was ist der Rip Curl Elasto?

Der Elasto ist Rip Curls neuer High-Performance-Wetsuit. Der Fokus liegt auf geringem Gewicht, hoher Flexibilität und besonders schnellem Trocknen.

Wie schnell trocknet der Rip Curl Elasto?

Laut Rip Curl soll das E-Dry-Innenfutter unter typischen Bedingungen in weniger als 30 Minuten oberflächlich trocken werden. Diese Herstellerangabe werden wir in unserem Praxistest überprüfen.

Welche Materialien verwendet Rip Curl beim Elasto?

Zum Einsatz kommen unter anderem Elastomax Jersey, Infinity Foam, E-Dry Lining und OCENA Foam. Letzterer besteht laut Hersteller zu 74 Prozent aus biobasiertem Inhalt.

Welche Dicken gibt es?

Die Elasto-Serie reicht laut Rip Curl von Jackets und Springsuits bis zu 3/2-, 4/3- und 5/4-Hooded-Wetsuits. Zusätzlich gibt es Booties, Gloves und Hoods.

Ist der Elasto der leichteste Rip Curl Wetsuit?

Ja, Rip Curl bezeichnet den Elasto als den leichtesten Wetsuit, den die Marke bislang hergestellt hat.

Testet SurfersMag den Rip Curl Elasto?

Ja. Wir werden den Elasto in den kommenden Wochen ausführlich unter realen Surfbedingungen testen und anschließend einen detaillierten Erfahrungsbericht veröffentlichen.

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