Die Vorstellung klingt romantisch: Man reist nach Frankreich, Portugal oder Indonesien, leiht sich ein Board aus und bringt sich das Surfen einfach selbst bei. So haben es schließlich Generationen von Surfern gemacht.
Doch ist das heute wirklich noch der beste Weg?
Die kurze Antwort lautet: Nein.
Die längere Antwort ist etwas komplizierter.
Denn während manche Naturtalente tatsächlich relativ schnell alleine Fortschritte machen, sparen die meisten Anfänger mit einem guten Surfkurs vor allem eines: Zeit, Frust und unnötige Fehler.

Der Mythos vom Selfmade-Surfer
In der Surfkultur hält sich bis heute die Vorstellung, dass „echte“ Surfer sich alles selbst beigebracht haben.
Tatsächlich haben viele ältere Surfer genau diesen Weg gewählt. Oft gab es damals aber schlicht keine Surfkurse, keine Coaches und keine YouTube-Tutorials.
Wer surfen wollte, musste ausprobieren.
Heute sieht die Situation anders aus.
Die meisten Anfänger verbringen ihre ersten Sessions nicht an einsamen Beachbreaks, sondern in stark frequentierten Surfregionen mit dutzenden anderen Surfschülern, Softtops und Line-ups voller erfahrener Surfer.
Fehler werden dadurch nicht nur frustrierender, sondern teilweise auch gefährlich.


