Das falsche Surfboard kaufen, zwei Stunden am falschen Peak sitzen und sich bei fünf Grad Außentemperatur mit einem Handtuch um die Hüfte aus dem Neoprenanzug kämpfen. Wer mit dem Surfen anfängt, muss erstaunlich viele Dinge erst einmal selbst herausfinden. Dabei könnte man sich einiges davon sparen.
Surfen hat ein kleines Problem: Von außen sieht alles ziemlich einfach aus. Man paddelt raus, wartet auf eine Welle, steht auf und fährt Richtung Strand. Vielleicht noch einen lässigen Turn und fertig.
Wer seine ersten Sessions hinter sich hat, weiß, dass die Realität anders aussieht. Man paddelt zu spät los, liegt falsch auf dem Board, bekommt die Welle nicht, steht im falschen Moment auf und wird anschließend zehn Minuten durchgewaschen.
Und selbst wenn die ersten grünen Wellen funktionieren, beginnt das Lernen eigentlich erst.
Wir haben deshalb gesammelt, welche Dinge wir als Surfanfänger gerne früher gewusst hätten.
1. Das richtige Surfboard ist wichtiger als das coolste Surfboard
Es gehört wahrscheinlich zu den häufigsten Fehlern überhaupt. Nach dem ersten Surfkurs soll möglichst schnell ein eigenes Board her und natürlich sehen die kleinen Performance Shortboards unter dem Arm ziemlich gut aus.
Das Problem: Ein Board, das unter den Füßen eines sehr guten Surfers fantastisch funktioniert, kann für einen Anfänger die Progression massiv erschweren.
Am Anfang braucht ihr vor allem Wellen. Je mehr Wellen ihr bekommt, desto häufiger könnt ihr Take off, Positionierung, Bottom Turn und Linienwahl üben. Ein Board mit ausreichend Volumen, Breite und einer gutmütigen Outline hilft dabei enorm.
Ein zu kleines oder zu anspruchsvolles Board führt dagegen schnell dazu, dass man einen Großteil der Session mit Paddeln verbringt und trotzdem kaum Wellen bekommt.
Dabei sollte man sich auch nicht von einzelnen Zahlen täuschen lassen.
„Das Board ist 7’0, das ist super für Anfänger.“
Nicht unbedingt.
Eine Gun kann ebenfalls sieben Fuß oder deutlich länger sein und wurde trotzdem für große, schnelle und kraftvolle Wellen entwickelt. Länge und Volumen allein sagen wenig darüber aus, wie einfach sich ein Surfboard tatsächlich surfen lässt.
Schaut deshalb immer auf den gesamten Shape und den vorgesehenen Einsatzbereich.







