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REISS AUS – ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM – Kinostart

Erinnert Ihr Euch noch an Lena Wendt und Ulrich Stirnat, die 22 Monate lang von Hamburg aus durch Westafrika gereist sind?

Damals hieß das Projekt noch „Abgefahren“ und war als Kickstarter Projekt unklar, ob es den Film zu der Reise wirklich geben wird. Mittlerweile hat der Film einen neuen Namen – REISS AUS und geht auf Kinotour durch Deutschland. Am 14. März 2019 geht es los und wir freuen uns schon riesig.

Hier noch ein paar Infos zu dem Film:

Ein halbes Jahr Auszeit wollen sich Ulli und Lena nehmen und von Hamburg nach Südafrika fahren. Dort kommen sie nie an. Stattdessen rollen sie in ihrem alten Land Rover Terés und dem knapp 40 Jahre alten Dachzelt, das sie von Ullis Patentante geschenkt bekommen haben, knapp zwei Jahre durch Westafrika.
Es geht um Einiges: Darum, sich selbst wieder zu finden, sich wieder zu spüren. Und nicht eher umzudrehen, bis sich an der eigenen Einstellung zum Leben etwas grundlegend verändert hat. Auf 46.000 Kilometern, mehr als einmal um die Welt, erleben die zwei tagtäglich Abenteuer. Von denen manche nur schwer zu verdauen sind.
Ein Film, der die wunderbaren, auch aber die Schattenseiten des Reisens offenbart. Der einen mitnimmt, aufwühlt, froh macht, schockiert und erstaunt. Der Mut macht, den eigenen Traum anzugehen. Ein Film, der ansteckt mit der Faszination und Liebe für Afrika

ÜBER DIE FILMEMACHER

Lena Wendt
ist 1985 in Osterode am Harz geboren. Sie ist Journalistin, Fotografin und Filmemacherin. Lena studierte Journalistik in Hannover. Jede freie Minute verbringt sie in Afrika. So absolvierte sie auch ihr Praxissemester in Südafrika, wo ihr Absolventenfilm im Township Khayelitsha entstand. Neben dem Studium arbeitete sie für RTL Nord, wo sie nach erfolgreichem Bachelor Abschluss ihr Volontariat absolvierte. Von 2011 bis 2014 arbeitete sie als freie Journalistin für den NDR in Hamburg, zuletzt an 45-minütigen Reisereportagen. Im Herbst 2014 brach sie gemeinsam mit ihrem Partner auf eine zweijährige Reise durch Westafrika auf, welche sie dokumentarisch festhielt.

Ulrich Stirnat
wurde 1985 in Stade geboren. Nach der Schule studierte er Medizintechnik und arbeitete danach drei Jahre als Ingenieur in der Forschung und Entwicklung. Ende 2014 brach er nach einem Burnout Anfang des Jahres zusammen mit seiner Partnerin Lena zu einer 6- monatigen Reise nach Südafrika auf, die etwas anders verlaufen sollte als gedacht. Aktuell lebt Ulrich in der Nähe von Hamburg und arbeitet mit Lena an seinem ersten Filmprojekt REISS AUS – ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM.

Interview mit Lena Wendt und Ulrich Stirnat

Wie ist die Idee entstanden, einen Kinofilm über eure Reise zu machen?

Lena Wendt: „Komm, wir machen einen Kinofilm.“ – Es war eine spontane, irgendwie verrückte Idee, die uns circa ein Jahr nach Rückkehr von der Reise kam, auf dem Weg nach Hause vom Besuch einer Reisedokumentation im Open Air Kino im Sommer 2017. Im Anschluss an den Trip wollte ich eigentlich ein Buch schreiben, einen Bildband machen, eine Fotoausstellung vorbereiten – keine Spur von Filmambitionen.

Direkt auf der ersten Ausstellung habe ich dann Hans Bücking kennengelernt. Ein Regisseur, dem meine Bilder gefallen haben und der sich begeistert einen Abend lang mit uns hingesetzt und in unser Rohmaterial reinschaut hat. „Ich lobe nicht oft, frag meine Frau“, sagte Hans immer wieder, „das ist echt toll, was ihr da habt, da müsst ihr was draus machen“. Während der Reise war schnell so unfassbar viel Material zusammengekommen, ergänzt durch noch mehr Videomaterial von Menschen mit wunderbaren Projekten, die wir kennenlernen durften und denen ich mit einem Imagefilm etwas zurückgeben wollte.

Zudem haben wir von Anfang an Videotagebuch geführt, da wir für uns nachvollziehbar festhalten wollten, wie wir uns auf dieser Reise verändern. Ulli hat während der Reise sein Bestes gegeben, die Mengen an auf Festplatten gesichertem Material (ca. 4 TB) immer wieder vor dem drohenden Tod zu bewahren. Doch nie im Leben hätte ich bis dahin das Selbstbewusstsein gehabt, dass das Material zu etwas taugt. Zu viel Dreck auf der Linse, zu viel Rauschen im Ton… Zweifel über Zweifel. Doch Hans‘ Worte haben mir Mut gemacht, mir das nötige Selbstbewusstsein gegeben.

Ulrich Stirnat: Genau, und nach diesem Kinobesuch im Juli 2017 waren wir uns sicher: Das wollen wir auch! Das wird unser nächstes Projekt, wir machen gemeinsam einen Kinofilm! 50 Prozent hatten wir schon beisammen. Lena als Fotografin und TV-Journalistin hatte ihre Kamera auf der Reise dabei und hat von Anfang an kurze, eindrückliche Filme über die verschiedenen, bereisten Länder gemacht. Kaum ausgesprochen, fühlte sich die Kino-Idee so gut an, dass wir bereits am nächsten Tag eine Handvoll Leute anriefen, die wir uns für unser Filmproduktionsteam gewünscht haben.

Zu unserem großen Erstaunen sagten direkt alle ohne zu zögern Ja. In nicht mal einem Tag hatten wir unser Kernteam zusammen. Bestehend aus Sebastian Bluhm, Lenas Lieblingscutter aus vergangenen TV- Zeiten, mit dem sie bereits diverse Langformate geschnitten hat, Helge Dube, Musikproduzent aus Hamburg, den wir über eine Reise-Freundin aus dem Senegal kennengelernt haben und Philip Möller, ein Freund und von Beruf Grafiker. Im Laufe des Projekts ist das Team weiter gewachsen. Dazu kamen Simone Weber, Sounddesignerin und Freundin, sowie Tobias Taskin, Tonmeister, Nachbar und mittlerweile enger Freund. Unser Leitmotiv für dieses Projekt und quasi Mitmachkriterium: Liebe fürs Thema und Spaß bei der Umsetzung.

Was war die größte Herausforderung bei diesem Projekt?

Lena Wendt: Nachdem wir bereits allen erzählt haben, dass wir einen Film über unsere Reise machen, sind wir fast aus allen Wolken gefallen, als wir gemerkt haben, was „Film- Machen“ kostet. Selbst dann, wenn das gesamte Team in der Spanne von gar nichts bis hin zur Mietkostendeckung für den Film arbeitet.

Und gute Freunde uns während der Produktionszeit bei sich einziehen ließen. Statt zu kneifen, haben wir also in die Kreativkiste gegriffen und eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Genauso wie wir es auf der Reise getan haben, wollten wir es auch jetzt tun: Tauschen. Geld für die Postproduktion gegen Vorträge, Poster und Co. Und Tatsache, mit Hilfe der Crowd, Familien und Freunde haben wir es geschafft. Nach einem wunderbaren Dreivierteljahr kreativer nonstop Arbeit ist es geschafft, der Film ist fertig!

Was soll der Film dem Zuschauer mit auf den Weg geben – gibt es eine Botschaft?

Lena Wendt: Ich wollte bereits von unterwegs den Daheimgebliebenen mit Hilfe von kurzen Filmen auf unserem Blog die Angst vor dem Fremden nehmen. Ihnen ein Gefühl von den 14 Ländern, wie der Elfenbeinküste, Mali oder Burkina Faso vermitteln, durch die wir gereist sind.

Oft ist es doch so, dass wir durch die Medien hier ein Bild im Kopf haben, wie es dort sein muss. Meist ist es kein schönes Bild, sondern ein von Angst, Mitleid und schlechtem Gewissen geprägtes. Und erst, wenn wir selbst in diese Länder fahren und feststellen, dass da ganz normale Menschen leben, mit einem ganz normalen Alltag und genau den gleichen Bedürfnissen, die wir selbst haben, löst dieses Bild sich auf. Dieser Film ist für die, die gerne reisen, für die, die nicht reisen können, für die, die bereits in den Startlöchern stehen und für die, die von ihren „Abers“ noch zurückgehalten werden.

Ulrich Stirnat: Dieser Film ist ein echtes Herzensprojekt. Ein Film, der den Zuschauer mit auf unsere Reise durch Westafrika nimmt: authentisch, wunderschön, doch ungeschönt. Er erzählt unsere Geschichte: von Träumen, von Mut und Menschlichkeit, vom Leben.

Eine Geschichte, die Grenzen überwindet und somit die Wahrnehmung von den Menschen der 14 Länder, die wir durchfahren haben, verändert. Wir möchten mit dem Film Danke sagen für die lebensverändernden Erfahrungen, die wir auf der Reise machen durften. Und jedem Mut machen, der einen Traum hat, aber mit sich hadert, auszubrechen aus dem Alltag und den eigenen Status Quo in Frage zu stellen.

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