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Interview mit Kathrin Gappmayr – der 2-fachen Europameisterin im Stationary Wave Riding

Die Gewinnerinnen bei der EM in München © Flughafen München

Die Mädels haben bei der Europameisterschaft im Stationary Wave Riding richtig gefeuert. Kraftvolle Turns, 360er und das mit ganz viel Style. Ganz oben mit dabei war auch dieses Jahr wieder die Österreicherin Kathrin Gappmayr. Sie ist nicht nur in den Flusswellen Europas unterwegs, sondern fliegt auch gerne mit Ihrem Snowboard über die Kicker der Alpen. Wir haben uns mit Kathrin getroffen um uns über ihr “Doppelleben” zwischen Schnee und Wasser zu erkundigen.

Hallo Kathrin, gratuliere zum wiederholten Sieg bei der EM im Stationary Wave Riding. Du lässt da nichts anbrennen, trotz starker Eisbach Konkurrenz. Wie machst Du das?
KG:
Ich habe mich einfach extrem auf das Surfen gefreut und den Wettkampf ausgeblendet. Ich bin in den 4 Tagen nicht wirklich viel zum Fahren gekommen und so habe ich jede einzelne Minute in den Heats genossen.

Erzähl uns doch mal kurz ein wenig über Dich.
KG:
31 Jahre, wohnhaft in Salzburg, Studium an der pädagogischen Hochschule, 20 Stunden Woche im Einzelhandel

Surfst Du dann auch ab und an in der Almwelle, die liegt ja quasi ums Eck?
KG:
Für die Almwelle empfinde ich eine Art Hassliebe. Ich hasse sie weil sie so klein und schmal ist, aber liebe sie, weil sie 24 Stunden und 365 Tage im Jahr konstant läuft. Es ist schon eine super Sache, dass die Stadt Salzburg die Welle vor drei Jahren gebaut hat.

Ist das Surfen in künstlichen Wellen nur eine Überbrückung zum nächsten Ozean-Surf oder Deine große Leidenschaft?
KG: Eher eine Leidenschaft. Im Ozean bin ich eher in der Kategorie „leicht fortgeschrittener Volldepp“, was wohl daran liegt, dass ich mir Urlaub etc. eher für den Winter aufspare!

Wo wir bei Deiner zweiten großen Leidenschaft, dem Snowboarden wären. Riversurfen im Sommer und Snowboarden im Winter, oder wie?
KG: Das Surfen im Fluss ist eine super Beschäftigung für die wärmeren Monate in denen kein Schnee liegt. Aber wenn dann der erste Schnee vor der Haustüre liegt, denke ich nicht mehr an das Surfen. Im Meer werde ich es wohl nie zu Aerials schaffen… aber auf dem Snowboard schon… Hin und wieder ein bisschen „fliegen“ gehen ist schon was Feines.

Kathrin in der Traun Welle in Ebensee/ Oberösterreich

Wenn Du Dich entscheiden müsstest-  Surfen oder Snowboarden, was wäre Deine Wahl?
KG:
Haha, das ist eine gemeine Frage… aber ich würde wohl das „Schneebrett“ nehmen.

In Deutschland ist Wellenreiten mittlerweile extrem populär. Wie schaut es mit der Szene in Österreich aus?
KG:
In Ericeira trifft man schon fast mehr Österreicher wie Portugiesen… Es ist auch bei uns ein Boom. Immer mehr Leute wollen immer öfter ans Meer.

Nimmst Du auch an der Österreichischen Meisterschaft teil?
KG:
Nein, das ist eher was für Mädels wie z.B. Lisa Veith. Ich übe stattdessen lieber Wellen lesen und Duckdiven…

Wie siehst Du die Zukunft des Wellenreitens? Die Spots werden immer voller, sind Wavepools die Zukunft?
KG:
Wavepools sind eine super Alternative, doch jeder der an einer künstlichen Welle surfen kann, will es dann auch unbedingt am Ozean versuchen. Es würde auch Sinn machen, die Pools in Ländern zu errichten, in denen KEIN Ozean ist. Man baut ja auch keine Skihalle auf Gletschern…

Warst Du schon in anderen Wavepools, Wavegarden, Wadi Adventure Park…?
KG:
Leider nicht!

Kathrin bei der EM im Stationary Wave Riding // © Flughafen München / Foto: Flo Hagena

Wie schaut es denn mit Riversurfen in Österreich aus? Area47?
KG:
Ich war heuer schon bei der Area47. Die Welle fährt sich super… ist halt wie die meisten natürlichen Wellen vom Wasserstand abhängig und läuft daher nicht immer. Aber ich bin schon gespannt wie die Welle nach dem geplanten Umbau im kommenden Winter sein wird. @Arndt- mach was „g‘scheits“!!

Hast Du irgendwelche anderen Riversurfspots in Österreich von denen Du uns unbedingt erzählen möchtest;)?
KG:
Beim vergangenen Hochwasser im Juni sind einige Wellen zum Leben erwacht… Aber die laufen dann 1-2 Tage und dann heißt es wieder ein paar Jahre warten. Früher oder später verraten die Locals ihre Spots aufgrund der vielen Videos die im Netz herumgeistern von selbst!

Hier der Gewinner Run bei der EM:

Wie geht es bei Dir jetzt weiter, das Preisgeld war ja gar nicht schlecht?
KG:
Oh ja das war wirklich nicht schlecht. Ich habe bis jetzt eigentlich keinen Plan, außer mein Studium abzuschließen. Danach hoffe ich auf einen „strengen“ Winter.

Dann wünschen wir Dir weiterhin viel Erfolg und viel Freunde im Schnee. Deine letzten Worte…
KG: Ich möchte mich an dieser Stelle noch bedanken bei: Dominik für die „Delight Alliance“ Boards (Danke Simon für den neuen Shape)/ Berni und Michi Seidl (ASA) für Madness Wetsuits und das Bubble Gum Wax/ Pez und Eva für Brick Beanies/ Gentile für Adidas Eyewear!!

WRWC FOREVER!! Danke für das InterviewJ

Salzach Welle in Kuchl/ Salzburg

Fotos: Roland Haschka 

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