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Helden für eine Woche- Surfcamp für sozial-emotional beeinträchtigte Jugendliche

Fünf Schüler der Martin-Luther-King-Schule in Traben-Trarbach/ Wolf besuchten erstmalig das Maximum Surfcamp in Peniche/ Portugal. Dies wurde möglich durch die enge Zusammenarbeit von DWV (Deutscher Wellenreit Verband), dem Sponsoring und dem sozialen Engagement von Max Reuter und seinem Maximum Surfcamp, dem Freundeskreis der Schule und dem organisierendem Lehrer Achim Schatzinger.

Die Martin-Luther-King-Schule entwickelt Betreuungs- und Förderkonzepte, die speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind, die vorübergehend oder für einen längeren Zeitraum nicht im Klassenkontext einer Regelschule, sondern nur unter besonderen Rahmenbedingungen effektiv lernen können. Unsere Schule versteht sich als Durchgangsschule und ist bemüht, die ihr anvertrauten Schützlinge auf eine erfolgreiche Rückkehr in öffentliche Schulen vorzubereiten. Je früher der Bedarf einer individuellen Förderung erkannt wird, desto eher können die Kinder und Jugendlichen motiviert in ein reguläres, zukunftsorientiertes und zuversichtliches Leben entlassen werden.

Das Projekt Wellenreiten diente in erster Linie zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Teamfähigkeit in Hinblick auf Mitschüler Schule und Berufsleben.. Regelbewusstsein und Integration waren wichtige Aspekte dieses Camps. Losgelöst vom gewohnten Umfeld Schule und Wohngruppe taten sich in diesem Kontext in einer etwas anderen Kultur mit einer anderen Sprache ganz neue Erfahrungen auf. Der Umgang mit fremden Menschen, das sich integrieren in die fremde Gruppe der Surfer mit anderer Lebenseinstellung, der Umgang mit dem Element Wasser und seiner Kraft und der Abhängigkeit von Strömung und Gezeiten stellten sehr grosse  Herausforderungen für die Jugendlichen dar.

Überraschenderweise stellte sich die Gruppe diesen Herausforderungen sehr souverän, integrierte sich schnell in das Campleben. Die lockere, aber bestimmte Art von Max Reuter und seinen Surflehrern Rob und Malik erleichterte dies ungemein. Eine grosse Rolle beim Gelingen dieses Projektes spielten die anderen Teilnehmer des Camps, die die Jugendlichen unspektakulär und anerkennend als Ihresgleichen akzeptierten und integrierten.

So wurden verschiedene Jugendliche schon schnell in Diskussionen um die perfekte Welle gesehen, andere Jugenliche interessierten sich für den technisch-handwerklichen Teil des Surfens, den Surfbrettbau.

Und so ganz nebenbei lernten fast alle Schuler prima Surfen.
Die Schüler  waren täglich bis zu 6 Stunden im Wasser, waren kaum zu bremsen. Einige standen ihre erste Welle schon am ersten Tag, waren motiviert für die folgenden Surfsessions und motivierten die anderen Schüler durch ihren Erfolg zum Weitermachen- und lernen.

Interessant für die begleitenden Lehrer die Beobachtung, dass bei einem Junden mit Tourette-Syndrom (neurologisch-psychiatrische, ätiologisch noch ungeklärte Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics charakterisiert ist), die Tics während der Woche völlig verschwanden, ein leicht authistischer Junge plötzlich seine Kontaktschwierigkeiten überwand und mit anderen, fremden Campteilehmern in der Bar an der Wij (Spielkonsole) beobachtet wurde, dies sichtlich genoss.

Abschliessend bleibt festzustellen, dass diese Fahrt für Alle ein voller Erfolg war. Der Schulleiter Manfred Schmitz zeigte sich so begeistert, dass er dieses Pilotprojekt als laufendes, jährliches Projekt in das Aktivitätenprogramm der Schule aufnehmen möchte.

Der Erlebnisbericht der kompletten Woche der Schüler Marc, Dean, Pascal, Mario und Cliff mit ihren Lehren ist aus dem Blog www.mlk-aktiv.blogage.de zu verfolgen.

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