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INTERVIEW: Max Schulz – von Sylt in die Welt

Auf Sylt braut sich was zusammen, denn still und heimlich trainieren hier einige talentierte Surfer, die sich auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen.

Max Schulz ist einer davon. Bei der diesjährigen SURF DM hat er den Einzug ins Finale  nur knapp verpasst und das bei dem stärksten Starterfeld seit Jahren. Auf der Insel ist er schon lange kein Underdog mehr und nach seiner Ausbildung greift er seinen Traum vom Profi Surfer an.

Name: Max Schulz
Alter:  20 Jahre
Geburtsort: Westerland, Sylt
Surfe seit: Seit dem ich 6 Jahre alt bin
Homespot: Brandenburger Strand (Sunset Beach)
Lieblingsspot: Teneriffa El Dedo
Vorbilder: Mikey Wright
Bisherige Erfolge: 
Surfcontest Sylt 1 Platz
Surfclub Sylt Clubmeisterschaften 1x 1.Platz 2x 2.Platz
Deutsche Meisterschaft Open 5.Platz
FDL CONTEST 2.Platz
Sponsoren: Ocean&Earth, Nixon, Wavetours, Cabianca Surfboards, Xcel Wetsuit, ShaperFins

Hallo Max, erstmal Gratulation zum 5. Platz bei der SURF DM 2018. Eine tolle Leistung. War das die erste DM für Dich?

Hallo Simon, vielen Dank. Nein ich bin das erste mal mit 14 Jahren bei den Deutschen Meisterschaften angetreten. Danach konnte ich leider nicht mehr hinfahren, da ich mit 16 Jahren meine Ausbildung angefangen habe. Deswegen konnte ich dieses Jahr endlich wieder teilnehmen.

Bist Du mit Deiner Leistung zufrieden?

Um ehrlich zu sein habe ich mir gar keine Chancen ausgerechnet, da vor der Deutschen Meisterschaften die Prüfungsphase meiner Ausbildung war und ich leider keine Zeit hatte, um mich richtig vorzubereiten und zu trainieren. Das ich es gleich bis ins Halbfinale geschafft habe, ist ein großer Erfolgt für mich. Gerade bei dieser starken Konkurrenz, die ich dann im Halbfinale zu spüren bekommen habe. Gegen Arne Bergwinkl und Leon Glatzer zu surfen war echt hart und leider habe ich mit 2.50 Punkten nur knapp verloren.

Mit 20 Jahren gehörst Du nicht mehr zu den Youngstern, aber dennoch hast Du ambitionierte Pläne für die Zukunft. Erzähl mal.

Das stimmt, der Jüngste bin ich wohl nicht mehr. Wie gesagt war ich 4 Jahre in der Ausbildung gefangen, was mir aber auch sehr viel Spass gemacht hat und ich viel gelernt habe.
Jetzt habe ich aber die Zeit mich nur noch auf das Surfen zu konzentrieren und ich will versuchen meinen Traum als Pro Surfer zu erreichen.

Wann hast Du Deine Leidenschaft für Contest-Surfen entdeckt und wie lief es bisher?

Mein erster Contest war damals die DM mit 14 Jahren und danach habe ich viele Wettkämpfe auf Sylt und in Dänemark gesurft, bei denen ich auch schon sehr gute Ergebnisse erzielen konnte.

Ich war immer hin und her gerissen, ob ich ein Freesurfer bin oder mich auf Contests konzentrieren soll. Es ist manchmal echt sehr hart in 20 Minuten Heats alles zu geben. Am Ende fühlt es sich an wie eine 4 Stunden Session. Aber nach dem guten Ergebnis bei der SURF DM habe ich mir gesagt, dass ich härter trainieren werde und noch mehr Contests angehen möchte. Mein Ziel ist es nächstes Jahr bei den DM im Finale zu stehen.

Du bist ja ein waschechter Sylter, aber wie kommt die Verbindung zu den Kanaren?

Ich bin oft auf Teneriffa, da mein Vater nach Teneriffa gezogen ist als ich 5 Jahre alt. Er hat mich damals direkt auf das Surfboard gestellt. Deswegen bin ich wahrscheinlich anderen Sylter Surfern ein bisschen im Vorteil.

Bereust Du nicht auch nach Teneriffa gezogen zu sein?

Ich hätte damals zu meinem Vatern ziehen können und auf  Teneriffa zur Schule gehen können, aber leider hatte ich zu der Zeit Angst auf eine spanische Schule zu gehen. Aber bereuen tu ich es nicht, da ich mit meinem Surfen zufrieden bin und auch sehr gute Sponsoren habe. Also denk ich nicht darüber nach WAS WÄRE WENN….

Warst Du schon ein wenig unterwegs auf der Welt oder startest Du jetzt erst richtig durch?

Ich war sehr viel bei meinem Vater auf Teneriffa, da es am einfachsten für mich war von der Verpflegung und der Unterkunft. Natürlich war ich auch in Dänemark oder Frankreich, aber da ich jetzt nicht mehr an meine Ausbildung gebunden bin, werde ich anfangen die Welt zu erkunden. Ich bin gespannt auf neue Wellen und Umgebungen. Da passt es auch sehr gut jetzt im Wavetours Team zu sein und somit gute Unterstützung zu bekommen.

Mit Mikey Wright als Vorbild vermissen wir bei Dir ein wenig die wilde Frisur;) Was genau gefällt Dir an Mikey?

Haha – mit der Frisur kann ich nicht mithalten, da bleibe ich lieber normal. Ich schneide mir zwar auch selber die Haare, aber dann doch lieber recht klassisch. Seine krassen Airs und sein Style gefallen mir einfach und er scheint mir vom Charakter ziemlich ähnlich zu sein.

Hattest Du die Chance den Surf Ranch Pro zu verfolgen? Was hältst Du von dem Contest-Format?

Ja ich habe mit Arne ab und zu mal reingeschaut. Die Welle an sich finde ich ganz cool, aber als Tourstopp der WSL finde ich es unpassend.

Ist das Thema Wavepool für Dich eine echte Alternative oder nur eine Touristenattraktion?

Touristenattraktion! Es ist einfach nicht das selbe wie im Meer zu surfen. Sich aufs Fahrrad zu setzen und sich den besten Peak zu suchen und die Natur zu genießen.

Was macht einen echten Syter Surfer aus?

Ein echter Sylter Surfer geht auch im Winter bei Minusgraden mit einer dicken Neo Haube, Boots und Gloves rein.

Wann sehen wir Dich mal im Süden auf Eisbach & Co?

Dann wenn ich mal eingeladen werde 😜 Ich habe aber tatsächlich vor mir die Welle mal anzuschauen und es auszuprobieren.

Was hältst Du von der deutschen Surfszene?

Es geht voran. Wir bekommen immer mehr Jugendliche und Kids, die auf Sylt mit Surfen anfangen und sich immer schneller verbessern. Das ist echt eine tolle Entwicklung.

Dann freuen wir uns schon auf die Surf DM im nächsten Jahr!

Auf jeden Fall!! Jetzt wird hart trainiert, um nächstes Jahr hoffentlich noch weiter oben zu sehen.

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