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RAPID SURFING: Rosina Neuerer und Manuel Kronfeldner über die anstehende Rapid Surf League Tour 2019

Foto Header: Benedict Hempel

Die RAPID SURF LEAGUE ist zurück, es wird auch 2019 auf ganz unterschiedlichen stehenden Wellen in Europa wieder spannend!

Gute Neuigkeiten! Die Daten der Rapid Surf League 2019 stehen fest! Am 1. Juni 2019, 2. – 4. August 2019 und 14. September 2019 treten die besten Rapid Surfer der Welt wieder auf unterschiedlichen Wellen gegeneinander an. Und auch wenn die Locations noch nicht verraten werden, es geht wieder los, dieses Jahr mit drei Events, wieder mit Pure Surfcamps als Titelsponsor.

Auch der Qualifikationsmodus steht schon.

Gesetzt sind bei den Frauen die Top 4 des Rapid Surf League Rankings 2018. Da die Rapid Surf League auch mit den nationalen Verbänden zusammen arbeitet, bekommt auch die amtierende deutsche, österreichische und schweizer Meisterin einen Startplatz. Der letzte Slot wird über eine Wildcard vergeben, welche die Rapid Surf League zusammen mit dem Eventveranstalter wählt. Et voila, macht 8 Damen.

Foto: Simon Fitz
Foto: Simon Fitz

Bei den Männern sind die Top 10 des Rapid Surf League Rankings 2018 gesetzt. Dazu gesellt sich der amtierende deutsche, österreichische und schweizer Meister. Zwei Wildcards liegen in den Händen der Rapid Surf League, eine Wildcard beim Eventveranstalter. Macht bei den Männern 16 Rapid Surfer.

Die Daten sind draußen, genau der richtige Zeitpunkt also, um sich mit zwei jungen Stars der Rapid Surfing Szene zu unterhalten, Rosina Neuerer und Manuel Kronfeldner.
Rosina konnte mit super flüssigen und kraftvollen Hooks beim Rip Curl Langenfeld Pro 2018 den zweiten Platz belegen, Manu konnte sich sowohl beim Riot River in Bratislava als auch in Langenfeld immer wieder durch die Calls kämpfen und wurde zweimal vierter. Man kann die beiden also als heiße Herausforderer der Podiumsplätze ansehen. Surfers Mag hat sich mit den beiden unterhalten und gefragt wo sie sich 2019 ihre Ziele gesteckt haben, was die erste unabhängige Sportliga im Rapid Surfing angeht.

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Foto: Matze Ried

So, Ladies first! Rosina, was gibt es Neues?

Rosina: Hallo! Ja, bei mir gibt es schon ein paar Neuigkeiten. Seit Anfang des Jahres werde ich neben Puresurfcamps, Jochen Schweizer Arena, SantoLoco Shop, Mica Surfboards und Leus auch von Roxy gesponsert. Dieses Jahr war ich schon viel am Meer, aber auch mal über drei Wochen zu Hause.

Hast du eine Ahnung, wo die drei Events stattfinden?

Rosina: Keine Ahnung wo Tourstopps stattfinden, aber hoffe darauf, an meinem „Homespot“, also der Jochen Schweizer Arena, einen Contest surfen zu können. Langenfeld war letztes Jahr auch eine tolle Veranstaltung. Ich lass mich überraschen und bin gespannt auf neue Stopps.

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Wann bist du wieder im Lande, um Eisbach oder die Jochen Schweizer Arena zu surfen?

Rosina: Ende März bin ich sicher mal kurz zu Hause. Ich versuch bei meinen kurzen Aufenthalten in München so oft wie möglich in der Jochen Schweizer Arena oder am Bach zu surfen. Erstens macht es immer super viel Spaß, man kann jedes Mal neue Turns, Manöver und Tricks lernen und für das Meer bringt es auch noch was.

Bereitest du dich dann speziell auf die Liga vor? Oder hast du als Mitglied des Jochen Schweizer Arena Teams schon genug trainiert?

Rosina: Klar, ich trainiere immer neue Turns und Manöver. Aber ich bin ja nicht so oft zu Hause. Und wer hat denn schon genug gesurft? Also ich jedenfalls nie! Es wäre natürlich ein Traum jeden Tag fünf Stunden in der Arena zu surfen, aber leider geht das nicht.

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Was hast du vor, um Janina Zeitler – Siegerin der Rapid Surf League 2018 – das Leben dieses Jahr ein bisschen schwerer zu machen und wen siehst du sonst noch als Konkurrenz?

Rosina: Naja, letztes Jahr habe ich ja nur an dem Event in Langenfeld teilgenommen. Janina und ich haben uns da eine gute Battle geliefert, das hat wirklich Spaß gemacht. Sie hat dann knapp gewonnen und ich konnte dafür den „Best Trick“ mit nach Hause nehmen. Mittlerweile surfen viele Mädchen auf einem hohen Niveau, Konkurrenz belebt ja das Geschäft. Wer jetzt alles aufs Podium surft, kann ich nicht einschätzen, dafür bin ich zu selten am Eisbach oder in der Jochen Schweizer Arena. Und in anderen Städten und Ländern gibt es sicher auch gute Frauen.

Foto: Andy Kolb

Das bringt uns zu dir, Manu. Examen bestanden?

Manu: Ich studiere Industrie-Design an der Hochschule München – da müssen wir nicht viele Prüfungen schreiben, weil die Fächer größtenteils aus Projektarbeiten bestehen. Die werden dann am Ende des Semesters präsentiert und abgegeben. Es ist super interessant, macht Spaß dort zu studieren und die Prüfungen habe ich bestanden. Aber ich war bestimmt nicht der fleißigste Student im letzten Semester. 😀

Du warst sowohl in Bratislava als auch in Langenfeld Vierter. Was brauchst du, um 2019 aufs Treppchen zu steigen oder zu gewinnen?

Manu: Das Level am Eisbach und auf anderen stehenden Wellen steigt momentan unglaublich schnell und es gibt immer mehr Jungs und Mädels die mit viel Style surfen und richtig fette Tricks machen! Ich bin auch schon gespannt welche Manöver Rapid Surfer, die an anderen Wellen als dem Eisbach zuhause sind, auf den Contests auspacken werden. Es ist immer wieder cool die anderen Surfer auf den Events zu treffen. Zu deiner Frage: Ich muss endlich Shove-its lernen – ist nicht gerade mein Lieblings-Trick, aber vielleicht ändert sich das ja wenn ich ihn irgendwann mal öfter lande – und dank dem Cut-2-Call Format eigentlich jeden Trick, der auf der Rapid Surf League gemacht wird 😉 Und ein bisschen Strategie und Glück sind da bestimmt auch nicht schlecht!

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Rosina, wie siehst du die Entwicklung, was Frauen und Manöver im Rapid Surfen angeht. Da ist allein im letzten Jahr viel passiert. Wo siehst du Rapid Surfing in ein paar Jahren?

Rosina: Die Manöver der Frauen haben in den letzten zwei Jahren unheimlich an Radikalität und Power gewonnen. Viele trauen sich jetzt mehr Tricks zu und werden anders wahrgenommen. Ich wünsche mir, dass durch Formate wie die Rapid Surf League noch mehr Wellen entstehen, vielleicht mit unterschiedlichen Techniken. Die ganzen Flusssurfinitiativen in anderen Städten zeigen, dass die Nachfrage sehr groß ist, viele möchten auch weit weg vom Meer ihren Traum vom Surfen leben können.

Und du, Manu? Stell dir vor du hast eine 16 Meter breite Welle mit einem Kicker in der Mitte. Was ist da möglich?

Manu: Da könnte man richtig schnell werden, verdammt hoch fliegen und sicher ähnliche Airs wie am Meer machen – die meisten stehenden Wellen sind nicht steil genug um an der Lip abzuspringen oder richtige Top-Turns zu machen aber mit einer Welle die groß und steil genug ist um viel Geschwindigkeit für richtig viel Air-Time zu bekommen, wären vielleicht sogar ganz andere Manöver drin. Dadurch dass die Wellen sich nicht großartig verändern, könnte man die Tricks wie z.B. beim Snowboarden trainieren! Ich glaube es ist schwer sich vorzustellen was da alles möglich ist, aber wenn ich daran denke wie schnell sich solche Sportarten heutzutage weiter entwickeln, bin ich mir sicher, dass es dauert bis da das Limit erreicht ist.

Kommen wir zum Cut-2-Call Format der Rapid Surf League. Ein Format, das spannend und ein bisschen anders ist und bei dem auch Strategie mit ins Spiel kommt. Rosina, wie findest du das Format?

Rosina: Ich fand das Cut-2-Call Format letztes Jahr erst einmal ungewohnt. Mir hat es dann aber richtig viel Spaß gemacht. Es ist etwas ganz anderes und stellt auch andere Herausforderungen. Man weiß vorher nicht, welcher Competitior welchen Call ansagt und muss sich dann sehr schnell auf das einstellen können. Für die Zuschauer bedeutet das, dass sie die Leistungen der einzelnen Surfer besser vergleichen können, für sie wird das Surfen auf den stehenden Wellen dadurch nochmals spannender.

Und du, Manu?

Manu: Ich finde, dass das Cut-2-Call Format die Events viel abwechslungsreicher macht und man merkt, dass die Surfer und das Publikum jede Menge Spaß dabei haben. Vor allem diejenigen die Rapid Surfing noch nicht kennen, können jetzt einfacher verstehen was passiert und die Entscheidungen der Judges besser nachvollziehen. Auch wenn man einen Heat surft, ist es viel spannender. Auch weil man mit ein und demselben Run nicht mehr sehr weit kommen kann. Das beste an Cut-2-Call ist, dass man ständig gepusht wird neue und radikalere Manöver zu machen. Dadurch verbessert man sich ständig und es wird auch auf einer immer gleich bleibenden Welle nicht langweilig. Außerdem kann es bei dem Format nicht so leicht passieren das gute Turns vergessen – und nur Chop-Hops gut gejudged werden (mit einer 16 Meter breite Welle mit einem Kicker in der Mitte wäre die Sache mit den Chop-Hops natürlich auch gegessen 🙂

Ihr habt beide neue Sponsoren. Rosina, du hast bei Roxy unterschrieben, Manu, du bei RVCA. Wie wichtig ist eine Liga wie die Rapid Surf League als Plattform, auf der ihr euch und eure Sponsoren repräsentieren könnt? Rosina?

Rosina: Klar ist die Rapid Surf League sehr wichtig. Man ist viel näher am Publikum, dadurch ist die Aufmerksamkeit viel höher. Dadurch kann ich zum Beispiel meine Sponsoren Roxy und Puresurfcamps viel besser vertreten. Deshalb würde ich mich ja auch so freuen, wenn die Jochen Schweizer Arena auch ein Tourstopp werden würde. Man selbst lernt viele neue und spannende Menschen kennen, die Community wächst weiter. Ich habe die Möglichkeit anderen Menschen meinen Spaß am Surfen zu vermitteln und sie für die Sportart zu begeistern.

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Manu: Genau, ich bin jetzt bei RVCA und freue mich mit unglaublich kreativen und inspirierenden Menschen zusammen arbeiten zu dürfen! Der Welcome-Clip kommt bald! -> @rvca_europe. Vor allem der Eisbach und das Rapid Surfen wird von meinen Sponsoren unterstützt. Ich bin früher relativ oft Contests am Meer mitgefahren und war auch kurz im Junioren Nationalteam aber mittlerweile bin ich fast nur noch bei Contests auf stehenden Wellen. Es ist toll, dass uns durch die Rapid Surf League eine neue Möglichkeit gegeben wird, coole Events zu erleben und dabei unsere Sponsoren zu vertreten! An dieser Stelle auch vielen Dank an Pure Surfcamps, Santoloco Surfshop und Nexo Surfboards und natürlich das Rapid Surf League Team!

Abschließende Worte, Rosina?

Rosina: Ich hoffe, dass sich Surfen weiterhin so positiv entwickelt. Durch Surfen habe ich an so vielen Orten schon so viele neue, tolle Menschen kennenlernen dürfen, schon so viel von der Welt gesehen und mich persönlich weiterentwickelt. Für mich ist das einfach der beste Sport. Surfen hilft, Grenzen zu überwinden und ist noch dazu richtungsweisend, beim Surfen ist das Preisgeld für Frauen und Männer jetzt sogar gleich! Vielen Dank an meine tollen Sponsoren Roxy, Puresurfcamps, Jochen Schweizer Arena, Mica Surfboards, SantoLoco Shop und Leus für die beste Unterstützung!

Manu?

Manu: Ich denke, dass da in den nächsten Jahren einiges gutes passieren wird, da es immer mehr neue Rapid Surfer gibt, die neue Wellen entdecken oder bauen werden – es können ja nicht alle zu den bösen Locals am Eisbach kommen 😉 Ansonsten freue ich mich auf den Sommer!

Vielen Dank und viel Glück euch beiden!

Foto: Simon Fitz
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